{"id":922,"date":"2010-02-03T14:51:55","date_gmt":"2010-02-03T12:51:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/?p=922"},"modified":"2012-03-10T21:41:06","modified_gmt":"2012-03-10T19:41:06","slug":"lichtqualitat-und-energiesparen-%e2%80%93-auflosung-einer-schwierigen-abhangigkeit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/?p=922","title":{"rendered":"Lichtqualit\u00e4t und Energiesparen \u2013 Aufl\u00f6sung einer schwierigen Abh\u00e4ngigkeit"},"content":{"rendered":"<h3>Autor<\/h3>\n<h2>Ahmet Cakir<\/h2>\n<h3>Kurzfassung<\/h3>\n<p>Lichtqualit\u00e4t ist ein recht vager Begriff. Genau genommen ist sie nicht definiert. In den kommenden Jahren wird nicht nur der Zwang auf die Lichtplaner zu kommen, Energie effizient einsetzen zu m\u00fcssen, sondern sie, und mit ihnen die Bauherren und Architekten, werden sich mit einer neuen Beleuchtungsnorm (EN 12464) auseinandersetzen m\u00fcssen, die die Lichtqualit\u00e4t noch weniger definiert als die Norm DIN 5035-1, die sie ersetzen soll.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Lampenentwickler stolz darauf sind, dass sie die Lichtausbeute ihrer Lampen st\u00e4ndig gesteigert haben, ist die Lichterzeugung in den Augen der Energiesparer die reinste Verschwendung.\u00a0Die in elektrische Energie umgewandelte Prim\u00e4renergie wird nur zu 2,5 % in sichtbares Licht umgewandelt. Wenn sich diese nicht nur mit dem physikalischen Prozess der Lichterzeugung besch\u00e4ftigen w\u00fcrden, sondern mit der Beleuchtungspraxis f\u00fcr Arbeitsst\u00e4tten, das Konzept der Allgemeinbeleuchtung, s\u00e4he die Bilanz der Lichtanwendung sehr viel dunkler aus. Die kommende Norm EN 12464 kann diese Bilanz noch weiter verschlechtern, weil die Beleuchtungsst\u00e4rken\u00a0pauschal\u00a0um 25 % heraufgesetzt werden sollen. In einigen, nicht unwesentlichen F\u00e4llen wie B\u00fcros, wird die Steigerung noch h\u00f6her ausfallen.<\/p>\n<p>Es tut not, dass man die Lichtqualit\u00e4t sauber definiert, um den daf\u00fcr erforderlichen Energieaufwand rechtfertigen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Beitrag<\/h2>\n<p>In Deutschland fanden in den letzten zwei Jahren einschneidende Ver\u00e4nderungen in der Normung der Beleuchtung und in der rechtlichen Bedeutung der Normen f\u00fcr Beleuchtung statt. So wurde der wichtigste Teil der Normen (DIN 5035-1) zur\u00fcckgezogen. K\u00fcnftige Normen d\u00fcrfen keine Anforderungen enthalten, die dem Arbeitsschutz dienen sollen. Diesbez\u00fcgliche Bestimmungen sind dem Staat vorbehalten. Und beim Arbeitsministerium wurde beschlossen, dass die Arbeitsst\u00e4ttenverordnung und die Richtlinien hierzu \u00fcberarbeitet werden, wobei die Bez\u00fcge zu Normen gestrichen werden. In den n\u00e4chsten Jahren kann es mit einiger Sicherheit zu Vorschriften zum Energiesparen bei der Beleuchtung kommen. Zeit, um sich Gedanken zu machen, wie man sparen kann, ohne gleich Qualit\u00e4t zu opfern.  Die generelle Marschrichtung hat die Agenda 21 vorgegeben, wonach das Photon das Elektron als Technologietr\u00e4ger im 21. Jahrhundert \u00fcberfl\u00fcgeln soll, so auch das Photon des Sonnenlichts das Elektron, das die Lampen zum Leuchten bringt.<br \/>\nWenn komplexe Probleme, die eine sachgerechte Abw\u00e4gung von Einzelfaktoren und deren gegenseitigen Abh\u00e4ngigkeiten erfordern, durch eine Vielzahl von trivialen Einzell\u00f6sungen behandelt werden, ist der Weg zu Fehll\u00f6sungen nicht weit. So hat sich z.B. w\u00e4hrend der ersten Energiekrise der 1970er Jahre gezeigt, dass das Bem\u00fchen um Energieeinsparung auch in einer t\u00f6dlichen Falle enden kann, wenn man hierzu Aufenthaltsr\u00e4ume von der nat\u00fcrlichen Luftzufuhr weitgehend abschneidet. W\u00e4hrend dies im Einzelfall bei Privatpersonen vorgekommen ist, die ihren Sparwillen mit dem Leben bezahlt haben, haben \u00e4hnliche Bem\u00fchungen US-amerikanischer Betriebe zur Entstehung des Mythos \u201esick building syndrome\u201c als weit verbreitete Erscheinung gef\u00fchrt. Wenn man die Vorgeschichte dieser Gesundheitsst\u00f6rungen genau unter die Lupe nimmt, findet man schnell heraus, dass die schlagkr\u00e4ftigsten Argumente aus Untersuchungen an Geb\u00e4uden stammen, bei denen die Au\u00dfenluftrate der Klimaanlagen praktisch auf Null reduziert worden sind. Der Irrtum kam zustande, weil man gedacht hat, dass die Filter der Anlagen die Luft hinreichend reinigen und ihr die erforderliche Qualit\u00e4t geben w\u00fcrden, was nicht zutraf. Was Klimatechniker unter Luftqualit\u00e4t verstanden haben, war eben nicht das, was sich Menschen darunter vorstellen.<br \/>\nEinem \u00e4hnlichen Irrtum kann man unterliegen, wenn man bei der Beleuchtung unbedacht Energie zu sparen versucht. Das Aufdecken der dadurch erzeugten Probleme kann allerdings viel l\u00e4nger dauern als bei der Luftqualit\u00e4t, da \u201eschlechtes\u201c Licht bekanntlich nicht stinkt wie abgestandene Luft. Dass arbeitende Menschen darunter weniger leiden w\u00fcrden, kann man allerdings nicht behaupten. Auch wenn man gar nicht versucht, an der Beleuchtung zu sparen, sondern nur der W\u00e4rmeschutzverordnung gen\u00fcgen will, wird die visuelle Umwelt erheblich in Mitleidenschaft gezogen, weil die sog. W\u00e4rmeschutzgl\u00e4ser das nat\u00fcrliche Licht erheblich ver\u00e4ndern und vor allem reduzieren. Daher lohnt sich die Besch\u00e4ftigung mit diesem Sachverhalt f\u00fcr jeden, der intelligent Energie sparen, aber hierbei die Qualit\u00e4t der Arbeitsr\u00e4ume nicht aus dem Auge verlieren m\u00f6chte.<\/p>\n<h2><span style=\"letter-spacing: 0.0px;\">Lichtqualit\u00e4t und Energieaufwand<\/span><\/h2>\n<p>Dass zwei Kerzen mehr Licht spenden als eine und daf\u00fcr doppelt so viel Material verbrauchen, kann sich jeder Mensch leicht vorstellen. Hingegen k\u00f6nnen nicht einmal alle Fachleute eine Vorstellung von der Brisanz der Frage \u201eLichtqualit\u00e4t\u201c gegen \u201eEnergieaufwand\u201c entwickeln, obwohl just diese Problematik die gesamte Entwicklung der Lichttechnik nicht nur begleitet, sondern erheblich vorbestimmt hat. Die \u201eWirtschaftlichkeit\u201c der Beleuchtung bzw. was man darunter verstehen wollte, bildete bereits bei der ersten Deutschen Norm zur Beleuchtung im Jahre 1935 eine wichtige Zielsetzung: \u201eDie k\u00fcnstliche Beleuchtung von Innenr\u00e4umen mu\u00df den Forderungen der Gesundheit und Sch\u00f6nheit entsprechen, dabei zweckm\u00e4\u00dfig und wirtschaftlich sein.\u201d Punktum! Sie blieb bedeutsam, bis sich ein europ\u00e4ischer Normenausschuss entschloss, eine Beleuchtungsnorm zu entwickeln, die die Wirtschaftlichkeit nicht mehr behandelt. Diese (EN 12464) wird zwar die inzwischen zur\u00fcckgezogene Norm DIN 5035 ersetzen, aber eben nicht vollwertig.<\/p>\n<p>Die hier behandelte Frage ist auch den \u201elichttechnischen Laien\u201c keinesfalls fremd. So hat sich die angeblich so \u201ewirtschaftliche\u201c Leuchtstofflampe mehrere Jahrzehnte lang kein Terrain in Wohnr\u00e4umen erobern k\u00f6nnen. Sie musste der Gl\u00fchlampe den Vortritt lassen, die ein warmes Licht abgibt, das man in k\u00e4lteren L\u00e4ndern in Wohnr\u00e4umen oder Kirchen u.\u00e4. subjektiv bevorzugt. Erst in der Gestalt der \u201eEnergiesparlampe\u201c ist ihr ein teilweise fragw\u00fcrdiger Einsteig in die privaten Gem\u00e4cher gelungen. Die \u201eLinestra\u201c-Lampe, die bereits vor 30 Jahren wegen zu gro\u00dfen Energieaufwands f\u00fcr die Lichterzeugung aus dem Verkehr gezogen werden sollte, schm\u00fcckt immer noch unsere Badestuben, weil man unter deren Licht viel angenehmer ausschaut als unter dem grellen Licht der \u201eNeonlampe\u201c. Dass man das letztere nicht grunds\u00e4tzlich meidet, sieht man daran, dass z.B. Aquarien fast immer mit solchen Lampen beleuchtet werden \u2013 Energie sparend, langlebig und mit dem Pflanzen gerechten Spektrum.<\/p>\n<p>Es gibt noch ein untr\u00fcgliches Zeugnis daf\u00fcr, dass sich die Allgemeinheit mit der Frage der Wirtschaftlichkeit der Beleuchtung befasst: Die Sage von der Erfindung der ewig brennenden Lampe, die ein Lampenfabrikant aufgekauft haben soll, auf dass sie niemals gebaut werde. W\u00e4hrend die \u00e4hnliche Geschichte von Nylonstr\u00fcmpfen, die nie Laufmaschen bekommen und deswegen nie mehr hergestellt werden, wahr ist, hat man die ewig brennende Lampe seit Jahrzehnten kaufen k\u00f6nnen. Leider hat sie einen solch niedrigen Wirkungsgrad, dass sie eher als Ofen wirkt denn als Lichtquelle.<\/p>\n<p>Der wahre Kern der Sage bildet allerdings den Anlass zu diesem Artikel: Die (vorgebliche) Optimierung der Gl\u00fchlampe durch Experten, die nie genannt werden, und nach einer Formel, nach der man in der Literatur sehr lange, aber erfolglos, suchen darf. Alle Studenten der Lichttechnik lernen, dass die \u201eAllgebrauchsgl\u00fchlampe\u201c auf eine Lebensdauer von 1.000 Stunden optimiert worden sei, weil dies die beste Wirtschaftlichkeit zwischen Lampenkosten und Energiekosten erg\u00e4be. In anderen L\u00e4ndern mit einer anderen Relation zwischen Energiekosten und Produktionskosten f\u00fcr Lampen w\u00fcrde anders optimiert werden. Da diese Geschichte seit mehr als einem halben Jahrhundert unver\u00e4ndert erz\u00e4hlt wird, ohne dass ihr Wahrheitsgehalt zunimmt, tut man gut daran, sie unter die Lupe zu nehmen. Die Wahrheit ist, dass Lampen weltweit von einer winzigen Zahl von Tochterfirmen von Konzernen wie GE oder Siemens hergestellt werden, deren Kerngesch\u00e4ft sehr eng mit der Erzeugung von elektrischer Energie zusammen h\u00e4ngt. Sie wachen sorgf\u00e4ltig dar\u00fcber, dass die Zahl von Lampenherstellern abnimmt und nicht etwa steigt. So wurden Lampenfirmen, die von dem \u201eEisernen Vorhang\u201c gesch\u00fctzt wurden, nach dessen Fall schnellstens von den vorhandenen Strukturen aufgesogen. Dass Akteure aus derart weltweit verflochtenen Konglomeraten Einzelprodukte im Sinne des Gemeinwohls optimieren, wird etwa so wahr sein wie die M\u00e4r von der ewig brennenden Lampe \u2013 etwas stimmt daran schon, aber nur etwas!<\/p>\n<p>In Wirklichkeit bestimmen einige wenige physikalische Gesetze die Menge und Beschaffenheit des Lichts, dass man aus einer vorgegebenen Menge elektrischer Energie erzeugen kann. Ob das so erzeugte Licht die vom Menschen geforderte \u201eQualit\u00e4t\u201c aufweist, h\u00e4ngt mit der Empfindlichkeitsfunktion des Auges f\u00fcr elektromagnetische Strahlung zusammen. Wie die Strahlung einer Lampe beschaffen ist, bestimmen Physiker aus den Entwicklungslabors der Lampenhersteller. Ansonsten bestimmt einige Handvoll Experten weltweit, wie Beleuchtung, Licht und deren Wirtschaftlichkeit bewertet werden. Und sie haben daf\u00fcr gesorgt, dass Menschen beim Wort \u201eBeleuchtung\u201c fast immer an die k\u00fcnstliche Beleuchtung denken. Sogar der deutsche Gesetzgeber hat seine Vorschriften zur Beleuchtung von Arbeitsst\u00e4tten auf diese beschr\u00e4nkt. Hingegen wird das drau\u00dfen kostenlos verf\u00fcgbare Sonnenlicht nicht als Beleuchtung behandelt und tauchte folgerichtig bis in die j\u00fcngste Zeit in Wirtschaftlichkeitsberechnungen f\u00fcr \u201eBeleuchtung\u201c nicht auf.<\/p>\n<p>F\u00fcr Fachleute, die ihre Betrachtungen auf den Energieverbrauch konzentrieren, stellen auch die wirtschaftlichsten Lampen \u201eEnergiefresser\u201c dar. Wer sich mit der Beschaffenheit des erzeugten Lichts befasst und eine bestimmte \u201eQualit\u00e4t\u201c realisieren m\u00f6chte, muss sich mit Lampen befassen, die f\u00fcr eine bestimmte Menge Licht sehr unterschiedliche Quantit\u00e4ten an Energie verbrauchen, die sich etwa um den Faktor 10 unterscheiden. Da ca. 40 % der in einem B\u00fcrohaus verbrauchten elektrischen Energie (bzw. 10-20% der Gesamtenergie) f\u00fcr die Beleuchtung aufgewendet wird und mehr als 50% der Arbeitnehmer in Deutschland in B\u00fcros arbeiten, handelt es sich bei dem hier behandelten Problem mit Sicherheit nicht um eine Marginalie. Wenn man die Gesamtenergiebilanz der Umwandlung von Prim\u00e4renergie zu Licht\u00a0 vor Augen h\u00e4lt, wobei nur 2,5 % der aufgewendeten Energie\u00a0 in Licht umgewandelt wird, kann man sich die Bedeutung des sinnvollen Umgangs mit dieser kostbarsten Form der Energie in etwa vorstellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/EnergieeffizienzLichtumwandlung.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-926\" title=\"EnergieeffizienzLichtumwandlung\" src=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/EnergieeffizienzLichtumwandlung.png\" alt=\"EnergieeffizienzLichtumwandlung\" width=\"600\" height=\"695\" srcset=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/EnergieeffizienzLichtumwandlung.png 600w, http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/EnergieeffizienzLichtumwandlung-258x300.png 258w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: left;\">Bild 1 Energiebilanz der Beleuchtung nach F.O. M\u00fcller (1997). Die in elektrische Energie umgewandelte Prim\u00e4renergie wird nur zu 2,5 % in sichtbares Licht umgewandelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n<p style=\"text-align: left;\">\n<p style=\"text-align: left;\">\n<h2>Licht ist nicht gleich Licht<\/h2>\n<p>Licht als sichtbare Strahlung l\u00e4sst sich zum einen durch sein Spektrum charakterisieren und zum anderen durch die \u201eAbfallprodukte\u201c der Lichterzeugung wie Infrarot- und Ultraviolett-Strahlung. Diese geh\u00f6ren in der Natur selbstverst\u00e4ndlich zusammen und wirken sich auf den Menschen auf eine bestimmte Art und Weise aus, auf die sein Organismus aufgrund der Entwicklungsgeschichte eingestellt ist. K\u00fcnstliche Lichtquellen, die f\u00fcr Beleuchtungszwecke eingesetzt werden, weichen vom nat\u00fcrlichen Licht mehr oder weniger stark ab. Sie reichen von Lichtquellen mit praktisch einer einzigen Wellenl\u00e4nge (Laser) bis hin zu solchen, die von UV-Strahlung bis Infrarot-Strahlung alle sichtbaren Wellenl\u00e4ngen und die benachbarten Spektren erzeugen. Wie sie dabei mit Energie umgehen und welchen Nutzen dabei entfalten, ist eine Kunst f\u00fcr sich, deren Kenner sich ungern in die Karten sehen lassen. Denn keine Lichtquelle vereint nur positive Eigenschaften auf sich, ganz im Gegenteil, jedes Licht hat seine dunkle Seite. So erzeugt z.B. die wohl angenehmste elektrische Lichtquelle, die Gl\u00fchlampe, soviel W\u00e4rmestrahlung, dass man mit ihr nur relativ geringe Beleuchtungsst\u00e4rken erzeugen kann. Dort, wo man h\u00f6here braucht, z.B. beim Theater oder bei Filmaufnahmen, mussten sich ganze Generationen von Ber\u00fchmtheiten einer Tortur unterziehen. Und die aus energetischer Sicht wohl g\u00fcnstigste technische Lichtquelle, die Natriumdampfniederdrucklampe, strahlt ein Licht aus, unter dem jeder Mensch einem Gespenst \u00e4hnlich sieht. Von den sch\u00f6nen Farben seiner Umgebung kann er selbst nur eine einzige sehen \u2013 eine trostlose Umwelt!<\/p>\n<p>W\u00e4hrend man die hier angef\u00fchrten Extreme leicht erkennen w\u00fcrde, nimmt kaum jemand wahr, dass unsere visuelle Umwelt durch Fremde nach (deren) Belieben manipuliert wird. Nicht etwa heimlich und versteckt, sondern nicht selten nach Ver\u00f6ffentlichung relevanter Fakten. So werden Lampenspektren seit Jahrzehnten ebenso wie Farbwiedergabeeigenschaften des Lichts der jeweiligen Lampe ver\u00f6ffentlicht. Dennoch glauben selbst solche B\u00fcroorganisatoren, die Farben ihrer B\u00fcroeinrichtung sorgf\u00e4ltig aussuchen, dass z.B. Energiesparlampen Energie sparen, d.h., die gleiche Lichtqualit\u00e4t mit einem geringeren Energieverbrauch realisieren. In Wirklichkeit verhunzen sie nicht selten die Umwelt infolge miserabler Farbwiedergabeeigenschaften, die Folge von Energiesparbem\u00fchungen sind. Leider geht ein verbessertes Spektrum immer mit einer Verschlechterung der Lichtausbeute der Lampen einher.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Spektralverteilung.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-929\" title=\"Spektralverteilung\" src=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Spektralverteilung.png\" alt=\"Spektralverteilung\" width=\"800\" height=\"298\" srcset=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Spektralverteilung.png 800w, http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Spektralverteilung-300x111.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a>Bild 2 Energieverteilung des Lichts einer \u00fcblichen \u201eEnergie-Sparlampe\u201c (links) und einer \u201eDeluxe-Lampe\u201c mit aufgef\u00fclltem Spektrum. Das links dargestellte Spektrum gibt Farben schlecht wieder, da das Licht stark gr\u00fcn und gelb abgestrahlt wird. Rot fehlt weitgehend.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n<p style=\"text-align: left;\">\n<p style=\"text-align: left;\">Energie sparen \u2013 ein vergebliches M\u00fchen? Dies uneingeschr\u00e4nkt zu bejahen w\u00e4re ebenso unsinnig wie die Behauptung, man k\u00f6nne mit Dreibandenlampen und Energiesparlampen als Ersatz f\u00fcr Gl\u00fchlampen 75% und mehr Energie sparen. Man kann, vorausgesetzt, dass Farbwiedergabe keine Rolle spielt. Ansonsten muss man zuweilen doppelt so viel Energie f\u00fcr die gleiche Quantit\u00e4t Licht einsetzen. Es kommt darauf an \u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n<div>\n<h1>Versuche Lichtqualit\u00e4t zu definieren<\/h1>\n<h2>Stiller Abschied von G\u00fctekriterien f\u00fcr Beleuchtung<\/h2>\n<p>Immer wenn eine Frage mit \u201eEs kommt darauf an \u2026\u201c beantwortet werden kann, spielt die Qualit\u00e4t die Hauptrolle. So auch bei Licht. Qualit\u00e4t ist Eignung f\u00fcr den Zweck, auch und gerade bei Licht. Was Lichtqualit\u00e4t sein sollte, hatte man in Deutschland seit dem Jahr 1935 sogar genormt. Die Qualit\u00e4tsma\u00dfst\u00e4be hie\u00dfen \u201eG\u00fctekriterien\u201c \u00a0und wurden &#8211; mehr oder weniger erfolgreich &#8211; befolgt. Sie wurden im Jahre 2002 vollkommen unbemerkt von der \u00d6ffentlichkeit abgeschafft, weil die deutsche Norm, die diese beschrieb, DIN 5035-1, j\u00fcngst zur\u00fcckgezogen wurde. Sie soll durch eine europ\u00e4ische Norm ersetzt werden, EN 12665, die keine G\u00fctekriterien mehr kennt. Es gilt nunmehr grunds\u00e4tzlich \u201eF\u00fcr die Umsetzung einer guten Beleuchtung sind zus\u00e4tzlich zur erforderlichen Beleuchtungsst\u00e4rke weitere quantitative und qualitative G\u00fctemerkmale zu ber\u00fccksichtigen.\u201c D.h., der Lichtplaner muss sich zuerst um die Beleuchtungsst\u00e4rke k\u00fcmmern, die in der neuen Norm 15 Seiten lang aufgelistet werden. Wie man andere G\u00fctemerkmale ber\u00fccksichtigen soll, wird hingegen recht diffus dargestellt. Diese werden nicht einmal als solche bezeichnet, sondern als \u201eHauptmerkmale f\u00fcr die Bestimmung des Lichtklimas\u201c genannt.<\/p>\n<p>Ob dies einen realen Verlust f\u00fcr die Praxis bedeutet, wird man noch sehen. Denn auch der Vorg\u00e4nger hat in der t\u00e4glichen Praxis kaum mehr bewirken k\u00f6nnen, als dass der Lichtplaner Beleuchtungsst\u00e4rken berechnet, die eventuell von der Gewerbeaufsicht gepr\u00fcft werden. \u00a0Somit beschr\u00e4nkt sich die Lichtqualit\u00e4t weitgehend auf die Einhaltung der Beleuchtungsst\u00e4rke, worunter fast immer die Intensit\u00e4t des von oben fallenden und in der Tischebene gemessenen Lichts gemeint ist. Sie soll &#8211; aus nicht genannten und nicht erkl\u00e4rten Gr\u00fcnden \u2013 m\u00f6glichst gleichm\u00e4\u00dfig \u00fcber den ganzen Raum verteilt werden, weil man seit etwa 80 Jahren die Allgemeinbeleuchtung von Arbeitsr\u00e4umen propagiert und seit 1972 als die zu bevorzugende Art der Beleuchtung genormt hat.<\/p>\n<p>Daneben wirken sich folgende Faktoren auf die Lichtqualit\u00e4t aus: Blendungsbegrenzung, sofern die richtigen Leuchten in richtiger Anordnung gew\u00e4hlt werden, und Wahl der Lichtfarbe und der Farbwiedergabe nach Ma\u00dfgabe der Norm DIN 5035-2. Diese wird durch die Europ\u00e4ische Norm EN 12464 ersetzt, f\u00fcr die sich die lichttechnische Industrie wohl aus einem ganz bestimmten Grund erw\u00e4rmt: F\u00fcr die meisten Arbeitspl\u00e4tze bleibt die Zahl f\u00fcr die Beleuchtungsst\u00e4rke erhalten, so z.B. 500 lx f\u00fcr das B\u00fcro, aber die Bedeutung so ge\u00e4ndert, dass faktisch eine Erh\u00f6hung um mindestens 25%, in der Regel aber mehr, f\u00fcr die gleiche Sehaufgabe herauskommt. Ohne Zweifel eine beispiellose Methode, ein Qualit\u00e4tskriterium f\u00fcr mehr als 30 Millionen Arbeitspl\u00e4tze erheblich zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<h2>Lichtqualit\u00e4t in den Augen von Fachleuten<\/h2>\n<p>Was gute Architekten von dieser Art Lichtqualit\u00e4t halten, hat Meinhard von Gerkan in seinem Artikel \u201eDie Gestaltkraft des Lichts in der Architektur\u201c \u00a0recht drastisch ausgedr\u00fcckt: \u201e<em>Als wir begannen, Architektur zu entwerfen und gr\u00f6\u00dfere Bauten zu realisieren, war uns nicht bewusst, dass die Gestaltung mit k\u00fcnstlichem Licht vornehmlich eine konzeptionelle Frage und keine technische ist. \u2026 Ansonsten vertrauten wir den Ingenieuren \u2013 zumeist Elektrotechnikern \u2013 mit ihren Berechnungen. Diese beschr\u00e4nkten sich \u2013 und tun dies \u00a0auch heute noch \u2013 darauf, geforderte Luxzahlen rechnerisch nachzuweisen und dementsprechend Lichtquellen zu verteilen.<\/em>\u201c Er k\u00f6nnte allerdings falsch liegen, wenn die Forderungen nach \u201eLuxzahlen\u201c wohl begr\u00fcndet w\u00e4ren. Davon gehen nicht nur Laien aus. Man glaubt allgemein, in Normen und Vorschriften k\u00f6nnten keine unbegr\u00fcndeten Forderungen stehen. Und man irrt sich. Die Beleuchtungsst\u00e4rken in den Normen wurden nicht etwa durch wissenschaftliche Untersuchungen bestimmt, sondern in Aussch\u00fcssen ausgehandelt.<\/p>\n<p>Die Pr\u00fcfung von Gerkan ist folgenderma\u00dfen ausgefallen: \u201e<em>F\u00fcr sie gab und gibt es \u00fcberwiegend nur zwei Kriterien: Die Ausbeute der Lichtmenge gemessen in Lichtst\u00e4rke und den Aufwand im Verbrauch gemessen in elektrischer Energie. Wir hatten sehr schnell gelernt, dass die Beschr\u00e4nkung auf diese beiden Parameter f\u00fcr die Gestaltung der Architektur und die Erzeugung von Raumstimmung die kurzsichtigsten, um nicht zu sagen unsinnigsten Messgr\u00f6\u00dfen darstellen.<\/em>\u201c Der Architekt hat zwar nicht verraten, wie er zu diesem Urteil gekommen ist. Tatkr\u00e4ftiger Unterst\u00fctzung kann er von Fachleuten unterschiedlichster Disziplinen kann er aber gewiss sein, sogar von solchen aus der Lichttechnik. So hat Walter Bodmann, Laborleiter bei Philips und sp\u00e4ter Professor f\u00fcr Lichttechnik an der Universit\u00e4t Karlsruhe, bereits im Jahre 1960 (!) experimentell festgestellt, dass f\u00fcr B\u00fcroaufgaben eine Beleuchtungsst\u00e4rke von 50 lx v\u00f6llig ausreiche. Die Menschen \u00a0brauchten eine helle anregende Umgebung. Ob man mit 500 lx oder 1.000 lx in der Horizontalen (Tischebene) eine helle und anregende Umgebung schafft? \u00a0Nicht nur nach Meinung von David Loe, der sich 35 Jahre sp\u00e4ter mit Lichtqualit\u00e4t und Energieeffizienz von Beleuchtung auseinandergesetzt hat, ist dies ein vergebliches Bem\u00fchen, da Menschen ihre umbaute Umwelt nach zwei Kriterien beurteilen, \u201evisual lightness\u201c, also subjektive Helligkeit, und \u201evisual interest\u201c. Der erste Faktor wird von der Helligkeit von vertikalen Fl\u00e4chen bestimmt, die mit den geforderten Beleuchtungsst\u00e4rken nur wenig gemein hat. \u201eVisual interest\u201c , d.h. die subjektive Attraktivit\u00e4t der Umwelt, wird nicht etwa durch die Gleichm\u00e4\u00dfigkeit der Beleuchtungsst\u00e4rke gef\u00f6rdert, sondern von deren Ungleichm\u00e4\u00dfigkeit.<\/p>\n<p>Was von Gerkan, Bodmann und Loe im Laufe der zweiten H\u00e4lfte des vorigen Jahrhunderts herausgefunden haben, h\u00e4tten sie sinngem\u00e4ss auch in einer der meist zitierten Publikationen der Lichttechnik vom Augenmediziner Weston lesen k\u00f6nnen: \u201e<em>Unterschiedliche Helligkeitsverteilungen, unterschiedliche Helligkeitsniveaus gelten als erm\u00fcdend und einschl\u00e4fernd. Um dies zu vermeiden, unterdr\u00fcckt man visuell stimulierende Ver\u00e4nderungen in der Umgebung. <strong>Aber Ver\u00e4nderung ist sogar mehr als die W\u00fcrze des Lebens, sie ist die unverzichtbare Bedingung bewussten Lebens.<\/strong>\u201d <\/em>Geschrieben wurden diese S\u00e4tze im Jahre 1954 gefolgt vom folgenden Urteil, das auch f\u00fcr die heutige Lichttechnik gelten k\u00f6nnte<em>: &#8222;Es gibt eine inh\u00e4rente Eigenschaft \u00a0der modernen k\u00fcnstlichen Beleuchtung, die nicht anstrebenswert ist. Das ist ihre Konstanz &#8211; eine \u00a0viel gelobte Eigenschaft, von der behauptet wird, sie \u00a0begr\u00fcnde die \u00dcberlegenheit der k\u00fcnstlichen Beleuchtung \u00a0gegen\u00fcber der wechselhaften nat\u00fcrlichen Beleuchtung. \u00a0Jedoch, auch wenn Konstanthaltung von \u00a0Bedingungen f\u00fcr einige kritische Sehaufgaben anstrebenswert \u00a0ist, Konstanz ist eine nervt\u00f6tende und abstumpfende \u00a0Eigenschaft der k\u00fcnstlichen Beleuchtung.<\/em>\u201d (\u00dcbersetzung durch den Autor)<\/p>\n<div>\n<h2>Lichtqualit\u00e4t aus heutiger Sicht<\/h2>\n<div>Gesetzt dem Fall, dass f\u00fcr die Arbeit ben\u00f6tigte Sehobjekte hinreichend gut beleuchtet werden, fallen Qualit\u00e4tskriterien des Menschen \u00a0erheblich anders aus als in der Lichttechnik vorgesehen:<\/div>\n<div>\n<ul>\n<li>Ver\u00e4nderlichkeit und Dynamik statt Konstanz<\/li>\n<li>Stimulierende Ungleichm\u00e4\u00dfigkeit anstelle gleichm\u00e4\u00dfiger Verteilung des Lichts<\/li>\n<li>Beleuchtung vertikal orientierter (Raum)Fl\u00e4chen statt der horizontalen Arbeitsebene<\/li>\n<li>Sehr gute Farbwiedergabe und ausgewogenes Spektrum statt eingeschr\u00e4nkter Farbwiedergabeeigenschaften<\/li>\n<li>Gute Kontrastwiedergabe<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p>Die Ableitung und Begr\u00fcndung dieser Kriterien haben die Autoren Cakir, Kischkoweit-Lopin und Schultz in der Studie \u201eTageslicht nutzen\u201c aus ergonomischer, technischer und architektonischer Sicht vorgenommen. Wie in dieser Studie aus medizinischen Quellen abgeleitet, spielt die Lichtqualit\u00e4t nicht nur f\u00fcr das Wohlbefinden des Menschen eine ausschlaggebende Rolle, sondern auch f\u00fcr seine Gesundheit.<\/p>\n<p>Wenn man heute von Lichtqualit\u00e4t spricht, sollte man drei unterschiedliche Aspekte ihrer jeweiligen Bedeutung entsprechend ber\u00fccksichtigen:<\/p>\n<ul>\n<li>\u201csehrelevante\u201d,<\/li>\n<li>\u201cgesundheitsbezogene\u201d und<\/li>\n<li>\u201craumbezogene\u201d<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Lichtqualit\u00e4t in der Realit\u00e4t deutscher B\u00fcros<\/h2>\n<div>\n<div>Die bisherige Normung hat sich weitgehend auf sehrelevante Aspekte konzentriert und die sog. \u201eSehaufgabe\u201c in den Vordergrund gestellt. Allerdings blieben hierbei wichtige Faktoren wie Kontrastwiedergabe und Farbenerkennen weitgehend unber\u00fccksichtigt. Zudem liegt der Bestimmung der \u201eSehaufgabe\u201c eine recht antiquierte Vorstellung von der Arbeit zu Grunde: Die Menschen sitzen mit gebeugtem Kopf vor einem Tisch und gucken sich ein flaches Objekt an. Das Erkennen der Form und Farbe des Sehobjektes spielt ofennbar keine Rolle. Die angef\u00fchrte Abbildung ist etwa drei Jahrzehnte alt, die Vorstellung dahinter noch einige mehr.<\/div>\n<div>Diese antiquierte Vorstellung rettete sich in das 21. Jahrhundert mit Hilfe einer Norm, die eigentlich eine neue Qualit\u00e4t f\u00fcr Bildschirmarbeitspl\u00e4tze bringen sollte (DIN 5035-7). Anstelle deren wurde eine neue Leuchtengattung zum \u201eStandard\u201c, die tiefstrahlende BAP-Leuchte. Im Prinzip ist sie auch bei der Planung dieser Norm nicht neu gewesen, sie hatte nur einen anderen Namen. Seit etwa 1984 hei\u00dft sie \u201eBildschirm-Arbeitsplatzleuchte\u201c und tr\u00e4gt einen Namen, der Jedem suggeriert, dass dies die richtige f\u00fcr die Arbeit am Bildschirm sei. Seit dieser Zeit sind zwar so viele Beleuchtungskonzepte entwickelt worden wie noch nie davor, die normative Kraft des Namens \u201eBAP\u201c zu brechen ist aber keiner neueren Idee gelungen.Marketing as marketing can!<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/NO-Area.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-931\" title=\"NO-Area\" src=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/NO-Area.png\" alt=\"NO-Area\" width=\"640\" height=\"318\" srcset=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/NO-Area.png 800w, http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/NO-Area-300x148.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<div>\n<div>Bild 3 Vorstellung von der Sehaufgabe des Menschen, aus der u.a. die \u201erichtige\u201c Anordnung von Leuchten abgeleitet wurde.<\/div>\n<\/div>\n<div>Wo liegt der Fehler des Konzepts? Man kann die Frage relativ einfach beantworten: Um ein Ziel zu erreichen, das f\u00fcr die meisten Arbeitspl\u00e4tze verzichtbar ist, Verringern von Spiegelungen auf Bildschirmen, verst\u00f6\u00dft es mehr oder weniger stark gegen alle oben genannte Qualit\u00e4tsaspekte. So beeintr\u00e4chtigt die st\u00e4rkere Ausrichtung des Lichts auf die \u201eArbeitsebene\u201c (Tisch) das Erscheinungsbild der menschlichen Gesichter und l\u00e4sst sie fahler und mit starken Augenr\u00e4ndern erscheinen, erh\u00f6ht die Gefahr der Reflexblendung auf Tastaturen, farbigen Ausdrucken oder Folien (sehrelevante Aspekte). Durch den gleichen Vorgang werden vertikale Fl\u00e4chen im Verh\u00e4ltnis zu horizontalen dunkler und ihre Farben ung\u00fcnstiger, wodurch ein H\u00f6hleneffekt entsteht (raumbezogene Aspekte). Die gesundheitsbezogenen Aspekte, die in den Forschungsberichten \u201eLicht und Gesundheit\u201c (\u00c7akir, A. und \u00c7akir, G., 1999) und \u201eTageslicht nutzen\u201c (\u00c7akir, Kischkoweit-Lopin und Schultz) umfangreich dargelegt und belegt worden sind, zeigen sich insbesondere dadurch, dass dieses Beleuchtungskonzept zu der h\u00f6chsten Zahl von Gesundheitsst\u00f6rungen f\u00fchrt.<\/div>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<div>Die lichttechnische Industrie bietet seit langem L\u00f6sungen an, die diese Fehler ganz oder teilweise vermeiden. Seit mehr als zehn Jahren ist eine regelrechte Vielfalt an Lichtl\u00f6sungen entstanden. Dennoch wird es wohl noch ein Jahrzehnt dauern, bis die Dominanz der auf die Arbeitsfl\u00e4che gerichteten Beleuchtungssysteme gebrochen sein wird. Am Mangel an brauchbaren Lichtsystemen liegt dies mit Sicherheit nicht, vielleicht eher an falschen Kostenvorstellungen, die man f\u00fcr Wirtschaftlichkeits\u00fcberlegungen h\u00e4lt.<\/div>\n<div>\n<h2>Und das Energiesparen?<\/h2>\n<p>Die allgemein g\u00fcltige Vorstellung, dass eine h\u00f6here Qualit\u00e4t meist mit einem h\u00f6heren Aufwand, sprich Kosten, verbunden ist, gilt f\u00fcr die Beleuchtung nicht bzw. nur punktuell. Hinsichtlich der B\u00fcrobeleuchtung ist man heute sogar in der gl\u00fccklichen Lage, mit einer aus Sicht der Mitarbeiter verbesserten Beleuchtung oft auch noch Energie und Kosten sparen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die wahrscheinlich beste und intelligenteste Methode der Energieeinsparung besteht sicherlich in der Nutzung des Tageslichts wo und wann verf\u00fcgbar. In dem Forschungsbericht \u201eTageslicht nutzen\u201c wurde nachgewiesen, dass eine solche Einsparung nicht etwa mit einer Minderung der Lichtqualit\u00e4t einhergeht, sondern eher zu einer erheblichen Verbesserung aus der Sicht der Mitarbeiter f\u00fchrt. Selbst in technischen Ma\u00dfst\u00e4ben wie Farbwiedergabe oder Kontrastwiedergabe gemessen, ist das Tageslicht dem Kunstlicht weit \u00fcberlegen. Die Belastung durch W\u00e4rmestrahlung, die bei fast jeder Beleuchtung entsteht, ist bei Tageslicht sehr viel geringer, weil technische Lichtquellen in ihrer Strahlung einen relativ hohen Anteil an Infrarot enthalten. In welchem Ma\u00dfe man durch verbesserte Tageslichtnutzung Energie sparen kann, wird in der Literatur unterschiedlich angegeben. Hier sei auf verschiedene Forschungsprojekte in Deutschland und aus dem Bereich der EU-Forschungsf\u00f6rderung verwiesen.<\/p>\n<p>Eine Vorstellung von der Gr\u00f6\u00dfenordnung der Einsparung kann man mit Hilfe von Daten aus einem Projekt der AG Solar entwickeln, die Teil der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW ist. Bei dem genannten Projekt (F\u00f6rderkennzeichen 253 12996, Quelle Prof. Dr. J\u00f6rg Gutjahr) wurde mit Hilfe von Licht lenkenden Oberlichtern (obere Fenster) und von Nordlichtlenkung folgende Einsparungen erzielt:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Einsparungen.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-932\" title=\"Einsparungen\" src=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Einsparungen.png\" alt=\"Einsparungen\" width=\"800\" height=\"194\" srcset=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Einsparungen.png 800w, http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Einsparungen-300x72.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Tabelle 1 : Beleuchtungsstromverbrauch im Monat bzw. Vierteljahr, Angaben in kWh (Quelle Prof. Dr. J\u00f6rg Gutjahr)<\/p>\n<p>Noch gr\u00f6\u00dfere Einsparungen als hier gezeigt sind realistisch, wenn man fr\u00fchere Geb\u00e4ude, die man gerne als \u201eblack box\u201c gebaut hat, mit Oberlichtern versehen kann. Je nach Arbeitszeit und Gr\u00f6\u00dfe der Tageslicht\u00f6ffnungen kann man bis zu 90% der Jahresarbeitszeit \u201eautonom\u201c, d.h. ohne k\u00fcnstliche Beleuchtung arbeiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Autonomie.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-933\" title=\"Autonomie\" src=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Autonomie.png\" alt=\"Autonomie\" width=\"720\" height=\"484\" srcset=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Autonomie.png 800w, http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Autonomie-300x201.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n<p style=\"text-align: left;\">So imponierend die Tageslichtnutzung in solchen Berechnungen auch ausfallen mag, man wird dadurch die k\u00fcnstliche Beleuchtung nicht ersetzen k\u00f6nnen. In einem dicht besiedelten Land wie Deutschland wird es immer mehr Lebensbereiche geben, die auch bei Tage k\u00fcnstliche Beleuchtung ben\u00f6tigen werden. Daher liegt die Zukunft eher in einer integrierten Nutzung von Kunst- und Tageslicht. Eine Demonstration einer solchen Zukunftsvision im wahrsten Sinne des Wortes \u201eintegriert\u201c wurde in dem EU-Projekt ARTHELIO realisiert, indem ein Lichtrohr das Licht durch Geb\u00e4ude f\u00fchrt und auch in R\u00e4ume bringt, die weder Fenster noch Oberlichter besitzen. Das Licht kann hierbei sowohl von der Sonne als auch von einer Lampe stammen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Mit weitaus einfacheren Mitteln, z.B. mit in Leuchten integrierten Lichtmanagementsystemen, l\u00e4sst sich eine Energieeinsparung von 60% bei einem vorgegebenen Tageslichtquotienten von 2% erzielen. Zu dieser Ersparnis muss in einer Energiebilanz eines B\u00fcroraums der verringerte Aufwand f\u00fcr Klimatisierung und f\u00fcr die Lampenherstellung addiert werden. In der Kostenaufstellung schlagen verringerte Lampen- und Wartungskosten zu Buche.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Mittlerweile existiert eine gro\u00dfe Zahl von Ideen und realisierten bzw. realisierbaren L\u00f6sungen f\u00fcr eine Integration von Tageslicht und Kunstlicht. Leider stimmt die Intensit\u00e4t, mit der f\u00fcr ein Konzept geworben wird bzw. ein L\u00f6sungsweg mit \u00f6ffentlichen Mitteln gef\u00f6rdert wird, nicht immer mit dem erzielbaren Nutzen \u00fcberein. So bevorzugt z.B. die Politik zuweilen gro\u00dfe Vorzeigeobjekte wie das \u00dcberschallflugzeug oder den Supercomputer, die kurz nach ihrer Realisierung zu musealen Objekten werden, w\u00e4hrend sich einst kaum beachtete Systeme wie der PC als Revolution entpuppen. \u00c4hnlich ergeht es Oberlichtern und Lichtkuppeln, die seit Jahrhunderten zur Architektur geh\u00f6ren und z.B. die Industrierevolution \u00fcberhaupt erm\u00f6glicht haben. Als \u201elow-tech\u201c geben sie weder den Stoff f\u00fcr Wissenschaftsmagazine her noch f\u00fcr Forschungsprogramme, mit denen die F\u00f6rderer f\u00fcr sich werben. Dennoch k\u00f6nnen sie viele \u201ehigh-tech\u201c-L\u00f6sungen sowohl in Kostenrelationen als auch im Nutzen um L\u00e4ngen schlagen. Bauherren f\u00fcr neue oder zu erneuernde Geb\u00e4ude tun daher gut daran, sich an Energiebilanzen (f\u00fcr Licht, Luft und W\u00e4rme), Wirtschaftlichkeitsberechnungen (f\u00fcr Energie, Technik und Wartung) und Nutzen f\u00fcr die Benutzer zu orientieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Um allen Beteiligten und Betroffenen diesbez\u00fcgliche Entscheidungen zu erleichtern, gibt der Verein Deutscher Ingenieure (VDI-Gesellschaft Technische Geb\u00e4udeausr\u00fcstung) die Richtlinie VDI 6011 \u201eOptimierung von Tageslichtnutzung und k\u00fcnstlicher Beleuchtung\u201c heraus. Im Juli 2002 ist der Teil 1 \u00a0der Richtlinie \u00fcber Grundlagen erschienen, die sich vornehmlich mit Fassaden bezogenen Techniken besch\u00e4ftigen. Der Teil 2 f\u00fcr Oberlichter befindet sich in Bearbeitung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Richtlinie ist in der Lichttechnik nicht gerade mit Begeisterung aufgenommen worden, die sich traditionell eher mit k\u00fcnstlicher Beleuchtung besch\u00e4ftigt. Die Idee, Energie bei sonst gleicher Lichtqualit\u00e4t zu sparen, hat sich offensichtlich auch bei ihrer j\u00fcngsten Norm (EN 12464) nicht erkennbar niedergeschlagen. Eher das Gegenteil ist der Fall. So wurde, wie bereits erw\u00e4hnt, dort der Begriff \u201eNennbeleuchtungsst\u00e4rke\u201c durch die \u201eWartungsbeleuchtungsst\u00e4rke\u201c ersetzt, ohne die \u201eLuxzahlen\u201c zu \u00e4ndern. Zudem gelten f\u00fcr manche Arbeitspl\u00e4tze (z.B. solche, an denen geraucht wird) h\u00f6here Wartungsfaktoren. In der Summe ergeben sich daraus Erh\u00f6hungen von mindestens 25%, unter bestimmten Voraussetzungen sogar \u00fcber 50%. Eine erstaunliche Entwicklung, hat man doch immer behauptet, die geforderten Beleuchtungsst\u00e4rken seien durch Studien begr\u00fcndet.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Norm g\u00e4be theoretisch die M\u00f6glichkeit her, mit weniger Energie auszukommen, da sie nicht mehr eine Allgemeinbeleuchtung fordert. Vielmehr gelten ihre Werte f\u00fcr einen sog. \u201eArbeitsbereich\u201c, die Umgebung darf eine Stufe dunkler sein. Da der Arbeitsbereich aber nicht definiert ist, ist ihre Form und Gr\u00f6\u00dfe f\u00fcr beliebige Interpretationen offen. Wenn man es schafft, die jetzt propagierte Gr\u00f6\u00dfe durchzusetzen, wird es wahrscheinlich zu einem Mehraufwand an Energie kommen. Ob sich die Menschen \u00fcber die neue \u201eLichtqualit\u00e4t\u201c freuen werden, wo sie doch die k\u00fcnstliche Beleuchtung ihrer Arbeitspl\u00e4tze schon jetzt zu hell finden?<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Kombibuero.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-934\" title=\"Kombibuero\" src=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Kombibuero.png\" alt=\"Kombibuero\" width=\"511\" height=\"728\" srcset=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Kombibuero.png 639w, http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Kombibuero-210x300.png 210w\" sizes=\"auto, (max-width: 511px) 100vw, 511px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Bild 5 Bewertungsfl\u00e4chen f\u00fcr die Beleuchtungsst\u00e4rke in einem Kombib\u00fcro. Bislang misst die Gewerbeaufsicht auf der gelben Fl\u00e4che in der Mitte des Schreibtisches. K\u00fcnftig soll der gesamte rot umrandete Bereich gleichm\u00e4\u00dfig und mit mindestens 25% mehr Beleuchtungsst\u00e4rke beleuchtet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif; line-height: 17px; font-size: x-small; color: #333333;\">\u00a9 2002 Dr.-Ing. Ahmet E. Cakir<\/span><\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: left;\">\n<p style=\"text-align: left;\">\n<p style=\"text-align: left;\">\n<div id=\"_mcePaste\" style=\"position: absolute; left: -10000px; top: 1593px; width: 1px; height: 1px; overflow: hidden;\">Bild 1 Energiebilanz der Beleuchtung nach F.O. M\u00fcller (1997). Die in elektrische Energie umgewandelte Prim\u00e4renergie wird nur zu 2,5 % in sichtbares Licht umgewandelt.<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor Ahmet Cakir Kurzfassung Lichtqualit\u00e4t ist ein recht vager Begriff. Genau genommen ist sie nicht definiert. 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