Licht für Gesundheit

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Licht und Gesundheit – Einführung


Dieses Forum beschäftigt sich mit Aspekten, die sich von den medizinischen unterscheiden, obwohl es schwierig ist, physiologische, medizinische oder psychologische Wirkungen auseinander zu halten. Der Grund für diese Differenzierung entstammt der Überlegung, das bestimmte „Stress“faktoren, d.h. Arbeitsbelastungen, unter anderen Randbedingungen als positive Stimulanzen gelten. Eines der besten Beispiele hierfür ist die sog. Blendung, die direkte und die Reflexblendung. Während man in Arbeitsumgebungen danach trachtet, beide möglichst gut zu eliminieren, kann der Architekt solcher Umgebungen Lichtquellen und glänzende Objekte absichtlich installieren, um eine stimulierende Umgebung zu realisieren. D.h., störender Glanz auf Maschinenteilen und das Feuer von Diamanten mögen zwar physikalisch dasselbe sein. Ihre Bedeutung kann aber vollkommen unterschiedlich sein.
In manchen Umgebungen, z.B. in Verkaufsräumen, können die gleichen physikalischen Objekte eine Stimulanz für manche Menschen (Kunden) und eine arge Störung für andere (Verkaufspersonal) bedeuten.

Dieses Forum wird sich hauptsächlich mit folgenden Fragen beschäftigen:

* Sehen und Wirkungen der Beleuchtung auf das Sehen und das Sehvermögen
* Zusammenwirken medizinischer, physiologischer und psychologischer Faktoren
* Beleuchtung und Arbeitsschutz allgemein

Für etwa ein Jahrhundert, genau genommen von 1920 an, wurde das Schaffen optimaler Bedingungen für Sehen und Erkennen als ein positiver Beitrag zur Sicherheit und Gesundheit erachtet. Die Logik dieser Überlegung wurde niemals geprüft, weil gute Sehbedingungen offenbar Ermüdung vermeiden helfen würden und eine geringere Ermüdung der Gesundheit des Arbeitnehmers zuträglich wäre. Seinerzeit, als Arbeitsmediziner für ein paar Lux kämpfen mussten, war die Logik unumstritten. Es war wahr, und es ist wahr, dass ein paar Lux mehr in einem Arbeitsbereich Unfälle verhüten hilft und so Leben retten kann, z.B. auf Baustellen in Tunnels. Aber: Wie viele Menschen arbeiten denn in solchen Umgebungen? Heute kann „Schaffen guter Sehbedingungen“ bedeuten, dass man jegliches (Fremd)Licht aus der Arbeitsumgebung verbannt, weil es die Sehleistung beim Erkennen der Information auf dem Bildschirm beeinträchtigt. Um Farben auf dem Bildschirm korrekt erkennen zu können, versuchen Benutzer jegliche Einwirkungen der Umgebung auf den Arbeitsplatz zu unterbinden. Und sie werden von Ergonomen dahingehend beraten. Die medizinische Forschung hat aber gezeigt, dass solche Menschen in einer biologischen Finsternis arbeiten – auch wenn sie ihre Umgebung für gleißend hell halten! Sie ist definitiv nicht hell genug.

Zum ersten Mal in der Geschichte leistet gutes Licht für Sehen nicht unbedingt einen positiven Beitrag zur Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer. Den ein Jahrhundert alten Glauben zu ändern, stellt eine wahnsinnig große Aufgabe dar. Jeder Beitrag, der hier weiter führt, kann einen Quantensprung in der Beleuchtungstechnik auslösen.

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