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Licht und Architektur – Einführung


Autor

Ahmet Cakir

Beitrag

Die Diskussion hier ist allen Aspekten gewidmet, die das Zusammenwirken von Licht und Architektur beschreiben.

Von allen Wahrnehmungsmöglichkeiten für die erbaute Umwelt, Riechen, Berühren, Hören und Sehen, spricht die Architektur das Sehen vornehmlich an. Der Raum wird durch ästhetische Anwendung von Licht und Beleuchtung für den Menschen wahrnehmbar gemacht.

Künstliche Beleuchtung hat die Entwicklung menschlichen Lebens aus den Höhlen der Steinzeit bis in die Raumstationen von heute begleitet. Das Licht der Sonne und seine harmonische Ergänzung durch künstliches Licht hat für Jahrhunderte eine Herausforderung für die Architektur gebildet, die heute wieder im Vordergrund steht. Beispielsweise hat der neue Flughafen von Hong Kong während seiner katastrophalen Eröffnungstage die meisten der Fluggäste mit seiner Lichtarchitektur begeistert. Und Kirchen und sonstige Tempel der Religionen beeindrucken ihre Besucher am stärksten durch ihre Beleuchtungseffekte. Selbst das absichtliche Weglassen von Licht oder Helligkeit in bestimmten Bereichen dient der optischen Gestaltung unserer Umwelt.

Für etwa 10.000 Jahre der Geschichte war „gute“ Architektur stets mit optimaler Nutzung von Tageslicht verbunden und musste auch Wege zur Vermeidung unerwünschter Nebeneffekte aufzeigen. Für die letzten 50 Jahre hatten aber die meisten Architekten die Sonne als zentralen Punkt des Weltalls aus der Sicht unseres Lebens vergessen. Heute bedeutet Licht und Architektur sowohl Freiheit von dem zeitweilig unberechenbaren und unkontrollierbaren Sonnenlicht als auch Ernten der Vorteile, die die Quelle des Lebens bietet. Sinnvolle Tageslichtnutzung ermöglicht es dem Architekten Umgebungen zu schaffen, mit Eigenschaften, wie sie sie nie ohne hohen Kostenaufwand erzielen können.

Naturgemäß gibt es viele Umgebungen, die eine perfekte Kontrolle über Licht erfordern, z.B. nach Menge, Richtung, Farbe etc., und daher eine vollständige Unabhängigkeit vom Tageslicht erfordern. Für die meisten Fälle können wir aber Arbeitsräume schaffen, die bis zu 90% der üblichen Arbeitszeiten ohne einen einzigen Strahl künstlichen Lichts auskommen können.

Für mehr als ein halbes Jahrhundert zeichnete sich das Verhältnis zwischen Architekten und Lichttechnikern durch gegenseitige Verständigungsschwierigkeiten aus. Der wichtigste Grund hierfür bestand in der Interessenlage jeder Gruppe. Wenn es uns gelingt, das Augenmerk beider auf die Interessenlage der Benutzer und deren Wünsche und Vorstellungen bezüglich ihrer Lebens- und Arbeitsumgebung zu lenken, denen man nur gemeinsam genügen kann, könnten wir das Verständigungsproblem der Vergangenheit vielleicht lösen.

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