{"id":336,"date":"2009-07-21T00:24:09","date_gmt":"2009-07-20T22:24:09","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost:8888\/wordpress\/?p=336"},"modified":"2010-09-15T17:45:26","modified_gmt":"2010-09-15T15:45:26","slug":"zur-festlegung-von-gutemerkmalen-der-einzelplatzbeleuchtung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/?p=336","title":{"rendered":"Zur Festlegung von G\u00fctemerkmalen der Einzelplatzbeleuchtung"},"content":{"rendered":"<h3>Autor<\/h3>\n<h2>Cornelia Vandahl<\/h2>\n<h3>Kurzfassung<\/h3>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif; \">Im Rahmen der Arbeit wurde die Kombination aus Einzelplatzbeleuchtung in Kombination mit Allgemeinbeleuchtung (Kombinierte Beleuchtung) in ihren G\u00fctemerkmalen untersucht. Im Labor fanden umfangreiche Untersuchungen statt. Mit 40 Versuchspersonen wurden Befragungen und Leistungstests durchgef\u00fchrt. Ebenfalls im Labor fanden Befragungen an Versuchsarbeitspl\u00e4tzen statt. Die Probanden bewerteten dabei 9 reale Einzelplatzleuchten. Zur Pr\u00fcfung der Ergebnisse der Laboruntersuchungen erfolgten Feldversuche an 100 Arbeitpl\u00e4tzen in verschiedenen B\u00fcror\u00e4umen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Mit der DIN 5035, Teil 8 ist die Einzelplatzbeleuchtung in die lichttechnische Normung eingebracht wurden. Die in der Untersuchung ermittelten G\u00fctekriterien wurden mit den Forderungen der DIN verglichen. Teilweise kann eine sehr gute \u00dcbereinstimmung festgestellt werden. An anderen Stellen jedoch ergeben sich Unterschiede.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Aus den Untersuchungsergebnissen werden g\u00fcnstige Wertebereiche f\u00fcr die G\u00fctemerkmale Beleuchtungsst\u00e4rke, <\/span><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;\">Verh\u00e4ltnis von <\/span><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Beleuchtungsst\u00e4rken und Gr\u00f6\u00dfe der beleuchteten Fl\u00e4che abgeleitet.<\/span><\/p>\n<h3>Beitrag<\/h3>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Durch Labor- und Feldversuche konnte eine Vielzahl neuer Erkenntnisse zur Einzelplatzbeleuchtung in Kombination mit Allgemeinbeleuchtung (Kombinierte Beleuchtung) gewonnen werden. Durch Leistungstests und Befragungen wurden alle G\u00fctemerkmale dieses Beleuchtungssystems untersucht.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Die Einzelplatzbeleuchtung erm\u00f6glicht mehr Individualit\u00e4t bei der Beleuchtung eines Arbeitsplatzes, wobei der Nutzer in einem gewissen Rahmen die Beleuchtung nach seinen W\u00fcnschen einstellen kann. Ziel dieser Untersuchung war es deshalb, Bereiche anzugeben, in denen sich die m\u00f6glichen Werte bewegen sollten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Im Labor fanden umfangreiche Untersuchungen zu den einzelnen G\u00fctemerkmalen statt. Mit 40 Versuchspersonen wurden Befragungen und Leistungstests durchgef\u00fchrt. Ebenfalls im Labor fanden Befragungen an Versuchsarbeitspl\u00e4tzen statt. Die Probanden bewerteten dabei 9 reale Einzelplatzleuchten. Zur Pr\u00fcfung der Ergebnisse der Laboruntersuchungen erfolgten Feldversuche an 100 Arbeitpl\u00e4tzen in verschiedenen B\u00fcror\u00e4umen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Mit der DIN 5035, Teil 8 ist die Einzelplatzbeleuchtung in die lichttechnische Normung eingebracht wurden. Die in der Untersuchung ermittelten G\u00fctekriterien wurden mit den Forderungen der DIN verglichen. Teilweise kann eine sehr gute \u00dcbereinstimmung festgestellt werden. An anderen Stellen jedoch ergeben sich Unterschiede.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">In Befragungen zur\u00a0<em>Akzeptanz<\/em> und in individuelle Gespr\u00e4chen mit den Versuchspersonen zeigte sich einen \u00fcberwiegend positive Einstellung zur Einzelplatzleuchte. Eine ablehnende Haltung gegen\u00fcber der Einzelplatzleuchte wurde sehr viel seltener gezeigt, als gegen\u00fcber der Allgemeinbeleuchtung. Diese ablehnende Haltung gegen\u00fcber der Allgemeinbeleuchtung wurde vielfach damit begr\u00fcndet, diesem System mehr oder weniger &#8222;ausgeliefert&#8220; zu sein. Individuelle Einstellm\u00f6glichkeiten zu haben, war ein wichtiges Kriterium bei der Bewertung dieses Beleuchtungssystems. Dadurch auftretende Nachteile treten in den Hintergrund.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Die Aussagen zur\u00a0<em>Nennbeleuchtungsst\u00e4rke<\/em> zeigen die gro\u00dfe Individualit\u00e4t der W\u00fcnsche. Energetisch und installationstechnisch l\u00e4\u00dft sich dieser stark schwankende Lichtbedarf mit einer Kombinierten Beleuchtung am besten befriedigen. Eine minimale Allgemeinbeleuchtungsst\u00e4rke von 250 lx erwies sich in verschiedenen Teilversuchen als unbedingt n\u00f6tig. Es hat sich gezeigt, da\u00df die in der DIN 5035\/2 geforderten Allgemeinbeleuchtungsst\u00e4rken nicht erreicht werden m\u00fcssen. Einen erheblichen Beitrag zur Gesamtbeleuchtungsst\u00e4rke sollte die Einzelplatzleuchte bringen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Als g\u00fcnstige Werte f\u00fcr die Einzelplatzbeleuchtungsst\u00e4rke wurden 500 bis 750 lx festgestellt. Diese Werte wurden unabh\u00e4ngig von der vorhandenen Allgemeinbeleuchtungsst\u00e4rke und vom Reflexionsgrad der Arbeitsfl\u00e4che gefordert. Die dadurch erreichte Gesamtbeleuchtungsst\u00e4rke kann deutlich \u00fcber den Werten der Normung liegen. Kurzzeittests zeigten, da\u00df es f\u00fcr die kurzzeitige Leistungserbringung unerheblich ist, ob das Beleuchtungsniveau auf der Arbeitsfl\u00e4che nur durch die Allgemeinbeleuchtung oder zum Teil durch die Einzelplatzleuchte erzeugt wird.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Bei Einhaltung einer Mindest-Allgemeinbeleuchtungsst\u00e4rke von 250 lx und einer Einzelplatzbeleuchtungsst\u00e4rke von 500 bis 750 lx ergibt sich ein<em>Verh\u00e4ltnis<\/em> zwischen Allgemein- und Einzelplatzbeleuchtung von 1 : 2 bis 1 : 3. Wichtig ist, da\u00df sich die Einzelplatzbeleuch1ung deutlich vom restlichen Raum abhebt. F\u00fcr die genannten Beleuchtungsst\u00e4rkewerte ergibt sich einen Leuchtdichteunterschied zwischen Arbeitsbereich und Umfeld von 1 : 4, was als obere Grenze angesehen werden mu\u00df. Bei h\u00f6heren Einzelplatzbeleuchtungsst\u00e4rken sollte deshalb die Allgemeinbeleuchtung entsprechend angepa\u00dft werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Alle Einzeluntersuchungen zeigten, da\u00df die\u00a0<em>Mindestgr\u00f6\u00dfe<\/em> der beleuchteten Fl\u00e4che 60 cm \u00d7 60 cm sein sollte. Voraussetzung hierf\u00fcr ist jedoch wieder die Einhaltung der Mindest-Allgemeinbeleuchtungsst\u00e4rke von 250 lx f\u00fcr die Raumaufhellung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Bei den Untersuchungen zur\u00a0<em>Gleichm\u00e4\u00dfigkeit<\/em> unterscheiden sich die Ergebnisse der Laboruntersuchungen von denen der Versuchspl\u00e4tze. Der in den Laborversuchen ermittelte Gleichm\u00e4\u00dfigkeitswert von g2 = 0,36 liegt \u00fcber dem in der DIN 5035\/8 geforderten Wert von g2 = 0,1. Die Untersuchung an Versuchspl\u00e4tzen ergab einen Gleichm\u00e4\u00dfigkeitswert von g2 = 0,03, was sicherlich zu gering ist. Es gibt daher keinen Anla\u00df, die Forderung der DIN anzuzweifeln. Die Gleichm\u00e4\u00dfigkeit spielt an realen Arbeitspl\u00e4tzen keine dominante Rolle.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Im Rahmen des an der TU Ilmenau durchgef\u00fchrten Forschungsprojektes wurde versucht, alle f\u00fcr die Einzelplatzbeleuchtung relevanten Parameter zu untersuchen. Dabei konnten Blendung, K\u00f6rperwiedergabe und Zwielicht jedoch nur orientierend betrachtet werden. Probleme, die sich im Zusammenhang mit Bildschirmen am Arbeitsplatz (z. B. Reflexblendung) und Tageslichteinfl\u00fcssen ergeben, konnten im Rahmen diese Projektes nicht untersucht werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">F\u00fcr die in dieser Arbeit betrachteten Parameter sind fehlende Langzeitversuche das gr\u00f6\u00dfte offenen Problem. Alle Untersuchungsergebnisse wurden aus Kurzzeittests und Befragungen, die nach relativ kurzem Aufenthalt am Versuchsplatz erfolgten, abgeleitet. Die durchgef\u00fchrten Feldversuche konnten diesen Nachteil nicht kompensieren, da hier die Streuung der Ergebnisse sehr gro\u00df ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Die im Versuch ermittelten Beleuchtungsst\u00e4rken f\u00fcr die Allgemein- und die Einzelplatzbeleuchtung m\u00fcssen durch Langzeitversuche best\u00e4tigt werden. Die gro\u00dfe Differenz zwischen den im Labor und den an den Versuchspl\u00e4tzen ermittelten notwendigen Gleichm\u00e4\u00dfigkeiten macht ebenfalls eine \u00dcberpr\u00fcfung an realen Arbeitspl\u00e4tzen im Labor notwendig.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Die Beschr\u00e4nkung der Untersuchung auf B\u00fcroarbeitspl\u00e4tze wird der inzwischen weit verbreiteten Einzelplatzleuchte nicht gerecht. Maschinenleuchten, Zeichenbrettleuchten und Leuchten f\u00fcr verschiedene Sonderanwendungen sind noch ungen\u00fcgend, bzw. gar nicht untersucht. Auf diesem Gebiet besteht weiter dringender Forschungsbedarf. Diese Forschungen k\u00f6nnen auf den vorliegenden Erkenntnissen aufbauen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><span>114 Seiten, 37 Abbildungen, 43 Tabellen<br \/>\nTechnische Universit\u00e4t Ilmenau, Fakult\u00e4t Maschinenbau, Fachgebiet Lichttechnik, 1999<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><strong>Den gesamten Beitrag (Dissertation Cornelia Vandahl) k\u00f6nnen Sie\u00a0<a href=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/diss_vandahl.pdf\">hier<\/a> als PDF-Datei einsehen.<\/strong><\/span><\/p>\n<blockquote style=\"text-align: center;\">\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: x-small;\">\u00a9 2002 DR.-Ing. Cornelia Vandahl<\/span><\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor Cornelia Vandahl Kurzfassung Im Rahmen der Arbeit wurde die Kombination aus Einzelplatzbeleuchtung in Kombination mit Allgemeinbeleuchtung (Kombinierte Beleuchtung) in ihren G\u00fctemerkmalen untersucht. Im Labor fanden umfangreiche Untersuchungen statt. Mit 40 Versuchspersonen wurden Befragungen und Leistungstests durchgef\u00fchrt. 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