{"id":218,"date":"2009-07-20T15:14:39","date_gmt":"2009-07-20T13:14:39","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost:8888\/wordpress\/?p=218"},"modified":"2009-07-20T15:14:39","modified_gmt":"2009-07-20T13:14:39","slug":"gesundes-blaues-licht-von-oben-fur-alle","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/?p=218","title":{"rendered":"Gesundes blaues Licht von oben f\u00fcr alle?"},"content":{"rendered":"<h3>Autor<\/h3>\n<h2>Dirk Seifert<\/h2>\n<h3>Kurzfassung<\/h3>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Es ist schon lange bekannt, dass      Licht einen intensiven Einfluss auf die circadiane Rhythmik des Menschen hat.      Fr\u00fcher sprach man vom Biorhythmus. Chronobiologen, wie Prof Dr. T. Roenneberg      und Arbeitswissenschaftler wie Dr. Ch. Schierz besch\u00e4ftigen sich mit      den Einfl\u00fcssen von Licht auf den Menschen. F\u00fcr die Lichtanwendung      ist dieses Thema bedeutsamer geworden. Fragen zum Ma\u00df; der \u00d6ffnung      von Geb\u00e4uden f\u00fcr mehr Tageslicht und nach der Intensit\u00e4t und      Menge des Kunstlichtes in Arbeitsst\u00e4tten werden gestellt. Die Festlegung      einer bestimmten Lichtdosis pro Tag zur positiven Beeinflussung des circadianen\u00a0Rhythmus wird diskutiert. Deshalb an dieser Stelle anregende Gedanken eines      Praktikers f\u00fcr weitere fruchtbare Diskussionen.<\/span><\/p>\n<h3>Beitrag<\/h3>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Es ist schon lange bekannt,            dass Licht einen intensiven Einfluss auf die Cirkadiane Rhythmik des            Menschen hat. Fr\u00fcher sprach man vom Biorhythmus. Chronobiologen,            wie Prof Dr. T. Roenneberg und Arbeitswissenschaftler wie Dr. Ch. Schierz            besch\u00e4ftigen sich mit den Einfl\u00fcssen von Licht auf den Menschen.            F\u00fcr die Lichtanwendung ist dieses Thema bedeutsamer geworden. Fragen            zum Ma\u00df der \u00d6ffnung von Geb\u00e4uden f\u00fcr mehr Tageslicht            und nach der Intensit\u00e4t und Menge des Kunstlichtes in Arbeitsst\u00e4tten            werden gestellt. Die Festlegung einer bestimmten Lichtdosis pro Tag            zur positiven Beeinflussung des Cirkadianen Rhythmus wird diskutiert.            Deshalb an dieser Stelle anregende Gedanken eines Praktikers f\u00fcr            weitere fruchtbare Diskussionen.<\/span><\/p>\n<p>Unter den circadianen Rhythmen, die in einer 24h Periode ablaufen, werden            die periodisch auftretenden Ver\u00e4nderungen von physiologischen,            biochemischen aber auch verhaltensbezogenen Funktionen des K\u00f6rpers            verstanden. Erstaunlicherweise werden diese Rhythmen durch eine innere            molekulare Uhr mit der \u00e4u\u00dferen Umwelt synchronisiert. Das            erfolgt haupts\u00e4chlich durch die Lichteinwirkung. Bisher war noch            nicht exakt bekannt wie dieser Prozess funktioniert. Neue wissenschaftliche            Erkenntnisse der Medizin zu unserem Sehorgan bewegen deshalb zur Zeit            nicht nur die Gem\u00fcter der Lichttechniker. So wurden 2000 unter            anderem von Dr. Sancar Forschungsergebnisse ver\u00f6ffentlicht, welche            sogenannte Cryptochrome als cirkadiane Photoempf\u00e4nger auf der Netzhaut            nachweisen. Diese sind neben den bekannten Zapfen und St\u00e4bchen            haupts\u00e4chlich im unteren Bereich der Netzhaut beider Augen angeordnet.            Von Ihnen wird \u00fcber die Nervenbahnen eine Information, vereinfacht            gesagt: es ist Tag oder Nacht, an das Gehirn weitergegeben. Das Gehirn            steuert dann die K\u00f6rperprozesse u.a. \u00fcber \u201eHormonaussch\u00fcttungen\u201c.            Die cirkadianen Empf\u00e4nger haben eine Empfindlichkeitskurve c(?),            deren Maximum bei 460nm \u2013 also im blauen Spektralbereich liegt.            Besonders wirksam sind auf diese Empf\u00e4nger neben dem blauen und            bew\u00f6lktem Himmel (Oberlicht) auch tageslichtwei\u00dfe Leuchtstofflampen,            blaue und wei\u00dfe LED sowie Monitore mit Bildr\u00f6hren, wenn das            Licht von schr\u00e4g oben in das Auge einf\u00e4llt. So stellt sich            f\u00fcr den Praktiker die Frage \u2013 sollte man neben einer normalen            Innraumbeleuchtung in Leuchten zus\u00e4tzliche Akzente anordnen, welche            diesen gesunden blauen Lichtanteil von schr\u00e4g oben in das Auge            projezieren? Sollten nun nur noch tageslichtwei\u00dfe Leuchtstofflampen            eingesetzt werden, obwohl deren Lichtfarbe bei niedrigeren Beleuchtungsst\u00e4rken            vielleicht unakzeptabel ist? Ist die farbdynamische Beleuchtung mit            Farb- und Intensit\u00e4tswechsel auch ein Weg f\u00fcr aktives und            gesundes Licht in Arbeitsst\u00e4tten?<\/p>\n<p>Systeme wie z.B. \u201eColormix\u201c bieten ja solche L\u00f6sungen.            Vielleicht muss die gesunde Lichtdosis im Innenraum nicht in f\u00fcr            viele Arbeitsplatzbeleuchtungen unwirtschaftliche H\u00f6hen um 2000lx            Nennbeleuchtungsst\u00e4rke gebracht werden, wenn man andere Wege gehen            kann. Auch eine Frage: Wie sch\u00e4dlich oder gesundheitsf\u00f6rdernd            ist dieser blaue Lichtanteil? Das richtige Ma\u00df an Spektraler Zusammensetzung            und Intensit\u00e4t muss gefunden werden. Man kann auch heute schon            mit recht einfachen Mitteln gesunde Arbeitsplatz- und Raumleuchten herstellen.            Ein erster vielversprechender Versuch ist die Erg\u00e4nzung der Leuchte            \u201eME 263\u201c von Kotzolt- Lichttechnik Lemgo mit einem zentralen            Lichtaustritt (blaues LED Licht, spektraler Schwerpunkt nahe 460nm)            zur positiven Konditionierung der Personen im so beleuchteten Raum.            Diese Leuchten gibt es \u00fcbrigens als Anbau-, Einbau und Pendelversion.            Ein \u00e4hnlicher Effekt wird auch mit Sekund\u00e4rsystemen wie dem            System \u201eHarmonie\u201c erzielt. Hier wird ein zus\u00e4tzlicher            blauer Lichtanteil \u00fcber entsprechend hinterleuchtete Dekorstreifen            abgegeben. Es ist zu erwarten, dass viele Leuchtenhersteller Interesse            haben, gesunde Leuchten zu entwickeln. Allerdings steht meiner Meinung            nach eine wirkliche wissenschaftliche Begr\u00fcndung f\u00fcr zus\u00e4tzliches            blaues Licht von oben und dessen gesundheits- und aktivit\u00e4tsf\u00f6rdernde            Wirkung noch aus. Ein Nachweis der m\u00f6glichen Leistungs- und Produktivit\u00e4tssteigerung            infolge einer solchen Beleuchtung d\u00fcrfte die \u00d6konomen besonders            interessieren. Ein Rat f\u00fcr alle, denen aufgrund der \u00f6rtlichen            Gegebenheiten die richtige gesunde Lichtdosis pro Tag noch fehlt: einfach            mittags ein kleiner Spaziergang ums Haus aktiviert den K\u00f6rper auch            \u2013 zumindest kommt man einfacher \u00fcber das Leistungstief nach            dem Mittagessen. Ob neben dem Tageslicht da auch die frische Luft ihren            Beitrag leistet?<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" width=\"500\" align=\"center\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\n<div><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.cyberlux.de\/deutsch\/articles\/planner\/lichtundarbeit\/seifert\/HARMONIE_EZ.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"160\" \/><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Harmonie<\/span><\/div>\n<\/td>\n<td>\n<div><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.cyberlux.de\/deutsch\/articles\/planner\/lichtundarbeit\/seifert\/HARMONIE_EZ_a.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"160\" \/><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Harmonie <\/span><\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.cyberlux.de\/deutsch\/articles\/planner\/lichtundarbeit\/seifert\/trans.gif\" alt=\"\" width=\"5\" height=\"20\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<div><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.cyberlux.de\/deutsch\/articles\/planner\/lichtundarbeit\/seifert\/ME263LED_02.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"160\" \/><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Kotzolt-Lichttechnik                  ME 263<\/span><\/div>\n<\/td>\n<td>\n<div><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.cyberlux.de\/deutsch\/articles\/planner\/lichtundarbeit\/seifert\/ME263LED_01.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"160\" \/><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Kotzolt-Lichttechnik                  ME 263<\/span><\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"> <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><strong>Literaturnachweis<\/strong>:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Prof. Dr. H. Schober, Das            Sehen, Fachbuchverlag Leipzig 1958<\/span><\/p>\n<p>Dr. A. Sancar, Cryptochrome: The Second Photoactive Pigment in the Eye            and Its Role in Circadian Photoreception, Annu. Rev. Biochem. 2000.            69:31\u201367<\/p>\n<p>Anmerkungen von Dr. A. Cakir zu Cryptochromen im Expertenforum bei <a href=\"http:\/\/www.cyberlux.de\" target=\"_blank\">www.cyberlux.de<\/a> ,<br \/>\nProf. Dr. T. Roenneberg, Wie vertragen sich Schichtarbeit und innere            Uhr, Vortrag bei \u201eLight and Vitality\u201c, 07.11. 2003 Dresden<\/p>\n<p>Prof. Dr. H. Irtel &amp; S. Kief, Color discrimination for diffuse light            sources, Vortrag Farbinfo 2003, 09.-11.10.2003, Universit\u00e4t Mannheim<\/p>\n<p>Dr. Ch. Schierz, Unspezifische biologische Lichtwirkungen am Arbeitsplatz,            Beitrag auf der Herbstkonferenz 26.-27.09. 2002 der GfA, TU Ilmenau<\/p>\n<p>Prof. Dr. D. Gall, Welche Lichtfarbe braucht der Mensch, Vortrag bei            \u201eLight and Vitality\u201c 07.11. 2003, Dresden<\/p>\n<p>Informationen zur Gestaltung der Arbeitsplatzbeleuchtung auch \u00fcber            <a href=\"http:\/\/www.lichtstudio-halle.de\" target=\"_blank\">www.lichtstudio-halle.de<\/a><br \/>\nBildnachweis: Kotzolt-Lichttechnik ME 263 (2 Bilder) und Harmonie (2            Bilder) zur Auswahl<\/p>\n<p>Mehr zum Autor <a href=\"http:\/\/www.burg-halle.de\/~dseifert\/\">hier<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">\u00a9 2004 Dipl.-Ing. Dirk Seifert<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor Dirk Seifert Kurzfassung Es ist schon lange bekannt, dass Licht einen intensiven Einfluss auf die circadiane Rhythmik des Menschen hat. Fr\u00fcher sprach man vom Biorhythmus. Chronobiologen, wie Prof Dr. T. Roenneberg und Arbeitswissenschaftler wie Dr. Ch. 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