{"id":99,"date":"2009-07-19T15:34:59","date_gmt":"2009-07-19T13:34:59","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost:8888\/wordpress\/?p=99"},"modified":"2009-10-21T20:59:14","modified_gmt":"2009-10-21T18:59:14","slug":"licht-und-gesundheit-und-die-konsequenzen-fur-eine-nutzerorientierte-beleuchtungsplanung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/?p=99","title":{"rendered":"Licht und Gesundheit und die Konsequenzen f\u00fcr eine nutzerorientierte Beleuchtungsplanung"},"content":{"rendered":"<h3>Autor:<\/h3>\n<h2>Rolf B\u00fcntemeyer<\/h2>\n<h3>Kurzfassung<\/h3>\n<p><strong>Thesen<\/strong><\/p>\n<p>Lichtplanungen, insbesondere in B\u00fcros bzw. Arbeitsst\u00e4tten aber auch in Gesundheitseinrichtungen und in Versammlungsst\u00e4tten legen als wesentliche G\u00fctemerkmale des Lichtes die Erkennbarkeit und ggf. noch die Wohlbefindlichkeit des Nutzers zugrunde. Die Wechselwirkung Licht &#8211; Mensch wird hier nur am Rande beachtet.<\/p>\n<p><strong>L\u00f6sung<\/strong><\/p>\n<p>Die Gef\u00fchle und Empfindungen der Menschen sind nicht in Normen zu erfassen &#8211; nicht alles ist mathematisch erfassbar. Neue G\u00fctemerkmale und deren Wirkungen sowie das Erleben einer Beleuchtungsanlage im Kontext mit der Architektur, dem Tageslicht und der Technik k\u00f6nnen nur im Modell 1 : 1 erforscht werden. Die L\u00f6sung hei\u00dft<br \/>\nAmbience-management\u00ae ; Modelle 1 : 1.<\/p>\n<p>Der Nutzer kann den gesamten Aufenthaltsraum, das Krankenzimmer oder den Arbeitsplatz erleben. Stressfaktoren und andere Wechselwirkungen k\u00f6nnen gemessen werden. Planungs\u00e4nderungen sind rechtzeitig m\u00f6glich.<\/p>\n<h3>Beitrag<\/h3>\n<h3>Thesen<\/h3>\n<p>Lichtplanungen, insbesondere in B\u00fcros bzw. Arbeitsst\u00e4tten aber auch in Gesundheitseinrichtungen und in Versammlungsst\u00e4tten legen als wesentliche G\u00fctemerkmale des Lichtes die Erkennbarkeit und ggf. noch die Wohlbefindlichkeit des Nutzers zugrunde. Die Wechselwirkung Licht &#8211; Mensch wird hier nur am Rande beachtet.<\/p>\n<h3>1. These<\/h3>\n<p>Bei einer Ber\u00fccksichtigung der Wechselwirkungen des Lichtes auf den<\/p>\n<p>Nutzer einer Beleuchtungsanlage reichen die bisher in den DIN &#8211; Normen und<\/p>\n<p>anderen Planungsrichtlinien genannten G\u00fctemerkmale f\u00fcr eine gute Lichtplanung nicht aus.<\/p>\n<h3>2. These<\/h3>\n<p>Die Vorstellung einer Lichtplanung insbesondere bei dem Nutzer kann nicht \u00fcber eine Computerberechnung und -visualisierung erfolgen, sondern bedingt ein 1 : 1 &#8211; Modell einschlie\u00dflich der umgebenden Materialien wie Innenarchitektur, Einrichtungen, Tageslichteinfl\u00fcsse und Klimatisierung.<\/p>\n<h2>Begr\u00fcndung<\/h2>\n<p>Das Licht wird nicht nur \u00fcber das Auge und den Sehnerv in das Sehzentrum des Gehirns zum Sehen ben\u00f6tigt, sondern wirkt \u00fcber den Chiasmus, \u00fcber Zwischenhirn (Hypothalamus), Hirnanhangdr\u00fcse (Hypophyse) und \u00fcber die Zirbeldr\u00fcse (Epiphyse) auf die Bauchspeichel-, Schild- und Geschlechtsdr\u00fcsen und damit auf den gesamten Organismus des Menschen.<br \/>\nBei den Wirkungen der UV &#8211; Strahlung wird h\u00e4ufig f\u00e4lschlicherweise nur von Lichtsch\u00e4den gesprochen.<br \/>\nDie UV &#8211; Strahlen bewirken aber auch die photochemische Umwandlung oder Bildung biologisch aktiver Stoffe, die vom Blut- oder Lymphfluss \u00fcbertragen werden oder Wirkungen auf des Nervensystem aus\u00fcben.<\/p>\n<p>IR &#8211; Strahlung erzeugt haupts\u00e4chlich W\u00e4rme, was zu einer st\u00e4rkeren Durchblutung der Haut und bis zu einem gewissen Grad zu einer thermischen Behaglichkeit f\u00fchrt. Weitere Erh\u00f6hungen der Hauttemperatur f\u00fchren jedoch zu Schwei\u00dfbildung und damit zu einer Unbehaglichkeit.<br \/>\nViel zu wenig wird \u00fcber die vorgenannten positiven Wirkungen des Lichts geforscht und gesprochen, obwohl der Lichtbedarf bekannt ist (Lichtmangel erzeugt Depressionen) und obwohl das Licht in der Heilbehandlung oft angewendet wird.<\/p>\n<p>Der Melatonin &#8211; Haushalt, gesteuert durch Tageslicht\/ Nacht-Rhythmus oder auch den sogenannten circadianen Rhythmus &#8211; beeinflusst die Dr\u00fcsen und damit die Stressfaktoren.<br \/>\nBei der indirekten Beleuchtung spielt die spektrale Zusammensetzung eine gro\u00dfe Rolle, da die Raumfarben aus der Reflexion entstehen und daher wichtig f\u00fcr die Wirkung sind.<br \/>\nMit Hilfe unseres Auges sehen wir Farben und nat\u00fcrlich auch schwarz\/ wei\u00df\/ grau. Bis vor einigen Jahren haben wir alles mit der 3-FarbenTheorie erkl\u00e4rt. Doch so einfach ist das nicht. Schlie\u00dflich gibt es ja &#8211; je nach Betrachtungsweise; additiv oder subtraktiv &#8211; 4 Grundfarben: rot &#8211; gr\u00fcn &#8211; blau und gelb.<br \/>\nDie Farbenlehre basiert auf Erkenntnissen aus Physik, Biologie, Physiologie und Psychologie. Teilgebiete sind u.a. die Lehre vom Farbensehen und die Farbmetrik; zur Farbenlehre geh\u00f6ren auch die Lehre vom Sinneserlebnis Farbe und seinen Wirkungen, wozu Fragen der Farb\u00e4sthetik und der Farbenharmonie z\u00e4hlen.<br \/>\nBehaglichkeit wird durch nat\u00fcrliche Oberfl\u00e4chen (Stein, Holz) und durch nat\u00fcrliche Farben, d.h. die den unter Tageslicht wiedergegebenen Farben entsprechen\\ erreicht; wobei die Beleuchtungsst\u00e4rken zu beachten sind (80000 lux und 500 lux).<\/p>\n<p>Die W\u00e4rmewirkung der Leuchten in Verbindung mit der Klimaanlage und der Heizung wie auch die Lichtfarbe mit ihrem Einfluss auf die Architektur, aber auch die &#8222;Lichtpeaks&#8220;, durchaus erw\u00fcnscht durch Sonne und Leuchtenteile k\u00f6nnen mit einer Visualisierung in der Planungsphase nicht deutlich gemacht werden. Bei einem 1:1-Modell vor der eigentlichen Entwurfsplanung des Geb\u00e4udes k\u00f6nnen alle Einfl\u00fcsse bewertet und bei der Geb\u00e4udeplanung ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p>Oft werden viele Versuche unternommen, die geplanten und zu planenden R\u00e4ume zu beschreiben, wobei die Fachdisziplinen nebeneinander &#8211; jede f\u00fcr sich optimal &#8211; ohne Ber\u00fccksichtigung der eigentlichen Bed\u00fcrfnisse des Nutzer nebeneinander arbeiten.<\/p>\n<p>Mit statischen Modellen und Visualisierungen sind Architekten, Lichtplaner, Multimedia-Spezialisten und Modellbauer wie auch der Errichter (Baufirmen) besch\u00e4ftigt. Sie kosten viel Geld &#8211; und es sind dennoch nur marginale \u00c4nderungen m\u00f6glich, weil Planung oder sogar der Rohbau bereits stehen. Bei all diesen Versuchen bleiben die subjektive Empfindung, die sinnliche Wahrnehmung und meist sogar der Nutzer \u00fcberhaupt v\u00f6llig unber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<h2>L\u00f6sung<\/h2>\n<p>Die Gef\u00fchle und Empfindungen der Menschen sind nicht in Normen zu erfassen &#8211; nicht alles ist mathematisch erfassbar. Neue G\u00fctemerkmale und deren Wirkungen sowie das Erleben einer Beleuchtungsanlage im Kontext mit der Architektur, dem Tageslicht und der Technik k\u00f6nnen nur im Modell 1 : 1 erforscht werden. Die L\u00f6sung hei\u00dftAmbience-management\u00ae ; Modelle 1 : 1.<br \/>\nDer Nutzer kann den gesamten Aufenthaltsraum, das Krankenzimmer oder den Arbeitsplatz erleben. Stressfaktoren und andere Wechselwirkungen k\u00f6nnen gemessen werden. Planungs\u00e4nderungen sind rechtzeitig m\u00f6glich.<\/p>\n<h2>Zusammenfassung:<\/h2>\n<p>Die Lichtplanung kann nicht als eigenst\u00e4ndige Planung und nicht nur nach DIN &#8211; Normen und deren G\u00fctemerkmale durchgef\u00fchrt werden. Licht am Arbeitsplatz wie auch im \u00f6ffentlichen und privaten Raum muss nicht nur die Sehaufgaben, die Sicherheit und das Wohlbefinden ber\u00fccksichtigen, sondern im Kontext mit allen anderen an der Gestaltung und Ausstattung der Umwelt Beteiligten muss die Wechselwirkung des Lichtes mit dem Menschen im Vordergrund stehen.<\/p>\n<p>Nicht Laborversuche, sondern nutzernahe Modelle 1:1 und eine interdisziplin\u00e4re Zusammenarbeit der Architekten, Ingenieure und Mediziner mit den Entscheidungstr\u00e4gern und Nutzern lassen Arbeits-, Aufenthaltsr\u00e4ume und gestaltete Umwelt entstehen, die Leben, Gesundheit und Arbeiten zu einer Einheit zusammenfasst.<br \/>\nDen gesamten bebilderten Beitrag k\u00f6nnen Sie hier als PDF-Dokument herrunterladen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/buentemeyer_highlight_gdv-1.pdf\">buentemeyer_highlight_gdv-1<\/a><\/p>\n<p>eingestellt in CyberLux: 13. Februar 2003<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor: Rolf B\u00fcntemeyer Kurzfassung Thesen Lichtplanungen, insbesondere in B\u00fcros bzw. Arbeitsst\u00e4tten aber auch in Gesundheitseinrichtungen und in Versammlungsst\u00e4tten legen als wesentliche G\u00fctemerkmale des Lichtes die Erkennbarkeit und ggf. noch die Wohlbefindlichkeit des Nutzers zugrunde. 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