{"id":347,"date":"2009-07-21T21:14:53","date_gmt":"2009-07-21T19:14:53","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost:8888\/wordpress\/?p=347"},"modified":"2009-07-21T21:14:53","modified_gmt":"2009-07-21T19:14:53","slug":"warum-wir-ein-neues-bewertungssystem-fur-die-strahlung-und-das-licht-benotigen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/?p=347","title":{"rendered":"Warum wir ein neues Bewertungssystem f\u00fcr die Strahlung und das Licht ben\u00f6tigen"},"content":{"rendered":"<h3>Autor<\/h3>\n<h2>Ahmet Cakir<\/h2>\n<h3>Kurzfassung<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Wer bestimmt, was &#8222;Licht&#8220; ist? Eine sich seltsam anmutende Frage, da wir alle wissen, was Licht ist. Oder? In Wirklichkeit wissen wir zwar sehr viel \u00fcber Licht, jedoch auch nicht n\u00e4herungsweise auf welchem Wege Licht gemessen und bewertet wird und warum. Solches Wissen ist nur den &#8222;Fachleuten&#8220; zug\u00e4nglich, die sich als verschworene Gemeinschaft pr\u00e4sentieren und verhalten, damit die &#8222;Laien&#8220; nichts dar\u00fcber erfahren. Die Laien sind wir, die Konsumenten von Licht, die Licht zwar benutzen sollen, aber nicht allzu viel verstehen. Wohl deswegen konnte es einer recht kleinen Gruppe von Fachleuten weltweit gelingen, ihr Produkt, das k\u00fcnstliche Licht, zum alleinigen Ma\u00dfstab f\u00fcr Beleuchtung zu erheben, w\u00e4hrend das Licht, unter dem sich die Menschheit entwickelt hat, eine Au\u00dfenseiterrolle zu spielen hat. Eine Welt, die sich um die Lampe dreht!<\/span><\/p>\n<h3>Beitrag<\/h3>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><strong>Einleitung<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer bestimmt, was &#8222;Licht&#8220; ist? Eine sich seltsam anmutende Frage, da wir alle wissen, was Licht ist. Oder? In Wirklichkeit wissen wir zwar sehr viel \u00fcber Licht, jedoch auch nicht n\u00e4herungsweise auf welchem Wege Licht gemessen und bewertet wird und warum. Solches Wissen ist nur den &#8222;Fachleuten&#8220; zug\u00e4nglich, die sich als verschworene Gemeinschaft pr\u00e4sentieren und verhalten, damit die &#8222;Laien&#8220; nichts dar\u00fcber erfahren. Die Laien sind wir, die Konsumenten von Licht, die Licht zwar benutzen sollen, aber nicht allzu viel verstehen. Wohl deswegen konnte es einer recht kleinen Gruppe von Fachleuten weltweit gelingen, ihr Produkt, das k\u00fcnstliche Licht, zum alleinigen Ma\u00dfstab f\u00fcr Beleuchtung zu erheben, w\u00e4hrend das Licht, unter dem sich die Menschheit entwickelt hat, eine Au\u00dfenseiterrolle zu spielen hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">F\u00fcr den Laien w\u00e4re es wahrscheinlich nicht der Rede Wert, \u00fcber Mess- und Bewertungsmethoden von Licht Bescheid zu wissen, solange er beim Suchen nach Licht f\u00fcr das Wohnzimmer, nach Lampen f\u00fcr das Blumenfenster oder das Aquarium aus einer F\u00fclle von Produkten das Geeignete aussuchen kann. Und was ist mit Fachleuten? Sie scheinen sich auch keine tief sch\u00fcrfenden Gedanken dar\u00fcber zu machen, was Licht ist. Man lernt es bereits in der Schule, l\u00e4sst sich an der Hochschule noch etwas pr\u00e4ziser informieren, und sp\u00e4ter dabei bewenden: Licht ist elektromagnetische Strahlung in einem bestimmten Wellenl\u00e4ngenbereich, f\u00fcr die das menschliche Auge empfindlich ist. Die Empfindlichkeitskurve sieht wie eine Glocke aus und hat ihr Maximum da, wo die meisten Pflanzenbl\u00e4tter ihre Farbe haben, etwa bei Gr\u00fcn. Das imposante Geb\u00e4ude namens Lichttechnik beruht auf dieser Kurve.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den letzten Jahren hat die Wissenschaft aufregend neue Erkenntnisse ans Tageslicht gebracht, die dem Geb\u00e4ude kr\u00e4ftige Ersch\u00fctterungen bis in seine Fundamente beschert haben. Sie zwingen sowohl den lichttechnischen &#8222;Laien&#8220; als auch die Fachwelt zu einer v\u00f6llig neuen Betrachtungsweise, deren Bedeutung man nach den Worten von Mark S. Rea, dem Herausgeber der einflussreichsten lichttechnischen Publikation, des Handbuchs der nordamerikanischen Gesellschaft f\u00fcr Lichttechnik, IESNA, so einzusch\u00e4tzen ist: Ohne die Entwicklung eines neuen Mess- und Bewertungssystems f\u00fcr Licht und Strahlung, die auf der Basis der Empfindlichkeitsfunktion der Empf\u00e4nger beruht, die die circadiane Rhythmik des menschlichen K\u00f6rpers, d.h. den tageszeitlichen Verlauf von K\u00f6rperfunktionen, steuern, k\u00f6nnen wir keine Aussagen \u00fcber &#8222;gutes Licht&#8220; treffen, wenn es um die menschliche Gesundheit geht!<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">In der Lichttechnik sind wirklich aufregende Zeiten angebrochen.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Wie bewertet man Licht heute?<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Strahlung wird in jedem Fachgebiet den Interessen des betreffenden Bereichs entsprechend bewertet. So wird z.B. Strahlung, die Krebs erzeugen kann, an der W\u00e4rmeentstehung im Gewebe beurteilt. Den Nachrichtentechniker interessieren diejenigen Eigenschaften, die f\u00fcr die Signal\u00fcbertragung interessant sind, w\u00e4hrend sich der Botaniker f\u00fcr solche interessiert, die das Pflanzenwachstum beeinflussen. Den Mediziner interessieren viele Aspekte, von der t\u00f6dlichen Wirkung von Gammastrahlen bis hin zur Heilwirkung bestimmter Wellenl\u00e4ngen. Was interessiert den Lichttechniker?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><a href=\"?p=349\" target=\"_blank\">Mehr Information zu Messen und Bewerten hier<\/a><\/span><\/p>\n<h4><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Das Tagessehen als Ma\u00dfstab<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Das Hauptinteresse des Lichttechnikers gilt der Wirkung der Strahlung auf Sehvorg\u00e4nge, genau genommen auf das Sehen von Helligkeiten, wof\u00fcr man etwa seit der Steinzeit technische Mittel vielf\u00e4ltigster Art, vom Kienspan bis zum LED, erfunden hat, die fast alle irgendwo auf der Welt noch in Gebrauch sind. F\u00fcr das Sehen ist der Wellenl\u00e4ngenbereich von 380 nm bis 780 nm bedeutsam. Licht wird nur in diesem Bereich gemessen, und zwar nach der sog. V(<\/span><span style=\"font-family: Symbol;\">l<\/span><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">)-Kurve (Bild 1). Praktisch alle Messger\u00e4te f\u00fcr lichttechnische Gr\u00f6\u00dfen sind dieser Kurve angepasst. Nur halten sich die Lichtquellen nicht an die sorgsam festgelegten Grenzen, sie strahlen \u00fcber einen viel gr\u00f6\u00dferen Bereich. Der zus\u00e4tzliche Aktionsbereich der Lichtquellen ist f\u00fcr den Menschen nicht etwa unbedeutsam. Er ist eher (\u00fcber)lebenswichtig, denkt man etwa daran, dass der Mensch ohne die UV-Strahlung nicht existieren kann. Diese ist f\u00fcr die Beleuchtungstechnik aber unbedeutsam und findet auch keinen Zugang in unsere umbaute Umwelt, weil das Fensterglas sie zum gr\u00f6\u00dften Teil absorbiert. F\u00fcr viele Leute gilt es als ausgemacht, dass man in Arbeitsr\u00e4umen k\u00fcnstlich UV erzeugen muss, soll der Mensch gesund bleiben, wenn er sich l\u00e4ngere Zeit in diesen R\u00e4umen aufh\u00e4lt. Andere lehnen dies aber strikt ab, weil die UV-Strahlung auch sch\u00e4dlich sein kann. Lebenswichtig und sch\u00e4dlich zugleich? Eine Frage der Dosis, wie man nicht erst seit Paracelcus wei\u00df &#8211; man kann mit Giften heilen und mit Heilmitteln vergiften.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.cyberlux.de\/deutsch\/articles\/science\/lichtqualitaet\/cakir4\/pic01.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"344\" \/><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Bild 1\tDie Empfindlichkeitsfunktion des Auges f\u00fcr das Tagessehen. Das helladaptierte Auge ist im Gr\u00fcn\/Gelben-Bereich am empfindlichsten, f\u00fcr Blau und Rot am unempfindlichsten. Andere Strahlung, z.B. UV aus Solarien oder IR aus gl\u00fchender Kohle rufen keine Sehempfindung hervor. (Bild F\u00f6rdergemeinschaft Gutes Licht)<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Der Bereich Strahlung, der das Sehen bewirkt, zusammen mit den benachbarten Bereichen, die ihrerseits an die &#8222;R\u00f6ntgenstrahlung&#8220; einerseits und &#8222;Radiowellen&#8220; andererseits grenzen, wird &#8222;optische Strahlung&#8220; genannt. (Bild 2) Da sich die k\u00fcrzelwellige Strahlung unterschiedlich auf den Menschen auswirken kann und zudem durch optische Medien wie Glas oder Luft unterschiedlich beeinflusst wird, wird sie in drei Bereiche aufgeteilt (UVA, UVB und UVC).<\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.cyberlux.de\/deutsch\/articles\/science\/lichtqualitaet\/cakir4\/pic02.jpg\" alt=\"\" width=\"498\" height=\"108\" \/><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Bild 2\tAufteilung der optischen Strahlung in Bereiche. Die nicht sichtbaren Strahlungen k\u00f6nnen von Lichtquellen herr\u00fchren, haben physiologische Wirkungen, rufen aber keine Sehempfindung hervor.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Und wenn man das Licht anders sieht?<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Die V(<\/span><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-family: Symbol, 'Times New Roman', 'Bitstream Charter', Times, fantasy;\">?<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">)-Kurve ist nicht die einzige Bewertungskurve f\u00fcr Licht, da sie nur f\u00fcr das sog. &#8222;Tagessehen&#8220; gilt. Die Kurve f\u00fcr das Nachtsehen (V\u00b4(<\/span><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-family: Symbol, 'Times New Roman', 'Bitstream Charter', Times, fantasy;\">?<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">)-Kurve) sieht ihr \u00e4hnlich aus, ist aber deutlich in Richtung Blau verschoben (Bild 6). Man geht davon aus, dass Tagessehen &#8222;nur&#8220; durch die Empf\u00e4nger beeinflusst wird, die in der Sehgrube sitzen (Zapfen), w\u00e4hrend f\u00fcr das Nachtsehen die St\u00e4bchen verantwortlich zeichnen, die sich zum gr\u00f6\u00dften Teil au\u00dferhalb der Sehgrube befinden. (Bild 3) Diese haben ihre h\u00f6chste Empfindlichkeit in dunklen Umgebungen. Nach einer bestimmten Helligkeit \u00e4ndert sich die H\u00f6he ihres Signals nicht mehr, was man zum Anlass nahm, die St\u00e4bchen in der Bewertung des Tagessehens nicht zu ber\u00fccksichtigen.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.cyberlux.de\/deutsch\/articles\/science\/lichtqualitaet\/cakir4\/pic03.jpg\" alt=\"\" width=\"319\" height=\"236\" \/><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.cyberlux.de\/deutsch\/articles\/science\/lichtqualitaet\/cakir4\/pic04.jpg\" alt=\"\" width=\"276\" height=\"215\" \/><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Bild 3\tDie Netzhaut mit Lichtempf\u00e4ngern und die Fovea, in der die Zapfen konzentriert sind. Der gr\u00f6\u00dfte Teil der Netzhaut wird von St\u00e4bchen eingenommen. (unteres Bild: http:\/\/www.quipo.it\/occhio\/NervootticoANATOMIA.html)<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Strahlung von Lampen bewertet man naturgem\u00e4\u00df nach der Kurve f\u00fcr Tagessehen, man will ja eine helle Umgebung schaffen. Deswegen gibt es kaum ein Messger\u00e4t, das dem Nachtsehen angepasst ist. Wozu auch?<br \/>\n<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Dieses Gedankengebilde ist zwar sehr weit verbreitet, stimmt aber h\u00f6chst wahrscheinlich nicht. Denn die St\u00e4bchen denken nicht daran, ihre Wirksamkeit in hellen Umgebungen v\u00f6llig zu verlieren. Nach Meinung f\u00fchrender Forscher sind sie immer aktiv, halt nicht immer f\u00fchrend. Man kann daher eine Lichtquelle nach zwei unterschiedlichen Methoden bewerten, und damit zwei unterschiedliche lichttechnische Gr\u00f6\u00dfen f\u00fcr jeden Betrachtungsgegenstand ableiten, so z.B. f\u00fcr die Beleuchtungsst\u00e4rke auf dem Tisch. Die Unterschiede sind gravierend, vor allem, was den Menschen angeht, und dies aus mehreren Gr\u00fcnden. Ein wichtiger Beitrag besteht in der unterschiedlichen Beeinflussung der Sehsch\u00e4rfe, was f\u00fcr das Sehen notwendig ist, ein anderer in der Beeinflussung der circadianen Rhythmik des K\u00f6rpers, was f\u00fcr die Leistungsf\u00e4higkeit und Gesundheit des Menschen ausschlaggebend ist. Und die Unterschiede sind nicht etwa klein, sondern wahrlich immens. So ergibt sich zwischen dem Licht einer Natriumdampfniederdrucklampe (Lichtabstrahlung etwa an der h\u00f6chsten Stelle der V(l)-Kurve) und einer Leuchtstofflampe (Tageslicht) ein Bewertungsunterschied um den Faktor 12 (!), wenn das Licht nach der Empfindlichkeitskurve der St\u00e4bchen bewertet wird. (s. unten).<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.cyberlux.de\/deutsch\/articles\/science\/lichtqualitaet\/cakir4\/pic05.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"336\" \/><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Bild 4\tBewertung des Lichtstroms von vier unterschiedlichen Lampen nach Tagessehen (photopisch), Nachtsehen (skotopisch) und der Wirkung einschlie\u00dflich des Einflusses auf die Pupille (nach Daten aus I.E.S. Journal, Februar 1992, WW=warm white, CW=cool white, Tri\/41=Dreibandenlampe mit 4100 K, Tri\/50= Dreibandenlampe mit 5000 K).<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><br \/>\nIn Bild 4 sind allt\u00e4gliche Lampen abgebildet, deren Wirkung sich immerhin ca. um den Faktor 2 unterscheidet. Lichtquellen mit einem hohen Anteil an blau bzw. rot unterscheiden sich viel st\u00e4rker.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Und die Rolle der Pupille?<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Die Pupille regelt bekanntlich die Menge des Lichts, das bei einer gegebenen Umgebung in das Auge eintreten kann. Sie wird selbst durch das Licht der Umgebung gesteuert. Je heller die Umgebung, desto kleiner die Pupillen\u00f6ffnung. Soweit nichts Neues. Wie bei der Blende einer Kamera w\u00e4chst der Entfernungsbereich, den die Pupille scharf abbilden kann, mit abnehmendem Durchmesser. Je heller die Umgebung, desto gr\u00f6\u00dfer die Sch\u00e4rfentiefe. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">So gesehen, funktioniert die Pupille wie eine automatische Blende, aber nur scheinbar, wie man erst letzter Zeit herausgefunden hat. W\u00e4hrend die Blende einer Kamera m\u00f6glichst gut nach der Lichtmenge geregelt werden soll, die man auf dem Film haben m\u00f6chte, haben Forschungsarbeiten an der Lawrence Berkeley Laboratory (Berman, 1992) gezeigt, dass die Pupille auch in hellen Umgebungen wesentlich durch die St\u00e4bchen gesteuert wird. D.h., die Pupillenweite &#8211; und alle damit zusammen h\u00e4ngenden Funktionen &#8211; wird nicht durch das Licht bestimmt, das das scharfe Sehen erm\u00f6glicht.<br \/>\n<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Was hinter dieser Erscheinung steckt, ist nicht genau bekannt. Klar berechenbar ist indes, was dies in der Praxis bedeutet: Zwei Lampen mit unterschiedlichem Spektrum k\u00f6nnen bei gleichen photometrischen Werten (z.B. Leuchtdichte) sehr unterschiedliche visuelle Wirkung (z.B. Sehsch\u00e4rfe) entfalten. Da die St\u00e4bchen ihre h\u00f6chste Empfindlichkeit im blauen Bereich haben, sind Lichtquellen mit einem relativ h\u00f6heren Blauanteil (z.B. Halogenmetalldampflampen) solchen mit einem h\u00f6heren Anteil im gr\u00fcn-gelben Bereich im Vorteil. Die Folge ist beispielsweise, dass die wunderbar hohe Lichtausbeute der Natriumdampfhochdrucklampe nur noch rechnerisch hoch erscheint, in der visuellen Wirkung aber nicht mehr. (Anders sieht die Rechnung aus, wenn man danach bewertet, welches Licht angenehmer erscheint. Nur bei &#8222;S\u00fcdlichtern&#8220; werden Lampen mit einem h\u00f6heren Blauanteil bevorzugt, nordw\u00e4rts ab etwa der Mitte von Deutschland aber w\u00e4rmeres Licht. In Schweden und Norwegen leistet man sich sogar in Arbeitsumgebungen viel Gl\u00fchlampenlicht.)<br \/>\n<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Die hier angef\u00fchrten Erkenntnisse geben einen weiteren Anlass daf\u00fcr, die Lichtmessung und -bewertung zu \u00fcberdenken.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Was heute nicht (angemessen) bewertet wird \u2026<br \/>\nFarbe und Sehen<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Wenn Licht dem Sehen dient, sollte man es doch daran messen, wie gut es das Sehen erm\u00f6glicht, vor allem, was f\u00fcr den Benutzer bedeutsam ist. Sehen kann man Formen und Farben &#8211; und naturgem\u00e4\u00df Ver\u00e4nderungen von beiden. Werden beide Aspekte in der Lichttechnik ihrer Bedeutung entsprechend ber\u00fccksichtigt? Weit gefehlt!<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn man in der Lichttechnik von &#8222;Sehleistung&#8220; spricht, meint man fast immer das Formensehen, das Entdecken und Wahrnehmen der physikalischen Erscheinung von Objekten sowie von deren Ortsver\u00e4nderungen, so z.B. das Erkennen von einem Ball und dessen Flugbewegung. Das Erkennen von Farben geh\u00f6rt nicht unbedingt dazu. Das hat verschiedene Gr\u00fcnde, auch historische. Der historische Grund besteht insbesondere darin, dass sich Menschen mit dem Ph\u00e4nomen Farbe seit Jahrtausenden besch\u00e4ftigen, mit der Lichttechnik hingegen gerade mal seit 100 Jahren. Zudem musste man, um einer der wichtigsten Aufgaben f\u00fcr die Beleuchtung zu entsprechen, das Lesen von Schriftgut zu erm\u00f6glichen, Farbe kaum beachten. Denn zum einen wird traditionell Schriftgut mit bestm\u00f6glichem Kontrast erstellt, und wird deswegen fast immer Schwarz auf Wei\u00df gedruckt. Zum anderen besa\u00dfen Menschen selten Werkzeuge, mit denen man farbige Objekte zu Papier bringen konnte. Der Umgang weiter Kreise mit Farbe bei Schriftgut ist gerade mal 10 Jahre alt, in der Fotografie ca. 30 Jahre.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der funktionelle Grund besteht darin, dass Formen physikalische Realit\u00e4ten sind, die man nur richtig beleuchten muss, um sie erkennen zu k\u00f6nnen, w\u00e4hrend Farben nur im menschlichen Gehirn existieren. Die Farbe eines beleuchteten Gegenstands h\u00e4ngt nicht nur von dessen Eigenschaften ab, sondern in erheblichem Ma\u00dfe von dem Licht, in dem er steht. So jedenfalls, wenn man einen Gegenstand fotografiert. Wenn man ihn direkt anschaut, spielt auch die Umgebung eine Rolle, die die Farbstimmung des Auges mitbestimmt. So wird man z.B. in einem Raum mit roten W\u00e4nden eine blaue Blume anders sehen als in einem Raum mit wei\u00dfen W\u00e4nden. Auch wenn dies sich kompliziert genug anh\u00f6rt, gibt es noch einen weiteren Einflussfaktor, der die gesehene Farbe eines Gegenstands mitbestimmt: die Farbe der unmittelbar angrenzenden Objekte. Die gesehene Farbe eines Gegenstands ist somit Ergebnis von vier Einflussfaktoren, das nur im Kopf des Beobachters existiert. Man kann sie weder fotografieren noch messen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus diesen und anderen Gr\u00fcnden beschr\u00e4nkt man sich in der Beleuchtungstechnik darauf, dass man die Farbwiedergabeeigenschaften der installierten Lampen beschreibt. Den hierzu ben\u00f6tigten Wert (Farbwiedergabeindex) kann man in jedem Lampenkatalog finden. Was die Kataloge allerdings nicht sagen, ist die Tatsache, dass die meisten in der Beleuchtung \u00fcblicherweise benutzten Lampen eine recht bescheidene Farbwiedergabe aufweisen. Die mit guter Farbwiedergabe, zu erkennen an der &#8222;9&#8220; in dem dreistelligen Lampencode (9xx), z.B. Gl\u00fchlampen oder Leuchtstofflampen &#8222;de Luxe&#8220;, sind nicht so energieeffizient wie die Lampen mit schlechterer Farbwiedergabe.<\/p>\n<p>Wie unterschiedlich ein und derselbe Gegenstand unter Licht mit verschiedenen Spektralverteilungen aussehen kann, zeigt Bild 5.<\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.cyberlux.de\/deutsch\/articles\/science\/lichtqualitaet\/cakir4\/pic07.jpg\" alt=\"\" width=\"517\" height=\"306\" \/><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"> Bild 5\tErscheinung von Objekten bei sehr guter Farbwiedergabe (Gl\u00fchlampe, links) und bei Licht mit unterschiedlichen Spektren (Quelle: http:\/\/www.hl-technik.de)<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Farbe und Sehen auf Bildschirmen<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">W\u00e4hrend man das Erkennen von Farben auf beleuchteten Gegenst\u00e4nden zwar nicht zur Sehleistung z\u00e4hlt, aber dennoch teilweise ber\u00fccksichtigt, wird das Erkennen von Farben auf Bildschirmen nicht nur au\u00dfer Betracht gelassen. Ganz im Gegenteil: Es wird erschwert. Man versucht in Deutschland eine Beleuchtungsnorm f\u00fcr Bildschirmarbeitspl\u00e4tze zu schaffen (DIN 5035 Teil 7), die die Beleuchtungsst\u00e4rke am Arbeitsplatz um mindestens 20%, f\u00fcr alle Arbeitsr\u00e4ume mit Raucherlaubnis gar um 60% bis 80% erh\u00f6hen soll. Warum man den Betrieben solche zus\u00e4tzlichen Ma\u00dfnahmen aufb\u00fcrden sollte, wird niemand ernsthaft begr\u00fcnden k\u00f6nnen. Es gibt n\u00e4mlich keinen vern\u00fcnftigen Grund. Man kann aber auch ohne wissenschaftliche Begr\u00fcndung verstehen, dass mehr Fremdlicht die ohnehin nicht sonderlich gute Farbwiedergabe auf Bildschirmen nicht etwa f\u00f6rdert. Wenn die Norm angenommen und in die Praxis umgesetzt wird, wird es noch viel mehr Beleuchtungsanlagen geben, die die Benutzer selten oder \u00fcberhaupt nicht mehr einschalten, weil das zus\u00e4tzliche Licht ihre Sehaufgaben nicht etwa erleichtert, sondern das Gegenteil bewirkt. Beleuchtung verhindert gutes Sehen! So stellt man sich den technischen Fortschritt mit Sicherheit nicht vor.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Licht und Gesundheit<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Die Ausf\u00fchrungen von Mark S. Rea (s. Cyberlux,\u00a0<a href=\"?p=112\" target=\"_blank\">Mehr als Sehen)<\/a> zur Begr\u00fcndung einer neuen Messtechnik folgen neuen Erkenntnissen \u00fcber die Wirkungen des Lichts auf den Menschen, die weit \u00fcber das Sehen hinaus gehen. Man hat in den letzten zwei Jahrzehnten St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck ermittelt, was alles Licht beim Menschen bewirkt au\u00dfer Sehen und seine Umwelt erkennen:<\/span><\/p>\n<p>\u00b7\tBeleuchtung von Arbeitsst\u00e4tten beeinflusst Gesundheit und Wohlbefinden (Cakir, 1990)<\/p>\n<p>\u00b7\tLicht kann Winterdepression mildern [Lewy AJ, Kern HA, Rosenthal NE, Wehr TA. 1982]<\/p>\n<p>\u00b7\tLicht kann die Dauer und Tiefe sowie Qualit\u00e4t von Schlaf erh\u00f6hen [Lack L, Wright H. 1993]<\/p>\n<p>\u00b7\tLicht kann den Schlaf-\/Wachrhythmus von Alzheimerpatienten regulieren [Van Someren et al, 1997]<\/p>\n<p>\u00b7\tLicht kann die Leistungsf\u00e4higkeit von Nacht- und Schichtarbeitern erh\u00f6hen [Boyce et al, 1997, Figueiro et al, 2001]<\/p>\n<p>\u00b7\tLicht kann die Gewichtszunahme von Fr\u00fchgeborenen verbessern [Miller et al, 1995, Brandon et al, 2002]<\/p>\n<p>\u00b7\tDie Aktivierung des circadianen Systems wird durch ein j\u00fcngst entdecktes Wahrnehmungssystem geregelt [Berson et all, 2002, Hattar et al, 2002]<\/p>\n<p>\u00b7\tLicht reguliert den Melatoninpegel [Lewy et al, 1980], von dem nachgewiesen wurde, dass er das Wachstum von Brustkrebs verringert [Dauchy et al, 1999, Blask et al, 1999]<\/p>\n<p>\u00b7\tLicht beeinflusst die Hirnrindenaktivit\u00e4t direkt [Badia et al, 1991]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Es war seit Jahren bekannt, dass der Wechsel von Lichtbestrahlung f\u00fcr die Steuerung des Tageszeit- und Jahreszeit-bezogenen Verhaltens von S\u00e4ugetieren au\u00dfer Menschen bedeutsam ist [Withrow, 1957; Nelson, Zucker, 1981]. Jedoch wurde in weiten Kreisen angenommen, dass der Mensch nicht besonders empfindlich f\u00fcr wechselnde Lichteinfl\u00fcsse sei. Wie oben bereits erw\u00e4hnt wurde, wurde in den letzten 30 Jahren klar, dass Hell\/Dunkel-Zyklen viele Verhaltensweisen auch des Menschen steuern, einschlie\u00dflich Winterdepression [Lewy AJ, Kern HA, Rosenthal NE, Wehr TA. 1982], Schlaf-\/Wach-Rhythmen [Wehr et al, 1995], K\u00f6rpertemperatur [Badia et al, 1991], Hirnaktivit\u00e4ten [Badia et al, 1991], subjektive Wachsamkeit [Monk et al, 1997] und Leistungsf\u00e4higkeit [Boyce et al, 1997 ].<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Solche Wirkungen wurden fr\u00fcher nicht nur f\u00fcr unwahrscheinlich gehalten, sondern von Arbeitsmedizinern eindeutig verneint: &#8222;Menschen in fensterlosen Fabrikationsr\u00e4umen haben &#8211; sofern diese in arbeitshygienischer Sicht optimal gestaltet sind &#8211; keine gesundheitssch\u00e4digenden Einfl\u00fcsse zu bef\u00fcrchten.&#8220; (Schlussfolgerung eines Kongresses der Gesellschaft f\u00fcr Arbeitsmedizin zum Thema fensterlose Arbeitsr\u00e4ume aus dem Jahre 1965). Tageslicht geh\u00f6rte seinerzeit nicht zur Arbeitshygiene, weil man das menschliche Auge als eine Art Kamera auffasste und f\u00fcr die richtige &#8222;Belichtung&#8220; f\u00fcr diese Kamera zu sorgen als einzige Aufgabe f\u00fcr die Beleuchtung ansah.<\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Die Beleuchtung von Arbeitsst\u00e4tten dient prim\u00e4r immer noch zum Sehen des Arbeitsgutes. Etwa 80 Jahre lang meinte man auch, damit der Gesundheit Gen\u00fcge getan zu haben. Offenbar stimmt es nicht. (Allerdings darf man nicht den Fehler begehen, die k\u00fcnstliche Beleuchtung von Arbeitsst\u00e4tten deswegen als gesundheitssch\u00e4dlich anzusehen, wie man seit Jahrzehnten in vielen Publikationen lesen kann.) Da sich die Lichttechniker anscheinend als Arbeitsgut nur ein Blatt Papier auf dem Tisch vorstellen, rechnen sie fast immer mit der Beleuchtungsst\u00e4rke in der Tischebene. F\u00fcr die Gesundheit des Menschen ist aber eine helle anregende Umgebung vonn\u00f6ten, und diese wird haupts\u00e4chlich durch die Helligkeit der vertikalen Fl\u00e4chen bestimmt. Das Sehen von Arbeitsgut ist f\u00fcr die Auslegung einer Beleuchtung f\u00fcr die meisten Arbeitspl\u00e4tze allenfalls von historischer Bedeutung. So kann man einen Laserdruck bei 5 lx einwandfrei und fl\u00fcssig lesen, und um das Blatt einigerma\u00dfen frei platzieren zu k\u00f6nnen, ben\u00f6tigt man eine Fl\u00e4che von ca. 60 cm X 60 cm mit 5 lx auszuleuchten. Wer m\u00f6chte an einem Arbeitsplatz arbeiten, an dem nur diese Fl\u00e4che beleuchtet ist? Wer sich dies antut, wird zwar lesen k\u00f6nnen, aber die n\u00e4chsten 60 Minuten kaum in vollem Bewusstsein erleben. F\u00fcr eine angenehme und anregende Umgebung braucht man mehr Licht &#8211; aber nicht auf der Tischebene, sondern eher auf vertikalen Fl\u00e4chen. Zur Zeit sch\u00fcttet man das Licht in die Richtung, in der es wenig bewirken kann &#8211; und h\u00e4lt dies auch noch f\u00fcr wirtschaftlich und \u00fcberhaupt sinnvoll.<\/span><\/p>\n<h3><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Wie sollte Licht bewertet werden?<\/span><\/h3>\n<h4><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Gesundheit als Ma\u00dfstab<\/span><\/h4>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Wenn wir die vielfachen gesundheitlichen Wirkungen des Lichts auf den Menschen in der Beleuchtung ber\u00fccksichtigen wollen, werden wir schnell mit einem Problem konfrontiert: Auf welchem Wege erfolgen die Wirkungen denn? Wenn man n\u00e4mlich die Wirkungsweise von einem Umweltfaktor nicht kennt, kann man diesbez\u00fcglich keine technischen Ma\u00dfnahmen treffen. Beispielsweise gibt es bei der Krebsentstehung zwar bekannte Mechanismen (z.B. Erzeugung von Hautkrebs durch Sonnenstrahlung), diese sind in Innenr\u00e4umen vermutlich unwirksam.<br \/>\nBei den f\u00fcr die Beleuchtung von Arbeitsst\u00e4tten wichtigen Wirkungen geht es nicht um therapeutische Wirkungen, f\u00fcr die es viele Erkenntnisse gibt. Man darf n\u00e4mlich Arbeitnehmer in ihrer Arbeitsumgebung nicht zwangsweise therapeutischen Ma\u00dfnahmen unterwerfen. Es geht eher um Vermeidung unerw\u00fcnschter Wirkungen wie vorzeitige Erm\u00fcdung, Benommenheit u.\u00e4. bzw. um Abwehr gesundheitssch\u00e4digender Wirkungen, falls nachgewiesen.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Eine Schl\u00fcsselwirkung kennt man aber recht genau, auch wenn man nicht ihre mittelbaren Folgen noch exakt ermitteln muss: Die Steuerung der Tagesrhythmik des Melatoninpegels im Blut. K\u00fcrzlich wurde von zwei Arbeitsgruppen das Wirkungsspektrum circadianer (nichtvisueller) Photorezeptoren der Netzhaut des Menschen publiziert [Brainard et al, 2001; Thapan et al, 2001]. Als Wirkung wurde die Hemmung der n\u00e4chtlichen Sekretion von Melatonin durch die Epiphyse (Zirbeldr\u00fcse) gemessen. Das Spektrum unterscheidet sich signifikant von den Spektren der St\u00e4bchen- und Zapfenpigmente des visuellen Systems und hat ein Wirkungsmaximum bei etwa 460 nm. (Bild 6).<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Eine Ber\u00fccksichtigung der Wirkungen auf die circadiane Rhythmik kann auf folgenden Wegen erfolgen:<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">\u00b7\tDurch m\u00f6glichst gute Anpassung der Lichtverh\u00e4ltnisse in der Arbeitsumgebung an die Tagesrhythmik, z.B. durch hinreichend hohe Tageslichtbeleuchtung. Hierdurch k\u00f6nnen negative Wirkungen vermieden werden, die man h\u00e4ufig als gesundheitssch\u00e4digende Wirkungen der k\u00fcnstlichen Beleuchtung ansieht.<\/span><\/p>\n<p>\u00b7\tBei k\u00fcnstlicher Beleuchtung durch Ber\u00fccksichtigung der Melatoninsuppression zu unterschiedlichen Tageszeiten und bei unterschiedlichen Lichtquellen (n\u00e4heres Ehrenstein und Rea). Bez\u00fcglich dieser Wirkung unterscheiden sich in der Beleuchtung \u00fcbliche Lampen etwa um den Faktor 3, wenn eine Umgebung, photometrisch gemessen, gleich ist. Der Unterschied kann bis zu 1200 betragen, wenn z.B. gelbe und blaue LEDs miteinander verglichen werden. Durch sachgerechte Auswahl der Beleuchtung k\u00f6nnen unerw\u00fcnschte Wirkungen vermieden bzw. erw\u00fcnschte herbeigef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Wenn man die gesundheitlichen Wirkungen sinnvoll ermitteln und planen will, braucht man nach Rea eine neue Mess- und Bewertungsmethode, die auf der Basis der Empfindlichkeitskurve der circadianen Empf\u00e4nger beruht. Messverfahren, die auf der derzeitigen Photometrie beruhen, sind hierzu ungeeignet. Ein solches Verfahren ist nicht ungew\u00f6hnlich, z.B. gibt es seit Jahrzehnten Empf\u00e4nger, die nach der Bilirubinabsorption durch die Haut arbeiten.<\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.cyberlux.de\/deutsch\/articles\/science\/lichtqualitaet\/cakir4\/pic06.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"377\" \/><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Bild 6\tDie spektrale Empfindlichkeit der Empf\u00e4nger im Auge. Die durchgezogene Linie ist die in der Photometrie benutzte Kurve f\u00fcr Zapfen (photopisch), die strichpunktierte gibt die Empfindlichkeit der St\u00e4bchen wieder. Die mit &#8222;circadian&#8220; bezeichnete Kurve ist empirisch f\u00fcr die Empf\u00e4nger ermittelt worden, die die Melatoninsuppression steuern.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Das eigentliche Problem besteht daher nicht im Messen, weil die entsprechende \u00c4nderung der Messk\u00f6pfe \u00fcberhaupt kein Problem darstellt. Die Schwierigkeiten liegen im Bewerten, da man bei photopischen Gr\u00f6\u00dfen und ihrer Wirkung auf sehr lange Erfahrungen zur\u00fcck blicken kann, w\u00e4hrend man bei gesundheitlichen Wirkungen Neuland betritt. Hierzu muss noch viel Grundlagenarbeit geleistet werden.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Ein grunds\u00e4tzliches Problem besteht darin, dass eine Beleuchtung, die f\u00fcr eine &#8222;optimale&#8220; gesundheitliche Wirkung ausgelegt w\u00fcrde, nicht notwendigerweise den Sehaufgaben am Arbeitsplatz gerecht wird. Ein \u00e4hnliches Problem ist ja aus der Wohnraumbeleuchtung bekannt. Eine &#8222;sch\u00f6ne und gem\u00fctliche&#8220; Wohnraumbeleuchtung taugt nicht immer viel, wenn man dort Zeitung lesen m\u00f6chte. In der Arbeitswelt kennen das Problem Mitarbeiter an CAD-Arbeitspl\u00e4tzen und Grafiker an multimedialen Einrichtungen zu Gen\u00fcge. Viele von ihnen arbeiten ohne Licht, um (Farben) besser sehen zu k\u00f6nnen. Gesund ist das nicht.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Sehen als Ma\u00dfstab<\/span><\/h4>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Hierzu muss eine Methode gefunden werden, der die Wirkung der St\u00e4bchen ber\u00fccksichtigt. Bei Lampen kann man dies theoretisch berechnen, wie es beispielsweise f\u00fcr vier Lampen in Bild 4 geschehen ist.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Bei Tageslicht w\u00fcrde eine Neubewertung zeigen, dass die Beleuchtungswirkung von Tageslicht mit derzeitigen Methoden weit untersch\u00e4tzt wird. Das bedeutet so viel wie, dass 1 lx Tageslicht viel mehr als 1 lx, photopisch gemessen, ist.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">F\u00fcr die Beleuchtung von Arbeitsst\u00e4tten muss man L\u00f6sungen finden f\u00fcr den Fall, dass eine f\u00fcr das Sehen gestaltete Umgebung den Anforderungen widerspricht, die sich aus der Ber\u00fccksichtigung gesundheitlicher Wirkungen ergeben. Solche L\u00f6sungen sind in der Arbeitswelt nichts Neues, hat man doch viele Gro\u00dfraumb\u00fcros &#8222;r\u00fcckgebaut&#8220;, um mehr Tageslicht an den Arbeitplatz zu bringen.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Leider sind derartige L\u00f6sungen zum einen nicht immer m\u00f6glich und zum anderen zuweilen mit massiven W\u00e4rmeproblemen verbunden, die man nicht au\u00dfer Acht lassen darf. Zudem werden immer mehr Arbeitspl\u00e4tze mit mehreren Bildschirmen best\u00fcckt, und es wird immer mehr mit Farbe gearbeitet, wodurch ein besserer Schutz gegen Sonnenlicht erforderlich wird. (s. Cyberlux<a href=\"?p=197\"> Sonnenschutz im B\u00fcro<\/a> von Sylke Neumann)<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Farbensehen als Ma\u00dfstab<\/span><\/h4>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Jede sorgf\u00e4ltig gestaltete Umgebung, ob Opernsaal, Restaurant oder Wohnzimmer, offenbart sich dem Betrachterauge durch ihre farbliche Zusammensetzung, und man wird einem Produkt kein gutes Design bescheinigen, das sich nicht durch geschmackvoll abgestimmte Farben pr\u00e4sentiert. Verkaufsr\u00e4ume werden kunstvoll um die Ware herum mit Farben ausgeschm\u00fcckt, damit der K\u00e4ufer sich wohl f\u00fchlt und das Angebot dem K\u00e4uferauge schmeichelt. Und was ist mit unserer Arbeitsumgebung? Mit Ausnahme derjenigen Stellen, an denen sich ein Unternehmen der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentiert, z.B. Verkaufsr\u00e4ume, Kundenberatungsstellen oder Foyers, herrscht h\u00e4ufig das kalte Grauen, kieselgraue Melaminoberfl\u00e4chen auf M\u00f6beln und ihre Pendants in Lack und Pulverbeschichtung auf Ger\u00e4ten &#8211; Grau so weit das Auge blickt. Die B\u00fcros erlebten in den letzten vier Jahrzehnten zwar eine technische Revolution nach der anderen, in Sachen Farbe haben sie sich nur von &#8222;Eichehell&#8220; \u00fcber &#8222;Beige&#8220; zu &#8222;Computerschmuddelgrau&#8220; entwickeln k\u00f6nnen. Wenn sich die Tr\u00e4ume mancher Computerfirmen erf\u00fcllen, die sich die Farbe Schwarz an Tastaturen und Computergeh\u00e4usen w\u00fcnschen (und sogar das Wirtschaftministerium eingeschaltet haben, weil dies deutschen Arbeitssch\u00fctzern gegen den Strich geht), werden wir gegen Ende des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts dort ankommen, wo wir 50 Jahre zuvor gewesen sind: Schwarz als &#8222;Profi-Look&#8220;. Wenn das kein Fortschritt ist!<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Farbensehen als Ma\u00dfstab in der Beleuchtungstechnik &#8211; das w\u00e4r\u00b4 doch was! Leider sieht es nicht danach aus, dass eine solche Vorstellung realistisch w\u00e4re. Man muss sich aus heutiger Sicht schon zufrieden geben, wenn das Problem \u00fcberhaupt verstanden wird. Daher wird das Farbensehen nicht in absehbarer Zeit zum (Haupt)Ma\u00dfstab f\u00fcr Beleuchtung werden. Trotzdem sollte man bei der Planung folgende Aspekte im Auge behalten:<\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">1.\tF\u00fcr die Wiedergabe von Farben ist das Spektrum des Lichts wichtig. Je &#8222;voller&#8220; das Spektrum, desto besser die Farbwiedergabe. Leider verbrauchen Lampen mit guter Farbwiedergabe pro Lumen mehr Watt als solche mit schlechter Farbwiedergabe.<\/span><\/p>\n<p>2.\tEnergiesparlampen &#8222;sparen&#8220; h\u00e4ufig Energie, indem sie das Licht dort abstrahlen, wo das Auge (Bild 1) rechnerisch am empfindlichsten ist. Hierdurch werden Farben verf\u00e4lscht. Daher sollte man beim Einsatz von &#8222;Energiesparlampen&#8220; immer die Farbwiedergabe pr\u00fcfen. Der im Katalog gedruckte Farbwiedergabeindex ist nicht unbedingt verl\u00e4sslich.<\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">3.\tDas Sehen von Farben auf dem Bildschirm wird durch das Fremdlicht mehr oder weniger stark negativ beeinflusst. Farben leiden st\u00e4rker als Kontraste.<\/span><\/p>\n<p>4.\tFlachbildschirme sind zwar gegen Fremdlicht im Allgemeinen weniger empfindlich als CRT-R\u00f6hren, sie weisen aber meistens eine schlechtere Farbwiedergabe auf.<\/p>\n<p>5.\tWer h\u00e4ufig farbige Objekte auf dem Bildschirm betrachten und auf dem Papier weiter geben m\u00f6chte, muss zum einen eine gute Beleuchtung f\u00fcr die Ausdrucke haben und zum anderen wenig Fremdlicht auf seinem Bildschirm. Aber auch dann ist improvisieren angesagt, weil nur erfahrene Profis bereits auf dem Bildschirm sehen, was nachher auf dem Papier steht.<\/p>\n<h4><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Aussichten<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify; \"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Die &#8222;gesundheitsgerechte&#8220; Beleuchtung ist derzeit noch als Idee und wissenschaftliches Konzept im Entstehen. Daran \u00e4ndert auch die Tatsache nicht, dass die Industrie seit 80 Jahren behauptet, die Beleuchtung diene der Gesundheit. Sie muss nur normgerecht sein. In den neuesten Normen darf dies \u00fcbrigens nicht mehr behauptet werden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify; \"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Ein erster Fortschritt wurde dadurch erreicht, dass die Europ\u00e4ische Arbeitsst\u00e4ttenrichtlinie und die k\u00fcnftige Arbeitsst\u00e4ttenverordnung der Bundesrepublik Deutschland Tageslicht als prim\u00e4re Beleuchtung in den Vordergrund stellen. Wir werden in n\u00e4chster Zukunft immer mehr Tageslicht in unseren Arbeitsst\u00e4tten erleben, nicht nur deswegen, sondern zum Zwecke des Energiesparens. Gesund sowie \u00f6konomisch und \u00f6kologisch sinnvoll, die Entwicklung. (s. Cyberlux\u00a0<a href=\"?p=364\" target=\"_blank\">Tageslicht und Ergonomie<\/a> von Ahmet und Gisela Cakir)<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Leider l\u00f6st dies das Beleuchtungsproblem nur teilweise, weil man keine &#8222;gesunde&#8220; Arbeitsorganisation ohne k\u00fcnstliches Licht aufbauen kann. Vielleicht springen da die Verantwortlichen mal \u00fcber ihren Schatten und fragen die Nutzer, ob lieber mehr Lux auf dem Arbeitstisch haben wollen oder lieber sch\u00f6nere Farben. Derzeit versuchen sie aber, trickreich die Luxzahlen zu erh\u00f6hen &#8211; so ganz nach dem Muster der fr\u00fchen 30er Jahre. So werden die, die stets das Helle wollen, zur treibenden Kraft, die das Dunkle schafft: Die Benutzer schalten das Licht halt ab, wenn es ihnen nicht gef\u00e4llt.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Literatur<\/span><\/h4>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Badia P, Myers B, Boecker M, Culpepper, J. 1991. Bright light effects on body temperature, alertness, EEG and Behavior. Physiol Behav 50(3): 583- 588. <a href=\"http:\/\/www.websciences.org\/cftemplate\/NAPS\/archives\/indiv.cfm?ID=19931725\">hier<\/a><\/span><\/p>\n<p>Berman, S. M. 1992 Energy Efficiency Consequences of Scotopic Sensitivity, JOURNAL of the Illuminating Engineering Society Winter 1992 <a href=\"http:\/\/209.85.129.132\/search?q=cache:oCqEJ80AdtEJ:www.1stsourcelight.com\/downloads\/art-scotopic.pdf+Energy+Efficiency+Consequences+of+Scotopic+Sensitivity&amp;cd=2&amp;hl=de&amp;ct=clnk&amp;client=safari\">hier<\/a> oder <a href=\"http:\/\/localhost:8888\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/Bermanart-scotopic.pdf\">da<\/a><\/p>\n<p>Berson DM, Dunn FA, Takao M. 2002. Phototransduction by retinal ganglion cells that set the circadian clock. Science 295(5557): 1070-1073. <a href=\"http:\/\/www.sciencemag.org\/cgi\/content\/abstract\/295\/5557\/1070\" target=\"_blank\">hier<\/a><\/p>\n<p>Blask D, Sauer L, Dauchy R, Holowachuk E, Ruhoff M, Kopff H. 1999. Melatonin inhibition of cancer growth in vivo involves suppression of tumor fatty acid metabolism via melatonin receptor-mediated signal transduction events. Cancer Res 59: 4793-4701. <a href=\"http:\/\/cancerres.aacrjournals.org\/cgi\/content\/abstract\/59\/18\/4693\">hier<\/a><\/p>\n<p>Boyce P, Beckstead JW, Eklund NH, Strobel RW, Rea MS. 1997. Lighting the graveyard shift: The influence of a daylight-simulating skylight on the task performance and mood of nightshift workers. Light Res Technol 29(3): 105- 134. <a href=\"http:\/\/lrt.sagepub.com\/cgi\/content\/abstract\/29\/3\/105\" target=\"_blank\">hier<\/a><\/p>\n<p>Brainard, G. C., Hanifin, J. P., Greeson, J. M., Byrne, B., Glickman, G., Gerner, E., and Rollag, M. D.:\u00a0Action spectrum for melatonin regulation in humans: evidence for a novel circadian photoreceptor.\u00a0\u00a0J. Neurosci. 21, 6405 (2001) <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/11487664\" target=\"_blank\">hier<\/a><\/p>\n<p>Brandon DH, Holditch-Davis D, Belyea M. 2002. Preterm infants born at less than 31 weeks&#8216; gestation have improved growth in cycled light compared with continuous near darkness. J Pediatr 140(2): 192-199. <a href=\"http:\/\/www.gghjournal.com\/volume18\/18-3\/articles\/preterm.htm\">hier<\/a><\/p>\n<p>Cakir, A. Licht und Gesundheit &#8211; Eine Untersuchung zum Stand der Beleuchtungstechnik in deutschen B\u00fcros, Ergonomic, Berlin, 1990 <a href=\"http:\/\/www.healthylight.de\/Documents.html\" target=\"_blank\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.healthylight.de\/download.html\">da<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.healthylight.de\/Documents_files\/LichtundGesundheit.pdf\" target=\"_blank\">dort<\/a> (Achtung Sprache)<\/p>\n<p>Dauchy RT, Blask DE, Sauer LA, Brainard GC, Krause JA. 1999. Dim light during darkness stimulates tumor progression by enhancing tumor fatty acid uptake and metabolism. Cancer Lett 144: 131-136. <a href=\"http:\/\/www.biomedexperts.com\/Abstract.bme\/10529012\/Dim_light_during_darkness_stimulates_tumor_progression_by_enhancing_tumor_fatty_acid_uptake_and_metabolism\">hier<\/a><\/p>\n<p>Figueiro MG, Rea MS, Boyce P, White R, Kolberg K. 2001. The effects of bright light on day and night shift nurses&#8216; performance and well-being in the NICU. Neonatal Intens Care 14(1): 29-32.<\/p>\n<p>Hattar S, Liao HW, Takao M, Berson DM, Yau KW. 2002. Melanopsincontaining retinal ganglion cells: architecture, projections, and intrinsic photosensitivity. Science 295(5557): 1065-1070. <a href=\"http:\/\/www.sciencemag.org\/cgi\/content\/abstract\/295\/5557\/1065\">hier<\/a><\/p>\n<p>Lack L, Wright H. 1993. The effect of evening bright light in delaying the circadian rhythms and lengthening the sleep of early morning awakening insomniacs. 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Eine sich seltsam anmutende Frage, da wir alle wissen, was Licht ist. Oder? In Wirklichkeit wissen wir zwar sehr viel \u00fcber Licht, jedoch auch nicht n\u00e4herungsweise auf welchem Wege Licht gemessen und <a href=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/?p=347\"> Read more&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[59],"tags":[98,102,104,105,107,113,118,119,120,121,217,124],"class_list":["post-347","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bewertungssystem-fur-licht","tag-arbeit","tag-cen","tag-cyberlux","tag-din-5035","tag-ges","tag-licht","tag-normen","tag-sehaufgabe","tag-sicherheit","tag-sonnenschutz","tag-daylight","tag-uv"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/347","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=347"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/347\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=347"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=347"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=347"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}