{"id":947,"date":"2010-02-16T20:14:02","date_gmt":"2010-02-16T18:14:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/?p=947"},"modified":"2020-11-28T13:13:16","modified_gmt":"2020-11-28T11:13:16","slug":"vollspektrumlicht-eine-kritische-wurdigung-der-literatur-aus-der-sicht-von-2010","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/?p=947","title":{"rendered":"Vollspektrumlicht &#8211; Eine kritische W\u00fcrdigung der Literatur aus der Sicht von 2010"},"content":{"rendered":"<h3>Autor<\/h3>\n<h2>Ahmet E. Cakir<\/h2>\n<h3>Kurzfassung<\/h3>\n<p>Das &#8222;Vollspektrumlicht&#8220; ist eine Vorstellung, die von dem Fotografen und Biologen John Ott gepr\u00e4gt wurde. Er hat hierzu diverse Experimente gef\u00fchrt und viele Studien, B\u00fccher, Artikel etc. ver\u00f6ffentlicht. Im Jahre 2001 erschien eine kritische W\u00fcrdigung der bis dahin bekannten bzw. von den Autorinnen Vietch und McCall analysierten kommentierten Ver\u00f6ffentlichungen \u00fcber behauptete bzw. festgestellte Wirkungen. Das ERGONOMIC Institut hatte sich mit diesem Thema nicht im Rahmen von experimentellen Studien befasst, weil die installierte Basis verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gering war. Zwar wurden im Rahmen der Studie &#8222;Licht und Gesundheit&#8220; die Wirkungen der Beleuchtung in deutschen B\u00fcros auf den Menschen untersucht. Die untersuchten Einrichtungen durften aber nicht mit speziellen Vorgaben entstanden sein. Daher war es nicht m\u00f6glich, Beleuchtungen mit Vollspektrumlampen zu untersuchen, weil alle gefundenen Anlagen im Glauben an eine positive Wirkung entstanden waren. Daher die Literaturstudie.<\/p>\n<p>Im Jahr 2010 sieht die Welt der Lichttechnik v\u00f6llig anders aus als im Jahr 2001 und davor. Die Frage ist, inwiefern die Literaturstudie von 2001 beibehalten werden kann. Der folgende Beitrag ist auf der Basis der Studie von 2001 neu erstellt worden, um die Unterschiede deutlich zu machen. Die fr\u00fchere Version wird weiterhin verf\u00fcgbar sein, um nicht einer fragw\u00fcrdigen Praxis zu folgen, die darin besteht, dass Forscher ihre Ver\u00f6ffentlichungen mit einem Verfallsdatum versehen.<\/p>\n<p>Aus heutiger Sicht viele Ver\u00e4nderungen gegen\u00fcber 2001 festzustellen, obwohl die neu erfassten Studien z.T. noch \u00e4lter sind. Die wichtigste Ver\u00e4nderung, die man feststellen kann, ist die neue Bedeutung, die man Farbe, Lichtfarbe, Farbwiedergabe und Spektrum beimisst. Da die &#8222;Vollspektrumlampen&#8220; in allen aufgez\u00e4hlten Punkten Unterschiede zu \u00fcblichen Leuchtstofflampen aufweisen, f\u00e4llt deren bewertung aus heutiger Sicht in vielen Punkten anders, meist positiver, aus<\/p>\n<h3>Beitrag<\/h3>\n<h3>Anlass<\/h3>\n<p>Die Studien, die vom ERGONOMIC Institut zum Thema \u201eLicht und Gesundheit\u201c durchgef\u00fchrt und seit dem Jahr 1990 in dem gleichnamigen Forschungsbericht ver\u00f6ffentlicht wurden, haben das sog. \u201eVollspektrumlicht\u201c stets unber\u00fccksichtigt gelassen. Der Grund f\u00fcr uns war die mangelnde Installationsbasis in der Praxis, die eine gro\u00df angelegte Feldstudie nicht zulie\u00df. Mit kleineren Feldstudien, an denen nur wenige Testpersonen teilgenommen haben, hat man zwar den gr\u00f6\u00dften Teil des Wissens in der Lichttechnik ermittelt, jedoch w\u00fcrden nur wenige empirische Arbeiten auf diesem Gebiet auch nur halbwegs strengen Anforderungen an wissenschaftliche Methodik erf\u00fcllen. Die Literatur um eine neue Publikation zu erweitern, die mit M\u00e4ngeln behaftet w\u00e4re, die der Autor an anderer Stelle kritisiert, verbietet sich von selbst.<\/p>\n<p>Im Jahre 2001 war es durch eine Ver\u00f6ffentlichung der Autorinnen Veitch, J. A.; McColl, S. L. zu diesem Thema m\u00f6glich geworden, die bis dahin bekannte Literatur zu sichten und zu bewerten. Naturgem\u00e4\u00df konnte dies nur mit einer Auswahl vorgenommen werden, weil zum Thema Vollspektrumlicht viele Ver\u00f6ffentlichungen existierten. Daher fehlten in den damaligen Betrachtungen einige Studien. Dies allein w\u00e4re nicht Grund genug, eine Arbeit &#8211; die Ver\u00f6ffentlichung von 2001 &#8211; selbst zu \u00fcberpr\u00fcfen. Aber ein anderes Ereignis aus dem gleichen Jahr, das die Lichttechnik in den Grundfesten ersch\u00fcttert hat, macht dies zwingend notwendig. Im Jahr 2001 wurde im Auge ein Rezeptor entdeckt, den der eigentliche Entdecker, der Brite Prof. Foster, f\u00fcr eine Chim\u00e4re hielt, weil er der Meinung war, dass die Forschung so etwas h\u00e4tte unm\u00f6glich mehrere Jahrhunderte lang \u00fcbersehen k\u00f6nnen. So \u00e4hnlich erging es dem deutschen Augenmediziner Prof. Hollwich, der seit den 1940er Jahren behauptet hatte, vom Auge ginge ein zweiter Kanal zum Gehirn, der mit Sehen nichts zu tun h\u00e4tte. Bei ihm war es die Fachwelt, die nicht glauben wollte, dass Hollwich etwas entdeckt h\u00e4tte, was andere \u00fcberhaupt nicht bemerkt hatten.<\/p>\n<p>Dieser Empf\u00e4nger dient, wie von Hollwich behauptet, nicht einem bildhaften Sehen, sondern der Wahrnehmung der Umwelt zum Zwecke der Steuerung von Hormonen. Da sich dessen Empfindlichkeitskurve erheblich von der f\u00fcr das Sehen ma\u00dfgeblich gehaltenen V(?)-Kurve unterscheidet, das Maximum liegt im blauen Bereich, muss man die Bewertung von \u201eVollspektrumlicht\u201c kritisch \u00fcberpr\u00fcfen. Das Licht der Lampen, die so bezeichnet werden, unterscheidet sich n\u00e4mlich von anderen wesentlich durch sein Spektrum.<\/p>\n<h3>Was ist \u201eVollspektrumlicht\u201c<\/h3>\n<p>Die nachfolgenden Erl\u00e4uterungen stammen aus der Ver\u00f6ffentlichung von 2001 (Cakir, A; Cakir, G., 2001) und stimmen mit der heutigen Sichtweise \u00fcberein.<br \/>\nAuf diese Frage l\u00e4sst sich eine einfache und eine erkl\u00e4rende Antwort finden. Die einfache Antwort ist: \u201eVollspektrumlicht\u201c ist Tageslicht bzw. dessen Simulation mit elektrisch erzeugtem Licht. Diese Antwort kann aber nicht befriedigend sein, da man bei der Suche nach dem Spektrum des Tageslichts nicht nur ein Spektrum finden wird.<br \/>\nErkl\u00e4ren kann man das Wort \u201eVollspektrumlicht\u201c ausgehend vom Spektrum einer Entladungslampe (s. Bild 1).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/radiumf41slin.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-942\" title=\"radiumf41slin\" src=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/radiumf41slin.gif\" alt=\"radiumf41slin\" width=\"500\" height=\"307\" srcset=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/radiumf41slin.gif 500w, http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/radiumf41slin-300x184.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a>Bild 1 Spektrum einer Entladungslampe (Quelle http:\/\/www.cwaller.de)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n<p style=\"text-align: left;\">Dieses Spektrum ist gepr\u00e4gt durch Licht mit ausgesprochen ungleichm\u00e4\u00dfiger Verteilung mit einem \u00fcberm\u00e4\u00dfig gro\u00dfen Anteil im gr\u00fcnen bzw. gelben Bereich. Als \u201eVoll\u201c bezeichnet man das Spektrum, wenn es etwa der (gleichm\u00e4\u00dfigen) Verteilung des Sonnenlichts entspricht, das aus Bild 2 hervorgeht.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Spektrum.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-951\" title=\"Spektrum\" src=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Spektrum.png\" alt=\"Spektrum\" width=\"500\" height=\"390\" srcset=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Spektrum.png 500w, http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Spektrum-300x234.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a>Bild 2 Verteilung des Spektrums des Sonnenlichts und einer Schwefellampe<br \/>\n(Quelle: http:\/\/international.mmm.com, ver\u00e4ndert zur Veranschaulichung des sichtbaren Bereichs)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: left;\">Diese Kurven zeigen, dass das Sonnenlicht (nicht zu verwechseln mit Tageslicht) ein kontinuierliches Spektrum aufweist, das zwar im Bereich der h\u00f6chsten Augenempfindlichkeit etwa den H\u00f6chstwert hat, aber nicht nur dort. Ein erheblicher Teil der Sonnenstrahlung wird bei kleineren Wellenl\u00e4ngen (&lt; 380 nm) emittiert als Licht, das ist die lebenswichtige UV-Strahlung. (Anm.: Die vielfach benutzte Bezeichnung \u201eUV-Licht\u201c entspricht nicht der lichttechnischen Nomenklatur.)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Was in der Praxis als \u201eVollspektrumlampe\u201c bezeichnet wird, emittiert zum einen ein wesentlich \u201evolleres\u201c Spektrum als in Bild 1 und zum anderen einen Anteil an UV-Strahlung. Allerdings ist die N\u00e4herung an die Spektralverteilung des Sonnenlichts alles andere als ideal (Bild 3). H\u00e4ufig werden die Emissionsspitzen zur Versch\u00f6nerung des Bildes gekappt, wodurch man eine nicht vorhandene Gleichm\u00e4\u00dfigkeit vort\u00e4uscht.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die \u201eVollspektrumlampen\u201c zeichnen sich dadurch aus, dass ihre \u00e4hnlichste Farbtemperatur oberhalb 5.000 K liegt und ihre Farbwiedergabe den meisten Leuchtstofflampen \u00fcberlegen ist (allgemeiner Farbwiedergabeindex &gt;90). Damit wirkt ihr Licht \u201ek\u00e4lter\u201c als bei Lampen der Lichtfarben \u201ewarmwei\u00df\u201c und \u201eneutral wei\u00df\u201c. (Anmerkung: Die Vorstellung \u201eh\u00f6here Farbtemperatur = k\u00e4lteres Licht\u201c ist nicht ohne weiteres verst\u00e4ndlich, weil man mit h\u00f6heren Temperaturen die Vorstellung von mehr W\u00e4rme verbindet. Etwas verst\u00e4ndlicher wird es, wenn man sich den blauen Himmel anschaut und dessen Licht mit dem einer Kerze vergleicht. Die Kerze, deren Flamme eine Temperatur von \u00fcber 1500 Kelvin aufweist, wirkt sehr viel w\u00e4rmer als das Licht des Himmels, um es zu erzeugen nicht einmal die Temperatur des L\u00f6tbrenners (\u00fcber 5.000 K im Kern) ausreicht. Um das klare n\u00f6rdliche Himmelslicht zu erzeugen, m\u00fcsste ein K\u00f6rper auf etwa 15.000 K erhitzt werden.)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Vollspektrum-nach-Boyce1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-953\" title=\"Vollspektrum nach Boyce\" src=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Vollspektrum-nach-Boyce1.jpg\" alt=\"Vollspektrum nach Boyce\" width=\"500\" height=\"267\" srcset=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Vollspektrum-nach-Boyce1.jpg 500w, http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Vollspektrum-nach-Boyce1-300x160.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a>Bild 3 Spektrum einer Vollspektrumlampe<br \/>\n(Quelle: Boyce, 1994, ver\u00e4ndert zur Veranschaulichung des sichtbaren Bereichs)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n<p style=\"text-align: left;\">Eine fr\u00fchere Auseinandersetzung mit der \u201eVollspektrumlampe\u201c und ihren Eigenschaften findet sich in Boyce, 1994.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Anhebung der spektralen Anteile des Lichts einer Lampe hat in der Regel einen gravierenden Einfluss auf deren Lichtausbeute. Bei zwei Lichtquellen mit \u00e4hnlicher Technik der Lichterzeugung (z.B. Leuchtstofflampen) weist diejenige, die ein gleichm\u00e4\u00dfiges Spektrum emittiert, immer eine kleinere Lichtausbeute auf als diejenige, die vorwiegend im gelb-gr\u00fcnen Bereich emittiert. Dieser Unterschied ist nicht etwa marginal, vielmehr verbrauchen \u201eDeLuxe\u201c-Lampen (Bild 4) mit besserem Spektrum f\u00fcr die Erzeugung des gleichen Lichtstroms bis zu 60% mehr Energie als vergleichbare Lampen mit schlechterem Spektrum. F\u00fcr einen Bauherrn hei\u00dft dies, dass man bei einem gewissen Beleuchtungsniveau etwa 2\/3 mehr an Lampen bzw. Leuchten installieren m\u00fcsste. Allerdings muss man dazu bedenken, dass die g\u00e4ngige Beleuchtungspraxis, bei der man den gr\u00f6\u00dften Teil des Lichts sinnlos im Raum verteilt, nicht gerade als intelligent bezeichnet werden kann. Denkbar ist, dass man Lampen mit einem besseren Spektrum (und daher schlechterem Wirkungsgrad) einsetzt, aber trotzdem gegen\u00fcber einer \u00fcblichen Beleuchtung Energie spart, indem das Licht zielgerichtet eingesetzt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Vergleich-von-Spektren.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-954\" title=\"Vergleich von Spektren\" src=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Vergleich-von-Spektren.jpg\" alt=\"Vergleich von Spektren\" width=\"500\" height=\"154\" srcset=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Vergleich-von-Spektren.jpg 500w, http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Vergleich-von-Spektren-300x92.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Bild 4 Vergleich der Spektren einer relativ billigen Entladungslampe und einer DeLuxe-Lampe<br \/>\n(Quelle: (linkes Bild) http:\/\/www.cwaller.de)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<h2 style=\"text-align: left;\">Behauptete Effekte der Vollspektrumbeleuchtung<\/h2>\n<p>Der Vater der Idee der Vollspektrumlampe, John N. Ott, hat eine Reihe von gesundheitlichen Sch\u00e4den mit der k\u00fcnstlichen Beleuchtung mittels Leuchtstofflampen in Verbindung gebracht. Er selbst war \u00fcberzeugt, dass das bessere Licht seine Gesundheit f\u00f6rderte, und zog deswegen nach Sarasota, Florida. Seinen Glauben an die Wirkung des Lichts hat er zum einen durch Experimente mit Pflanzenwachstum gefunden und zum anderen durch Erfahrungen von U-Bootbesatzungen, die nach der Einf\u00fchrung von nuklear angetriebenen Unterwasserschiffen Monate ohne Sonnenlicht verbringen mussten. Ott hat gezeigt, dass der K\u00f6rper bei \u201efalscher\u201c Beleuchtung nicht alle N\u00e4hrstoffe optimal aufnehmen kann, wodurch nicht nur Erm\u00fcdung oder Depressionen entstehen k\u00f6nnen. Weitere Wirkungen, die Ott angef\u00fchrt hat, reichen von Haarausfall bis Krebs.<br \/>\nIn anderen Ver\u00f6ffentlichungen wurden folgende Wirkungen angef\u00fchrt (Gifford, 1994):<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"file:\/\/\/Users\/ahmet\/Library\/Caches\/TemporaryItems\/moz-screenshot.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"file:\/\/\/Users\/ahmet\/Library\/Caches\/TemporaryItems\/moz-screenshot-1.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"file:\/\/\/Users\/ahmet\/Library\/Caches\/TemporaryItems\/moz-screenshot-2.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<thead>\n<tr>\n<td rowspan=\"5\" width=\"159\" valign=\"top\">Physiologische    Wirkungen<\/td>\n<td width=\"255\" valign=\"top\">Erh\u00f6hung der    Sehsch\u00e4rfe<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"255\" valign=\"top\">Verminderung    der Erm\u00fcdung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"255\" valign=\"top\">Verminderung    der Kariesgefahr<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"255\" valign=\"top\">Beschleunigung    der K\u00f6rperreife<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"255\" valign=\"top\">Verbesserung    der Nervenfunktionen<\/td>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td rowspan=\"3\" width=\"159\" valign=\"top\">Therapeutische   Wirkungen<\/td>\n<td width=\"255\" valign=\"top\">Reduzierung der   Winterdepression<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"255\" valign=\"top\">Reduzierung der   Blumie<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"255\" valign=\"top\">Reduzierung des   Hyperaktivit\u00e4t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"3\" width=\"159\" valign=\"top\">Leistungsf\u00e4higkeit<\/td>\n<td width=\"255\" valign=\"top\">Erh\u00f6hung des   Schulerfolgs<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"255\" valign=\"top\">Verbesserung   der Teilnahme am Unterricht<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"255\" valign=\"top\">Verbesserung   der Aufmerksamkeit<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"2\" width=\"159\" valign=\"top\">Befindlichkeit\u00a0 Wahrnehmung<\/td>\n<td width=\"255\" valign=\"top\">Steigerung des   Wohlbefindens<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"255\" valign=\"top\">Bessere   Akzeptanz des Lichtspektrums<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<ul>\n<li>Vollspektrumlicht soll das Sehverm\u00f6gen dramatisch steigern, das Lernverhalten von Sch\u00fclern und den Lernerfolg verbessern.<\/li>\n<li>Der UV-Anteil der emittierten Strahlung soll in Arbeitsst\u00e4tten die Wirkung ersetzen, die das Tageslicht im Freien aus\u00fcben w\u00fcrde. Hierzu ist zu bedenken, dass der Mensch in Industriegesellschaften bis zu 90% seines Lebens in geschlossenen R\u00e4umen verbringt, in die Tageslicht nicht, wenig oder spektral ver\u00e4ndert eintritt.<\/li>\n<li>Vollspektrumlampen sollen bei der Therapie von Winterdepression erfolgreich sein (Maas, Jayson &amp; Kleiber, 1974). Sie sollen sich positiv bei Hyperaktivit\u00e4tsst\u00f6rungen von Kindern auswirken.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Insgesamt werden ausschlie\u00dflich positive Wirkungen behauptet, die von einer Verbesserung der Befindlichkeit bis hin zur Verh\u00fctung von Krebserkrankungen reichen.<\/p>\n<p>Diesbez\u00fcgliche Behauptungen wurden fr\u00fcher als nicht seri\u00f6s abgetan, weil man sich keinen Wirkmechanismus vorstellen konnte. Bei \u00fcblichen Einwirkungen, z.B. von Giften oder gasf\u00f6rmigen Stoffen, stellt man sich die Einwirkung h\u00e4ufig nach dem S-O-R Modell vor. Dabei steht \u201eS\u201c f\u00fcr Stimulus (Reiz), \u201eO\u201c f\u00fcr Organismus und \u201eR\u201c f\u00fcr Reaktion. Diesem Konzept liegt die Vorstellung zugrunde, dass ein Stimulus (zum Beispiel ein Wirkstoff) im Organismus verarbeitet wird und sodann zu Reaktionen f\u00fchrt (zum Beispiel zu gesteigerter Arbeitsleistung). Das S-O-R-Konzept wurde 1929 von Robert S. Woodworth eingef\u00fchrt. Wie k\u00f6nnte Licht (Reiz), von Au\u00dfen auf die Haut einwirkend, zur Ver\u00e4nderung eines inneren Organs (z.B. Dickdarmkrebs) f\u00fchren? Zwar hatte man bereits in den 1980er Jahren wissenschaftlich fundierte Hinweise \u00fcber einen Zusammenhang von bestimmten Krebserkrankungen und Licht. Eine Vorstellung von der Wirkungsweise hatte man aber nicht. (Auch heute wei\u00df man zuwenig dar\u00fcber, man hat aber eine Vorstellung davon, wie die Einwirkung erfolgen k\u00f6nnte.)<\/p>\n<p>Die heute in der Beleuchtungstechnik \u00fcbliche Vorstellung, dass die genaue Zusammenstellung der Strahlung in einem Spektrum unwichtig sei gegen\u00fcber der vom Auge erzeugten \u201eLichtfarbe\u201c, geht auf eine Wirkungsweise zur\u00fcck, die man der Physik entlehnt hat: \u201e<em> Es geh\u00f6rt zu den Grundgesetzen der Physik und der Biophysik, da\u00df nur dort eine Wirkung erzielt werden kann, wo Strahlung absorbiert wird. Fu?r die Absorption von Licht im Auge sind im Bereich des Tagessehens drei Zapfenpigmente verantwortlich, deren Absorptionskurven sich jeweils u?ber mehr als 100 nm erstrecken. Das Farbensehen des Menschen basiert also darauf, da\u00df der Lichtreiz, wie immer er auch spektral zusammengesetzt sein mag, von den drei Zapfenpigmenten entsprechend ihren Absorptionskurven absorbiert wird und daraus drei entsprechende Rezeptorsignale resultieren. Aus den Rezeptorsignalen kann nicht mehr eindeutig auf die spektrale Zusammensetzung der erregenden Strahlen zuru?ckgeschlossen werden. Es ist seit langem bekannt, da\u00df das Auge nicht in der Lage ist, die spektrale Zusammensetzung des Lichtes zu erkennen. Wir registrieren gewisserma\u00dfen nur einen Summeneindruck, den wir als Farbe bezeichnen. Da nun der prim\u00e4re Absorptionsproze\u00df bereits in der Netzhaut ablauft, also die Information u?ber die spektrale Zusammensetzung des Prim\u00e4rlichtes zwangsl\u00e4ufig dort bereits verloren geht, k\u00f6nnen alle nachgeschalteten Nervenzellen nur noch die durch drei Komponenten festgelegte Farbe, aber nicht mehr die spektrale Zusammensetzung des Prim\u00e4rlichtes, registrieren.<\/em>\u201c (Hartmann und M\u00fcller-Limmroth, 1981)<\/p>\n<p>Demnach ist es gleichg\u00fcltig, wie sich das Spektrum zusammensetzt, sofern die Signale aus den drei Pigmenten gleich sind. Diese Vorstellung wurde auch im Jahre 2009 in mindestens zwei F\u00e4llen publiziert. Allerdings kann man sich dann \u00fcberhaupt nicht erkl\u00e4ren, wie sich das Spektrum sogar auf die Physiologie des Menschen auswirkt. So wurde z.B. experimentell festgestellt, dass die Lichtfarbe vom Licht die W\u00e4rmeempfindung eines Raums zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt beeinflusst (). Oder, dass die Lichtfarbe den Verlauf der K\u00f6rperkerntemperatur beeinflusst, wie Morita und Tokura (Morita und Tokura, 1996) gezeigt haben: Die Arbeit zeigt, dass die Lichtfarbe von \u00fcblichen Lampen (3000K und 6500K) einen messbaren Einfluss auf physiologische Gr\u00f6\u00dfen aus\u00fcbt. D.h.; es ist nicht gleichg\u00fcltig, welche Lichtfarbe gew\u00e4hlt wird.<\/p>\n<p>Die F\u00fclle von Forschungsergebnissen, die die Wirksamkeit der spektralen Zusammensetzung des Lichts auf viele physiologische Vorg\u00e4nge zeigen, legt nahe, die fr\u00fcheren Positionen gr\u00fcndlich zu \u00fcberdenken. Da bei vielen Studien bereits relativ moderate Unterschiede in der Lichtfarbe (z.B. warmwei\u00df gegen neutralwei\u00df) als wirksam nachgewiesen werden konnten, scheint es wahrscheinlich, dass das wesentlich unterschiedliche Spektrum der Vollspektrumlampen eine gr\u00f6\u00dfere Wirkung entfaltet.<\/p>\n<h2>Forschungsergebnisse<\/h2>\n<h3>G\u00fcte der Simulation<\/h3>\n<p>Boyce hat an Hand der Spektralverteilungen von Tageslicht zu verschiedenen Phasen des Tages und der der \u201eVollspektrumlampen\u201c demonstriert, dass die Lampen allenfalls eine m\u00e4\u00dfige Simulation des nat\u00fcrlichen Lichts darstellen. Dazu muss aber hinzugef\u00fcgt werden, dass auch das \u201eTageslicht\u201c in Innenr\u00e4umen weit davon entfernt ist, nat\u00fcrliches Licht zu sein.<\/p>\n<p>Man muss \u00fcberhaupt in Frage stellen, ob es Sinn macht, die im Freien vorhandene Sonnenstrahlung \u00fcberhaupt als \u201eLicht\u201c zu behandeln. Denn Licht ist definiert als die sichtbare Strahlung bewertet nach der Empfindlichkeitsfunktion des menschlichen Auges f\u00fcr das Tagessehen. Diese Funktion selbst ist in den 1920er Jahren auf fragw\u00fcrdige Weise ermittelt worden und gilt, wenn \u00fcberhaupt, f\u00fcr das Zentrum der Retina. Sie gilt nicht einmal f\u00fcr die Steuerung der Pupille, ohne die der Sehvorgang nicht erfolgen kann. Das Sonnenspektrum reicht sowohl im kurzwelligen Bereich (UV) als auch im langwelligen (IR) weit \u00fcber den sichtbaren Bereich hinaus, wobei gerade die Bereiche, die nicht als Licht erfasst werden, lebenswichtig sind. Bereits das \u00fcbliche Fensterglas reduziert diese Anteile erheblich. Bei der heute aus Gr\u00fcnden der Energieeffizienz empfohlenen Dreifachverglasungen wird Infrarot abgeschnitten, und nicht nur der UV-Bereich v\u00f6llig au\u00dfen vor gelassen, sondern auch ein kleiner Teil vom Blau. D.h., auch das Tageslicht in Geb\u00e4uden unterscheidet sich in lebenswichtigen Punkten vom Tageslicht drau\u00dfen, ohne dass dies thematisiert worden ist.<br \/>\nDa das Tageslicht am Arbeitsplatz trotz der o.g. M\u00e4ngel nachweislich eine positive Wirkung entfaltet, d\u00fcrfte man den Vollspektrumlampen die m\u00e4\u00dfige G\u00fcte der Simulation nicht vorwerfen.<\/p>\n<p>Auch in anderer Hinsicht ist die Simulation der nat\u00fcrlichen Situation mit Hilfe von Vollspektrumlampen m\u00e4\u00dfig. Das betrifft die \u201eLichtmenge\u201c, d.h. die Helligkeit im Raum. Diese wird gew\u00f6hnlich, mangels besserer Ma\u00dfe, an der Beleuchtungsst\u00e4rke gemessen, und zwar gemessen auf einer horizontalen Ebene. Man nimmt diese Ebene, weil man annimmt, dass das Licht von oben einf\u00e4llt und der Betrachter des beleuchteten Objekts von oben guckt. Die f\u00fcr die biologischen Wirkungen ma\u00dfgebliche Lichtmenge ist die, die durch die Pupille ins Auge eindringt. Hierf\u00fcr ist die Horizontalbeleuchtungsst\u00e4rke ein denkbar schlechtes Ma\u00df. Hingegen f\u00e4llt das Tageslicht in Arbeitsr\u00e4umen unter einem g\u00fcnstigen Winkel ein, derart, dass bei gleicher Beleuchtungsst\u00e4rke die ins Auge eindringende Lichtmenge zwei bis drei Mal h\u00f6her ausf\u00e4llt. Dies gilt \u00fcbrigens f\u00fcr alle k\u00fcnstliche Beleuchtungen mit Ausnahme der sehr seltenen Anlagen, die mit wandmontierten Leuchten arbeiten.<br \/>\nEin weiterer Faktor, bei dem Vollspektrumlampen das Tageslicht nicht gut simulieren k\u00f6nnen, ist die Ver\u00e4nderlichkeit. Insbesondere durch seine fortlaufende Ver\u00e4nderung in Menge und Qualit\u00e4t steuert das Tageslicht viele K\u00f6rperfunktionen und tr\u00e4gt so der Gesundheit bei. Eine solche Wirkung kann bei k\u00fcnstlicher Beleuchtung nur k\u00fcnstlich herbei gef\u00fchrt werden. Ob man damit einen \u00e4hnlichen Effekt erzielen kann wie bei nat\u00fcrlichem Licht, ist nicht erwiesen. Es kann aber auch sein, dass man sogar eine bessere Wirkung erzielen kann, weil man k\u00fcnstliches Licht besser steuern kann. Derzeit gibt es viele Bem\u00fchungen, die Dynamik des Tageslichts mit k\u00fcnstlicher Beleuchtung nachzubilden, die von technischen Versuchen bis zu Forschungsprojekten reichen.<\/p>\n<h3>Biologische Wirkungen<\/h3>\n<p>Wie man mittlerweile wei\u00df, spielt das Spektrum des Lichts eine gro\u00dfe Rolle bei den sog. nicht-visuellen Wirkungen. Diese wurden z.B. auf internationalen Kongressen zum Thema Licht und Gesundheit (s. CIE, 2004 und CIE 2006) thematisiert. Bei einem anderen internationalen Kongress im Jahre 2009 (Lux Europa 2009) waren Tageslicht, Farbe, Farbwiedergabe und Spektrum die am h\u00e4ufigsten benutzten Begriffe.<\/p>\n<p>Da Vollspektrumlicht eine andere spektrale Zusammensetzung aufweist als sonstige Leuchtstofflampen und eine bessere Farbwiedergabe erm\u00f6glicht, ist zumindest aus theoretischer Sicht eine andere biologische Wirksamkeit anzunehmen.<\/p>\n<p>Da die Studien zu biologischen Wirkungen des Lichts einen enormen Umfang weingenommen haben, sei an dieser Stelle nur ein Auszug bez\u00fcglich der Wirkung einer Eigenschaft, der Farbtemperatur, angef\u00fchrt, die in der Normung der Beleuchtung von Arbeitsst\u00e4tten allenfalls als eine Nebens\u00e4chlichkeit behandelt wird. In der Literaturstudie von Yasukouchi and Ishibashi (2005) werden unter anderem folgende Ergebnisse von fr\u00fcheren Studien angef\u00fchrt:<br \/>\nDie Literatur zeigt, dass dass die Spektralverteilung des Lichts offensichtlich physiologische K\u00f6rperfunktionen \u00fcber den nicht-visuellen Kanal beeinflusst. Die fr\u00fcheren Untersuchungen aus dem Labor der Autoren haben solche Effekte durch physiologische Messungen festgestellt.<br \/>\n<strong>Iwakiri et al<\/strong> (1997) haben mit drei Farbtemperaturen (3000K, 5000K und 7500K) experimentiert. Die Probanden waren 7 junge M\u00e4nner. Das Tageslicht (7500K) hat im Vergleich zu warmwei\u00dfen Licht die Wachheit gesteigert, die Leistung reduziert.<br \/>\n<strong>Yasukouchi and Ejima<\/strong> (1998) haben den Einfluss von Farbtemperaturen auf die Wachheit beim L\u00f6sen von Denkaufgaben studiert und u.a. festgestellt, dass der Haltungswechsel auch beeinflusst wurde.<br \/>\n<strong>Ishibashi et al<\/strong>. (1997) haben den kombinierten Einfluss von Raumtemperatur, Farbtemperatur und L\u00e4rm auf die Variabilit\u00e4t von Herzschlag untersucht. Die Studie hat den Einfluss der Farbtemperatur und dessen Interaktion mit den anderen Umweltparametern nachgewiesen.<br \/>\n<strong>Tsutsumi et al<\/strong>. (2002) haben den Einfluss von Farbtemperatur auf Pulsvariabilit\u00e4t und Blutdruck untersucht. Auch hier wurde festgestellt, dass die Farbtemperatur Blutdruck und Schlafqualit\u00e4t beeinflusst. Den gr\u00f6\u00dften Anstieg des Blutdrucks verursachte die Farbtemperatur von 6700K (Vergleich 3000K und 5000K).<\/p>\n<p><strong>Tottori et al<\/strong>. (2000) haben herausgefunden, dass die Abnahme der K\u00f6rpertemperatur nach einem Bad in einem Ruheraum signifikant von der Farbtemperatur des Lichts beeinflusst wird.<strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>Higashihara et al<\/strong>. (2002) haben die Daten aus diesem Experiment (K\u00f6rpertemperatur und EEG) in der Schlafphase analysiert und herausgefunden, dass die Farbtemperatur auch diese beeinflusst.<br \/>\n(Literaturstellen k\u00f6nnen der Studie entnommen werden, eine Zusammenfassung der Ergebnisse in Deutsch unter http:\/\/lichtundgesundheit.de\/Lichtundgesundheit\/Yasukouchi.html).<br \/>\n<strong> <\/strong><br \/>\nAuch die fr\u00fcher bel\u00e4chelte Theorie der Krebserzeugung in Zusammenhang mit Licht wird heute insofern ernst genommen, dass man so erhebliche Bez\u00fcge hat herstellen k\u00f6nnen, dass heute viele Studien durchgef\u00fchrt werden. Im Jahr 2007 hat die Weltgesundheitsorganisation Nacht- und Schichtarbeit als potenzielle Ursache von Krebs anerkannt (f\u00fcr mehr s. http:\/\/www.reuters.com\/article\/pressRelease\/idUS83251+30-Nov-2007+PRN20071130). In diesem Zusammenhang wird Licht in der Nacht (und nicht k\u00fcnstliches Licht als solches) wird als krebsausl\u00f6sender Umweltfaktor behandelt (s. http:\/\/jnci.oxfordjournals.org\/cgi\/content\/full\/93\/20\/1513 ). Das bedeutet u.a., dass man die n\u00e4chtliche Beleuchtung von Arbeitsst\u00e4tten besonders unter die Lupe nehmen muss, bei der man nicht mehr dem ewigen Motto der Lichttechnik folgen darf, dass mehr Licht besser sei.<\/p>\n<p>Die bis zum Jahr 1991 bekannt gewordenen Wirkungen dieser Art werden in einem Forschungsbericht des US-Kongresses behandelt und diskutiert (Herdmann et al 1991). Weitere Quellen sind CIE 2001, CIE 2004 und CIE 2006. Eine gemeinsame Betrachtung aller relevanten Dokumente aus diesen Quellen und aus weiteren ergibt eine F\u00fclle von Einfl\u00fcssen der Farbe, des Spektrums und der spektralen Zusammensetzung des Lichts, sodass man sich eigentlich wundern m\u00fcsste, warum gerade Vollspektrumlicht nicht Gegenstand von noch viel mehr Studien geworden ist.<\/p>\n<h3>Wirkungen des UV-Anteils<\/h3>\n<p>Die Bef\u00fcrworter der Vollspektrumlampe weisen darauf hin, dass in Innenr\u00e4umen die lebenswichtige UV-Strahlung fehle. Dieses Argument ist zweifellos stichhaltig. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen in der Photochemie nimmt man an, dass das Leben auf der Erde durch chemische Prozesse begonnen haben muss, die durch die UV-Strahlung in Gang gesetzt worden sind. Lebenswichtige Wirkungen der UV-Strahlung f\u00fcr den Menschen wie die Anregung der Vitamin D-Produktion sind seit langem bekannt.<\/p>\n<p>Die Schwachstelle der Argumentation liegt allerdings bei der Frage der Intensit\u00e4t. Die lebenswichtige UV-Strahlung kann bei \u00dcberschreitung gewisser Grenzen der Bestrahlung auch eine t\u00f6dliche Gefahr bedeuten. Auch dies wei\u00df man nicht zuletzt aus der Photobiologie, nach deren Erkenntnissen das Leben zwar unter UV-Einwirkung begonnen haben muss, jedoch sofort vernichtet worden w\u00e4re, wenn sich die ersten Lebenskeime nicht h\u00e4tten in gr\u00f6\u00dfere Wassertiefen bewegen k\u00f6nnen, die Schutz vor UV-Strahlung boten. \u201eDie Dosis macht, dass ein Ding kein Gift sei\u201c, sagte vor etwa f\u00fcnfhundert Jahren Paracelsus. Das gleiche gilt auch f\u00fcr die UV-Strahlung, die sowohl Hautleiden verursachen als auch kurieren helfen kann.<\/p>\n<p>Die Frage der Intensit\u00e4t d\u00fcrfte den Schl\u00fcssel f\u00fcr weitere Betrachtungen liefern. In Innenr\u00e4umen fehlt tats\u00e4chlich die UV-Strahlung aus nat\u00fcrlichen Quellen fast v\u00f6llig. Hinter einer dreifachen W\u00e4rmeschutzverglasung ist der UV-Anteil im Tageslicht kaum noch nachweisbar. Will man diesen im Rauminnern k\u00fcnstlich herstellen, stellt sich die Frage, auf welchem Wege die Strahlung den K\u00f6rper erreichen soll. Da k\u00fcnstliches Licht vorwiegend von oben einf\u00e4llt, schattet der Kopf den gr\u00f6\u00dften Teil des K\u00f6rpers ab, und dieser ist bei der Arbeit fast g\u00e4nzlich verh\u00fcllt. Man m\u00fcsste also, um die nat\u00fcrliche Dosis zu realisieren, zu recht hohen Bestrahlungsst\u00e4rken greifen.<br \/>\nNicht nur diese Umst\u00e4nde lassen es zweifelhaft erscheinen, dass die im Innenraum erzeugte UV-Strahlung einen Nutzen bringt. Ein weiterer, vielleicht gewichtigerer Grund kann darin liegen, dass die Wirkung von einer Strahlung mit einem bestimmten Spektrum nicht von ihr bzw. ihrer Dosis abh\u00e4ngt, sondern wesentlich davon, welcher zus\u00e4tzlichen Strahlung die betreffende K\u00f6rperstelle ausgesetzt wird. D.h., eine UV-Exposition, die unter Tageslicht als ungef\u00e4hrlich eingestuft wird, kann unter einem anderen Licht eine andere Wirkung entfalten.<\/p>\n<p>Neben dieser theoretischen Bedenken muss man noch ber\u00fccksichtigen, dass es ethische Bedenken dagegen gibt, dass man Menschen kollektiv einer Strahlung aussetzt, die u.U. eine Gefahr bedeuten kann. Zwar liegen die von Vollspektrumlampen erreichbaren Bestrahlungsst\u00e4rken weit unter den zul\u00e4ssigen Dosen, man ist aber aufgrund fr\u00fcherer Umgangsweisen mit Strahlung heute eher \u00fcbervorsichtig.<\/p>\n<h3>Verbesserung der Sehleistung<\/h3>\n<p>Vollspektrumlampen sollen eine bessere Sehleistung erm\u00f6glichen, indem sie einen h\u00f6heren Anteil an kurzwelligem Licht emittieren. Die behauptete Wirkung wird zum einen darauf zur\u00fcck gef\u00fchrt, dass auch bei hell adaptiertem Auge (Beleuchtungsniveau in Innenr\u00e4umen) die St\u00e4bchen (maximale Empfindlichkeit bei 508 nm) zur Hellempfindung beitr\u00fcgen und nicht nur die Zapfen, deren maximale Empfindlichkeit im gelb-gr\u00fcnen Bereich liegt. Zum anderen aber wird behauptet, dass der Pupillendurchmesser durch einen h\u00f6heren Anteil an kurzwelligem Licht kleiner w\u00fcrde und daher die Tiefensch\u00e4rfe des Auges gr\u00f6\u00dfer.<\/p>\n<p>Beide Behauptungen werden durch mehrere Ver\u00f6ffentlichungen zumindest unterst\u00fctzt (z.B. Berman, Fein, Jewett and Ashford 1994). Eine Diskussion der festgestellten Effekte findet sich in Veitch und McColl, 2001. Es existieren aber auch Ver\u00f6ffentlichungen, aus denen hervorgeht, dass die behaupteten Effekte nicht eintr\u00e4ten. Ihnen ist h\u00e4ufig gemein, dass die Ergebnisse mit Leseversuchen ermittelt worden sind. Leseversuche, die mit alphabetischen Zeichen durchgef\u00fchrt worden sind, sind aber nicht trennscharf, d.h., tats\u00e4chlich vorhandene Unterschiede von Testobjekten (in diesem Fall Lampentypen) werden nicht immer festgestellt. Daher gehen die methodischen Fehler der Untersuchung zu Lasten des Probanden, in diesem Fall der Lampe. Wie schlimm sich dieser Fehler auswirken kann, l\u00e4sst sich anhand der Typographie darstellen. Die uns bekannten Schriften sind z.T. sehr gut lesbar, w\u00e4hrend andere eher der Sch\u00f6nheit wegen eingesetzt werden. Obwohl sehr viele Menschen eine Unterscheidung zwischen gut und schlecht lesbaren Schriften mit dem blo\u00dfen Auge zuverl\u00e4ssig treffen k\u00f6nnen, muss der Unterschied bei Lesetests sehr gro\u00df sein, damit ein Unterschied ermittelt werden kann.<\/p>\n<p>Es ist m\u00f6glich, dass bei Untersuchungen ein m\u00f6glicher positiver Effekt von Vollspektrumlampen kleiner erscheint als tats\u00e4chlich vorhanden, weil diese Lampen eher farblich flimmern als andere, wenn sie mit \u00fcblichen Vorschaltger\u00e4ten betrieben werden. Da das Flimmern die Sehleistung herabsetzt, wird die Wirkung bei einem Versuch untersch\u00e4tzt. Heute gibt es aber keinen vern\u00fcnftigen Grund mehr, Leuchtstofflampen mit konventionellen Vorschaltger\u00e4ten zu betreiben.<\/p>\n<h3>Sehkomfort<\/h3>\n<p>Ob die Beleuchtung mit Vollspektrumlampen den Sehkomfort erh\u00f6ht bzw. den sog. \u201ediscomfort\u201c mindert, ist umstritten. Das ist nicht verwunderlich, weil jeder Autor mangels eindeutiger Definition irgend etwas anderes als Sehkomfort untersucht hat, und zumal die lichttechnische Industrie dem Sehkomfort nicht mehr Bedeutung beigemessen hat als einer Couch im B\u00fcro: \u201eDas (gemeint sind Ma\u00dfnahmen, die den Sehkomfort erh\u00f6hen und die Akzeptanz verbessern w\u00fcrden) kann ohne Frage Komfort und Akzeptanz der Beleuchtung erh\u00f6hen \u2013 ebenso wie dies eine Couch im B\u00fcro oder eine besonders komfortable Sitzgruppe tun w\u00fcrden.\u201c (aus der Brosch\u00fcre Lichtforum 28 der F\u00f6rdergemeinschaft Gutes Licht). Auch im CIE Technical Report \u201eThe Influence of Daylight and Artificial Light on Diurnal and Seasonal Variations in Humans. A Bibliography\u201c sucht man vergebens nach dem Begriff Sehkomfort, obwohl dieser Bericht ein verwandtes Thema behandelt. Das CIE W\u00f6rterbuch kennt ihn auch nicht.<br \/>\nDie Tatsache, dass die Wirkung von Vollspektrumlicht auf den Sehkomfort umstritten ist, darf aus den genannten Gr\u00fcnden nicht gegen sie bewertet werden. Deswegen werden die Befunde in der Literatur hier nicht diskutiert.<\/p>\n<h3>Wahrnehmung und Leistungsf\u00e4higkeit<\/h3>\n<p>Die Vollspektrumlampen mit ihrem relativ hohen Farbwiedergabeindex f\u00fchren zu nachweisbaren Verbesserungen des Farberkennens. Es gibt aber auch andere Leuchtstofflampen, die eine gute Farbwiedergabe gew\u00e4hrleisten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Empfindung, dass R\u00e4ume heller bzw. gr\u00f6\u00dfer sind, kann durch diese Lampen unterst\u00fctzt werden. Dies wurde durch eine Untersuchung in j\u00fcngster Zeit wieder best\u00e4tigt (Vandahl et al, 2009). Die Autoren haben herausgefunden, dass man bei einer \u00e4hnlichsten Farbtemperatur von 2700 K h\u00f6here Beleuchtungsst\u00e4rken braucht um den gleichen Helligkeitseindruck zu bekommen wie unter 6500 K.<\/p>\n<p>Die Lernleistung von Schulkindern, h\u00e4ufig herangezogen, um Wirkungen der Beleuchtung zu ermitteln, scheint keine besondere Steigerung durch Vollspektrumlicht zu erfahren. Dies gilt vermutlich nur f\u00fcr Versuche, die man lediglich aus versuchstechnischen Gr\u00fcnden in R\u00e4umen ohne Tageslicht durchf\u00fchrt, bei denen man festgestellt hat, dass die Beleuchtung von Schulr\u00e4umen keinen Einfluss auf die Lernleistung habe. Bei methodisch einwandfrei durchgef\u00fchrten Untersuchungen, die allerdings in Schulen mit Fenstern und Oberlichtern stattfanden, konnte man einwandfrei einen signifikanten Einfluss der Beleuchtung auf den Lernerfolg von Sch\u00fclern nachweisen (s. Daylighting in Schools, 2001). Zwei der m\u00f6glichen Ursachen f\u00fcr die festgestellten positiven Wirkungen, bessere Farbwiedergabe und bessere Stimmung der Benutzer aufgrund der Lichtqualit\u00e4t, treffen auch f\u00fcr eine k\u00fcnstliche Beleuchtung mit Vollspektrumlampen zu.<\/p>\n<p>Hinsichtlich der Leistungsf\u00e4higkeit von Erwachsenen sind laut Veitch und McColl keine Unterschiede zwischen R\u00e4umen mit unterschiedlicher Beleuchtung gefunden worden. Diesem Befund w\u00fcrden aus heutiger Sicht viele Personen und Stellen heftig widersprechen. Gerade die Studien zu den nicht-visuellen Wirkungen der Beleuchtung gehen davon aus, dass ein solcher Einfluss sogar gro\u00df ausfallen m\u00fcsste.<br \/>\nF\u00fcr die Aussage von Veitch und McColl gibt es einige plausible Erkl\u00e4rungen. Zum einen waren viele Studien, wie die Autorinnen selber als Kritik anf\u00fchren, methodisch schwach bis unhaltbar. Wer menschliche Leistung, Leistungsf\u00e4higkeit oder Leistungsbereitschaft misst, und dabei zuverl\u00e4ssige Ergebnisse erhalten will, muss einen gewaltigen Aufwand treiben. Wer dies gar in der Praxis betreiben m\u00f6chte, wird nicht selten Opfer eines Ph\u00e4nomens, den Forscher mit \u00e4hnlichen Ans\u00e4tzen bereits in den 1920er Jahren erlebt haben, des Hawthorne-Effekts. Dieser Effekt wurde bei einem Versuch festgestellt, bei dem man durch besseres Licht die Arbeitsleistung erh\u00f6hen wollte. Die Leistung erh\u00f6hte sich aber auch dort,\u00a0 wo man nur vorgegeben hatte, die Beleuchtung verbessert zu haben. Man wei\u00df seitdem, dass es nicht einfach ist, menschliche Leistung zu erfassen.<\/p>\n<p>Ein weiterer Grund f\u00fcr die (scheinbare?) Wirkungslosigkeit unterschiedlicher Beleuchtungen, wie sie von Veitch und McColl dargestellt werden, liegt in der Durchf\u00fchrung der Versuche selbst. W\u00e4hrend man heute die nicht-visuelle Wirkungen der Beleuchtung als die wichtigere Einflussgr\u00f6\u00dfe h\u00e4lt, und sich daher mit circadianen Rhythmen befasst, hat man bei fr\u00fcheren Versuchen entweder diesen Effekt \u00fcberhaupt nicht ber\u00fccksichtigt, oder gar schwere versuchstechnische Fehler begangen, indem man die Nachtsituation bei Tage mit abgedunkelten R\u00e4umen hergestellt zu haben glaubte.<\/p>\n<p>Aus heutiger Sicht w\u00fcrde man in der Frage der Leistungsf\u00e4higkeit und ihrer Beeinflussung durch Licht und Beleuchtung anders reagieren als im Jahre 2001.<\/p>\n<h3>Schlussfolgerungen<\/h3>\n<p>Die behaupteten Wirkungen von Vollspektrumlicht konnten h\u00e4ufig nicht nachgewiesen werden. Die von Veitch und McColl gepr\u00fcften Studien wiesen allerdings viele methodische M\u00e4ngel auf, so dass man nicht den Schluss ziehen darf, dass die Wirkungen nicht vorhanden seien. Vielfach waren die Studien nicht geeignet, um bestimmte Effekte nachzuweisen.<\/p>\n<p>Wer mit wissenschaftlichen Methoden nicht vertraut ist, wird ungern glauben, dass man solch triviale Dinge wie Erm\u00fcdung oder Lesbarkeit von Text nicht experimentell ermitteln kann, wo doch jeder Mensch wei\u00df, was sie bedeuten. Es ist aber leider so. Um Sachverhalte wie die mentale Leistungsf\u00e4higkeit eines Erwachsenen oder den Lernerfolg von Sch\u00fclern messbar zu machen, ben\u00f6tigt man sehr viel Aufwand. F\u00fcr die oben zitierte Untersuchung \u201eDaylighting in Schools\u201c mussten beispielsweise 50.000 Datens\u00e4tze aus 102 Schulen erfasst, gepr\u00fcft und ausgewertet werden. Wenn man z.B. aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden mit kleineren Stichproben arbeiten muss, wird man sehr h\u00e4ufig keine Unterschiede zwischen den erprobten Situationen (z.B. Beleuchtung mit verschiedenen Arten von Leuchtstofflampen) finden k\u00f6nnen, auch wenn sie vorhanden sind.<\/p>\n<p>Das Vollspektrumlicht als Zankapfel zwischen Menschen, die an seine Wirkungen glauben, und anderen, die wissenschaftlich nachweisen wollen, ob und ggf. welche Wirkungen durch Lampen mit entsprechenden Eigenschaften bzw. durch Beleuchtung mit solchen Lampen erzeugt werden, wird uns noch geraume Zeit erhalten bleiben. Eine durchschlagende Wirkung hat die Vollspektrumlampe aber dennoch erzielt: Seit den ersten Erkenntnissen, die John Ott berichtet hatte, wird zunehmend st\u00e4rker \u00fcber die gesundheitlichen Wirkungen von Licht und Beleuchtung geforscht und gesprochen. Die medizinische Forschung hat hierbei u.a. das Licht bzw. eher den Mangel an Licht als die Ursache der seit mehr als 2.000 Jahren bekannten Winterdepression entlarvt.<\/p>\n<p>Die m\u00f6glichen Wirkungen von Vollspektrumlicht werden heute positiver gesehen als im Jahre 2001, als Vietch and McCall ihre Bewertung der Literatur ver\u00f6ffentlicht haben.<\/p>\n<h2>Weiterf\u00fchrende Literatur und Links zum Thema<\/h2>\n<p>Dieser Beitrag enth\u00e4lt Bez\u00fcge zu folgenden Dokumenten, die \u00fcber CyberLux abgerufen werden k\u00f6nnen. In diesen sind wiederum zahlreiche Literaturstellen angef\u00fchrt, die sich f\u00fcr weiteres Studium eignen. Die markierten Quellen k\u00f6nnen direkt aufgerufen werden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/?p=466\">G. Cakir<\/a>: Daylighting in Schools \u2013 Zusammenfassender Bericht \u00fcber eine amerikanische Feldstudie, ERGONOMIC Institut, 2001<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/?p=364\">A.Cakir, G. Cakir<\/a>: Tageslicht und Ergonomie, ERGONOMIC Institut, 2001<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nrc-cnrc.gc.ca\/obj\/irc\/doc\/pubs\/ir\/ir659\/boyce.pdf\">Boyce, P.A<\/a>.: Is Full-Spectrum Lighting Special?, IRC Internal Report No. 659, S. 30 ff., 1994<\/p>\n<p>CIE PROCEEDINGS of the CIE Symposium &#8217;04 Light and Health: non-visual effects, INTERNATIONAL COMMISSION ON ILLUMINATION, Vienna, 2004<\/p>\n<p>CIE PROCEEDINGS of the 2nd CIE Expert Symposium on Lighting and Health, INTERNATIONAL COMMISSION ON ILLUMINATION, Ottawa, 2006<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/?p=91\">Fisch, J<\/a>.: Licht und Gesundheit &#8211; Das Leben mit optischer Strahlung, Technische Universit\u00e4t Ilmenau Fachgebiet Lichttechnik, M\u00e4rz 2000<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nrc-cnrc.gc.ca\/obj\/irc\/doc\/pubs\/ir\/ir659\/gifford.pdf\">Gifford, R.:<\/a> Scientific Evidence for Claims about Full-Spectrum Lamps: Past and Future, IRC Internal Report No. 659, S. 37 ff, 1994<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nrc-cnrc.gc.ca\/obj\/irc\/doc\/pubs\/ir\/ir659\/karpen.pdf\">Karpen, D<\/a>.: Full-Spectrum Polarized Lighting: An Option for Light Therapy Boxes, IRC Internal Report No. 659, S. 6 ff, 1994<\/p>\n<p>Lux Europa 2009 Lighting and the Environment, 11th European Lighting Conference, Proceedings, Turkish National Committee on Illumination, 2009<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nrc-cnrc.gc.ca\/obj\/irc\/doc\/pubs\/nrcc42840\/nrcc42840.pdf\">Veitch, J. A.; McColl, S. L<\/a>.: A Critical examination of perceptual and cognitive effects attributed to full-spectrum fluorescent lighting, Ergonomics, v. 44, no. 3, Feb. 2001, pp. 255-279<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nrc-cnrc.gc.ca\/eng\/ibp\/irc\/publications\/ir659\/index.html\">Veitch, J.A<\/a>.: Introduction: Full-Spectrum Lighting Effects on Performance, Mood, and Health, IRC Internal Report No. 659, S. 4 ff., 1994<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nrc-cnrc.gc.ca\/obj\/irc\/doc\/pubs\/ir\/ir659\/panel.pdf\">Anonymus<\/a>: Panel Discussion from the Symposium &#8222;Full-Spectrum Fluorescent Lighting Effects on Performance, Mood, and Health&#8220;, IRC Internal Report No. 659, S. 47 ff., 1994<\/p>\n<p>Veitch, J.A: Conclusion: Is Full-Spectrum Light the Quality Choice?, IRC Internal Report No. 659, S. 112 ff., 1994<\/p>\n<p>Folgender Bericht kann \u00fcber die LiTG bzw. CIE beschafft werden. Er ist nicht \u00fcber das Internet verf\u00fcgbar:<\/p>\n<p>CIE 2001 THE INFLUENCE OF DAYLIGHT AND ARTIFICIAL<br \/>\nLIGHT ON DIURNAL AND SEASONAL VARIATIONS IN HUMANS. A BIBLIOGRAPHY<br \/>\nISBN 3 901 906 04 5, CIE 139 &#8211; 2001<\/p>\n<p>Literatur<br \/>\nhttp:\/\/www.cwaller.de, http:\/\/www.cwaller.de\/fr_didaktik.htm, 15. Februar 2010<br \/>\nhttp:\/\/international.mmm.com, 21.3.2001<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/gaia.lbl.gov\/btech\/papers\/32032.pdf\">Berman, S. M., Fein, G., Jewett, D. L., &amp; Ashford, F.<\/a> (1993): Luminance-controlled pupil size affects Landolt C task performance. 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Im Jahre 2001 erschien eine kritische W\u00fcrdigung der <a href=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/?p=947\"> Read more&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,41],"tags":[107,198],"class_list":["post-947","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-vollspektrumlicht","tag-ges","tag-lichtqualitat"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/947","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=947"}],"version-history":[{"count":12,"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/947\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1284,"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/947\/revisions\/1284"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=947"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=947"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=947"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}