Licht für Gesundheit

CyberLux

Bewertung von Sonnenschutzeinrichtungen


Autor

Cornelia Vandahl

Kurzfassung

Der Wunsch, im Arbeitsraum eine Sichtverbindung nach außen zu schaffen und diesen gleichzeitig mit Tageslicht ausreichend zu beleuchten, hat vielerlei Ursachen. Zum einen sind dies wichtige Voraussetzungen für das Wohlbefinden, zum anderen ergeben sich daraus Einsparungen in der Energie für Beleuchtung und Heizung.
Ziel ist es deshalb immer, so viel wie möglich Tageslicht in den Innenraum zu bringen. Das kann jedoch negative Effekte, wie direkte Blendung durch die Sonne, Reflexe von Fenster- oder Wandleuchtdichten auf Bildschirmen und Aufheizung des Raumes zur Folge haben.

Aus den genannten Gründen ergibt sich die Notwendigkeit von Lichtschutzeinrichtungen. Im Rahmen eines Forschungsvorhabens der BAUA wurden vergleichende Untersuchungen an „klassischen“ Lichtschutzeinrichtungen durchgeführt. Dazu gehören Lichtschutzfolien, senkrechte und waagerechte Lamellen und Rollos, deren primäres Ziel nicht in der Lenkung von Tageslicht liegt.

Beitrag

EINLEITUNG UND THEMENSTELLUNG
Der Wunsch, im Arbeitsraum eine Sichtverbindung nach außen zu schaffen und diesen gleichzeitig mit Tageslicht ausreichend zu beleuchten, hat vielerlei Ursachen. Zum einen sind dies wichtige Voraussetzungen für das Wohlbefinden, zum anderen ergeben sich daraus Einsparungen in der Energie für Beleuchtung und Heizung. Ziel ist es deshalb immer, so viel wie möglich Tageslicht in den Innenraum zu bringen. Das kann jedoch negative Effekte, wie direkte Blendung durch die Sonne, Reflexe von Fenster- oder Wandleuchtdichten auf Bildschirmen und Aufheizung des Raumes zur Folge haben.

Aus den genannten Gründen ergibt sich die Notwendigkeit von Lichtschutzeinrichtungen. Im Rahmen eines Forschungsvorhabens der BAUA wurden vergleichende Untersuchungen an „klassischen“ Lichtschutzeinrichtungen durchgeführt. Dazu gehören Lichtschutzfolien, senkrechte und waagerechte Lamellen und Rollos, deren primäres Ziel nicht in der Lenkung von Tageslicht liegt.

ALLGEMEINES ZUR DURCHFÜHRUNG

In mehreren Versuchsreihen wurden Lichtschutzeinrichtungen hinsichtlich ihrer Wirkung und Anwendbarkeit charakterisiert. Hierzu wurden zunächst Untersuchungen zu den Sehbedingungen gemacht, die zu gewährleisten sind. Das betrifft vor allem die Leuchtdichten, die zu Direktblendung und Reflexblendung am Bildschirm führen können. Für verschiedene Bildschirmklassen wurden daher Grenzleuchtdichten ermittelt. In realen Büroräumen und in einem Feldversuch wurden Messungen und Befragungen zu horizontalen, vertikalen und zylindrischen Beleuchtungsstärken durchgeführt. Betrachtet wurde dabei das Zusammenwirken von Tageslicht und künstlicher Beleuchtung.

Die Befragungen von Versuchspersonen erfolgten mit Fragebögen (Beispielskala in Abb. 1). Bestand eine ausreichend gute Korrelation zwischen den Wertungen und den lichttechnischen Meßwerten, dann konnten anhand von Regressionen Rückschlüsse auf günstige Werte für Beleuchtungsstärken und Leuchtdichten gezogen werden. Dabei wurde die Wertung 3,5 als Mittelpunkt der Gegensatzskala (das heißt als Beginn der positiven Bewertung) in die lichttechnische Größe umgerechnet. Bei den ermittelten Werten handelt es sich demzufolge um Minimal- bzw. Maximalwerte. Für Blendwerte nach der SÖLLNER-Skala wurde ein Wert von 1,5 (Güteklasse 1) als Grenzwert verwendet.

UNTERSUCHUNGEN MIT NATÜRLICHEM TAGESLICHT IM BÜRORAUM
In einem realen, tageslichtbeleuchteten Raum mit Laborcharakter sollten Befragungen mit Ver-suchspersonen
zu folgenden Parametern durchgeführt werden:

1. Beleuchtungsstärkeverteilung im Raum
2. Einfluss der horizontalen, vertikalen und zylindrischen Beleuchtungsstärken auf die Raumwirkung und Blendung
3. Einfluss des Himmelszustandes

In einem Seminarraum der TU Ilmenau wurden Befragungen an 24 Versuchspersonen und lichttechnische Messungen durchgeführt. Die Fenster des Raumes befanden sich an der Südfassade. Die Untersuchung fand in der Zeit vom 26. August bis 21. September zwischen 9.00 Uhr und 12.00 Uhr statt (Sonnenstand 30°… 50°).

Im Versuchsraum wurde in Fensternähe ein Arbeitsplatz mit sehr gut entspiegeltem Bildschirm eingerichtet (Abb. 2). Die Anordnung des Monitors durfte von der Versuchsperson nicht verändert werden. Sie wurde bewusst so gewählt, dass Spiegelungen des hinteren Fensters im Monitor auftreten konnten.

•Versuch 1: sonnig, klarer Himmel
•Versuch 2: bedeckt
•Versuch 3: bedeckt, mit zusätzlicher künstlicher Beleuchtung, so dass die Gesamtbeleuchtungsstärke zu Versuchsbeginn ca. 750 lx betrug

Den gesamten Beitrag können Sie hier als PDF-Datei einsehen.


© 2002 Dr.-Ing. Cornelia Vandahl

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