{"id":205,"date":"2009-07-20T14:40:14","date_gmt":"2009-07-20T12:40:14","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost:8888\/wordpress\/?p=205"},"modified":"2009-07-20T14:40:14","modified_gmt":"2009-07-20T12:40:14","slug":"die-bildschirmarbeitsplatznorm-und-deren-auswirkungen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/?p=205","title":{"rendered":"Die Bildschirmarbeitsplatznorm und deren Auswirkungen"},"content":{"rendered":"<h3>Autor<\/h3>\n<h2>Joachim Leibig<\/h2>\n<h3>Kurzfassung<\/h3>\n<p><span style=\"font-family: Verdana, Arial; font-size: x-small;\"><span style=\"font-family: Verdana, Arial; font-size: x-small;\">Der Normentwurf E DIN 5035 Teil 7\/10.2001 \u201eBeleuchtung von R\u00e4umen mit Bildschirmarbeitspl\u00e4tzen\u201c der Normenreihe \u201eBeleuchtung mit k\u00fcnstlichem Licht\u201c stellt f\u00fcr R\u00e4ume mit Bildschirmarbeitspl\u00e4tzen eine ganzheitliche Betrachtung der Beleuchtung auf der Basis von Tageslicht und k\u00fcnstlicher Beleuchtung dar. Dieser Entwurf, der im Oktober 2001vorgestellt wurde, wird nach der Einarbeitung der Einspr\u00fcche verabschiedet und stellt dann den anerkannten Stand der Technik dar.<\/span><\/span><\/p>\n<h3>Beitrag<\/h3>\n<p><span style=\"font-family: Verdana, Arial; font-size: x-small;\"><span style=\"font-family: Verdana, Arial; font-size: x-small;\">Der Normentwurf E DIN 5035 Teil 7\/10.2001 \u201eBeleuchtung von R\u00e4umen mit Bildschirmarbeitspl\u00e4tzen\u201c der Normenreihe \u201eBeleuchtung mit k\u00fcnstlichem Licht\u201c stellt f\u00fcr R\u00e4ume mit Bildschirmarbeitspl\u00e4tzen eine ganzheitliche Betrachtung der Beleuchtung auf der Basis von Tageslicht und k\u00fcnstlicher Beleuchtung dar. Dieser Entwurf, der im Oktober 2001 vorgestellt wurde, wird nach der Einarbeitung der Einspr\u00fcche verabschiedet und stellt dann den anerkannten Stand der Technik dar.<\/span><\/span><\/p>\n<div>\n<h3>Gr\u00fcnde f\u00fcr die Neufassung der DIN 5035-7 vom September 1988<\/h3>\n<div>Seit dem 31.12.1999 m\u00fcssen in der Bundesrepublik Deutschland alle Bildschirmarbeitspl\u00e4tze den Anforderungen der Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV) entsprechen. Diese beschreibt somit lediglich die Ziele einer guten Beleuchtung, sagt aber nicht, wie diese zu erreichen sind. F\u00fcr die Umsetzung in der Praxis ist also eine Konkretisierung erforderlich. Der Normentwurf kann nach seiner Verabschiedung zu einer Norm als eine Anleitung f\u00fcr die Umsetzung der lichttechnischen Anforderungen der BildscharbV f\u00fcr die Planung von Beleuchtungsanlagen von R\u00e4umen mit Bildschirmarbeitspl\u00e4tzen angesehen werden. Die mit dieser Norm abzul\u00f6sende DIN 5035-7 vom September 1988 basierte auf der damals vorhandenen Bildschirmger\u00e4te-Technik und hat nur in einem kurzen Abschnitt die Zielrichtung f\u00fcr die in Aussicht gestellte fortschrittliche Bildschirmtechnologie skizziert. Diese ist heute Stand der Technik und hat auch in den B\u00fcros Einzug gehalten.<\/div>\n<\/div>\n<h3>Zusammenfassung und Erl\u00e4uterung der wesentlichsten Neuerungen und Inhalte<\/h3>\n<p>Anwendungsbereich Diese Norm legt unter Ber\u00fccksichtigung der Anordnung der Bildschirmarbeitspl\u00e4tze und der Aufstellung der Bildschirmger\u00e4te spezielle Anforderungen und Empfehlungen fest f\u00fcr die<\/p>\n<ul>\n<li>Beleuchtung von R\u00e4umen mit Bildschirmarbeitspl\u00e4tzen,<\/li>\n<li>beleuchtungsbezogene Gestaltung von R\u00e4umen mit Bildschirmarbeitspl\u00e4tzen,<\/li>\n<li>beleuchtungsbezogene Gestaltung des Bildschirmarbeitsplatzes,<\/li>\n<li>Beleuchtung und beleuchtungsbezogene Gestaltung einzelner Bildschirmarbeitspl\u00e4tze, z.B. in Schalterhallen, in Fertigungsbereichen, in Lagern,<\/li>\n<li>Beleuchtung und beleuchtungsbezogene Gestaltung einzelner Bildschirmarbeitspl\u00e4tze an Maschinen.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Begriffe<\/h3>\n<p>Die f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis dieser Norm wichtigen Begriffe werden definiert, die wichtigsten werden hier erl\u00e4utert. Arbeitsbereich Neue Arbeitsorganisationen und Arbeitsformen im B\u00fcrobereich sowie die Fortentwicklung der Beleuchtungstechnik erm\u00f6glichen es, B\u00fcror\u00e4ume in Arbeitsbereiche zu unterteilen, wobei unter dem Arbeitsbereich der r\u00e4umliche Bereich verstanden wird, in dem die Arbeitsaufgabe verrichtet wird. In R\u00e4umen mit einem oder mehreren Bildschirmarbeitspl\u00e4tzen sind im allgemeinen mehrere unterschiedliche Arbeitsbereiche vorhanden, z.B.<\/p>\n<ul>\n<li>Arbeitsbereich Bildschirmarbeit<\/li>\n<li>Arbeitsbereich Besprechung<\/li>\n<li>Arbeitsbereich Leset\u00e4tigkeit an Schrank- und Regelfl\u00e4chen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Arbeitsbereich Bildschirmarbeit setzt sich im B\u00fcrobereich aus den Arbeitsfl\u00e4chen und der jeweiligen Benutzerfl\u00e4che zusammen:<\/p>\n<ul>\n<li>Fl\u00e4chen, auf denen Sehaufgaben durchgef\u00fchrt werden (Arbeitsfl\u00e4chen),<\/li>\n<li>Fl\u00e4chen, auf denen die dem unmittelbaren Fortgang der Arbeit dienenden Arbeitsmittel angeordnet sind (Arbeitsfl\u00e4chen),<\/li>\n<li>Fl\u00e4chen, die bei der funktions- und sachgerechten Aus\u00fcbung der Bildschirmarbeit erforderlich sind (Benutzerfl\u00e4chen). Der Arbeitsbereich Besprechung setzt sich im B\u00fcrobereich zusammen aus<\/li>\n<li>Tischfl\u00e4che (Arbeitsfl\u00e4che),<\/li>\n<li>Benutzerfl\u00e4che.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Arbeitsbereich Leset\u00e4tigkeit an Schrank- und Regalfl\u00e4chen setzt sich zusammen aus<\/p>\n<p>\u2022 Fl\u00e4chen ab einer H\u00f6he von 0,50 m bis zu einer H\u00f6he von 2,00 m \u00fcber dem Fussboden.<\/p>\n<p><strong>Arbeitsfl\u00e4chen und Benutzerfl\u00e4chen <\/strong><\/p>\n<p>Die Definition und die erforderlichen Abmessungen der Arbeits- und Benutzerfl\u00e4chen f\u00fcr die Arbeitsbereiche Bildschirmarbeit und Besprechung sind in der Norm DIN 4543-1 \u201eB\u00fcroarbeitspl\u00e4tze \u2013 Fl\u00e4chen f\u00fcr die Aufstellung und Benutzung von B\u00fcro-m\u00f6beln, Sicherheitstechnische Anforderungen, Pr\u00fcfung\u201c festgelegt. Sie werden in der Berufsgenossenschaftlichen Information \u201eFl\u00e4chennutzung im B\u00fcro \u2013 Beispiele verschiedener Arbeitspl\u00e4tze (SP2.6\/2)\u201c dargestellt und erl\u00e4utert.<\/p>\n<p><strong> Arbeitsfl\u00e4chen<\/strong> werden als Fl\u00e4chen von Arbeitstischen und angrenzenden Fl\u00e4chen in Arbeitstischh\u00f6he definiert. Dies sind in der Regel die Schreibtischfl\u00e4chen, bei Tischkombinationen zus\u00e4tzlich die Fl\u00e4chen von dazugeh\u00f6rigen Verkettungselementen oder Beistellcontainern. Um die notwendigen Arbeitsmittel ergonomisch auf dem Arbeitstisch anordnen zu k\u00f6nnen, soll die Arbeitsfl\u00e4che mindestens 1600 mm breit und 800 mm tief sein. Werden f\u00fcr T\u00e4tigkeiten nur wenige Arbeitsmittel ben\u00f6tigt, z.B. bei ausschliesslicher T\u00e4tigkeit am Bildschirm ohne Papiervorlagen, kann die Arbeitsfl\u00e4che bis auf eine Mindestgr\u00f6sse von 1200 mm x 800 mm verringert werden. Schreibtische mit solch geringen Abmessungen von Arbeitsfl\u00e4chen werden h\u00e4ufig in Call-Centern eingesetzt.<\/p>\n<p><strong>Benutzerfl\u00e4chen<\/strong> schliessen sich an die Arbeitsfl\u00e4chen an, auf diesen stehen die Arbeitsst\u00fchle. Die Benutzerfl\u00e4che muss ausreichend bemessen sein, um die nat\u00fcrlichen Bewegungsabl\u00e4ufe des Menschen nicht zu behindern, um f\u00fcr wechselnde K\u00f6rperhaltungen (Sitzen und Stehen) angemessenen Platz zu bieten und um das dynamische Sitzen zu erm\u00f6glichen. Die Tiefe der Benutzerfl\u00e4che am Arbeitsplatz muss daf\u00fcr mindestens 1000 mm, f\u00fcr Besprechungs- und Besucherpl\u00e4tze mindestens 800 mm betragen.<\/p>\n<p><strong>Dynamisches Sitzen<\/strong>, d.h. der Wechsel zwischen vorgeneigter, mittlerer und zur\u00fcckgeneigter Sitzposition ist typisch f\u00fcr die Arbeitshaltung eines Nutzers am Bildschirmarbeitsplatz. Gerade in der zur\u00fcckgeneigten Sitzposition, wobei der Stuhl h\u00e4ufig etwas zur\u00fcckgerollt wird, wird viel gelesen. Diese Sitzhaltung wird auch dann eingenommen, wenn der Nutzer sich an seinem Arbeitsplatz mit einem Mitarbeiter unterh\u00e4lt.<\/p>\n<p><strong>Umgebungsbereich<\/strong>: \u00a0Der Umgebungsbereich ist der r\u00e4umliche Bereich, der sich direkt an einen oder mehrere Arbeitsbereiche anschliesst und bis 0,5 m vor die Raumw\u00e4nde reicht. Damit wird erreicht, dass der gesamte Raum mit einer \u201eGrundbeleuchtungsst\u00e4rke\u201c belegt wird, so dass keine dunklen Zonen auftreten. Adaptationsst\u00f6rungen zwischen den Arbeitsbereichen und der Umgebung k\u00f6nnen somit weitgehend vermieden werden.<\/p>\n<p><strong>Beleuchtungsst\u00e4rke:<\/strong> In der E DIN 5035-7 werden f\u00fcr die einzelnen Arbeitsbereiche Wartungswerte der horizontalen, zylindrischen und vertikalen Beleuchtungsst\u00e4rken als Mittelwerte festgelegt. Die zylindrischen Beleuchtungsst\u00e4rken wurden eingef\u00fchrt, um einerseits eine gute visuelle Kommunikations zwischen den einzelnen Mitarbeitern zu erm\u00f6glichen \u2013 Kriterium ist gute\u00a0Erkennbarkeit des Gesichtes \u2013 und andererseits eine angenehme Helligkeit vertikaler Fl\u00e4chen und somit eine angenehme Raumhelligkeit zu erreichen.<\/p>\n<p><strong>Begrenzung der Direktblendung<\/strong> durch Leuchten Das in DIN 5035-1 festgelegte Verfahren zur Begrenzung der Direktblendung durch Leuchten soll aufgrund der zuk\u00fcnftigen DIN EN 12464 durch das UGR (Unified Glare Rating)-Verfahren abgel\u00f6st werden. Begrenzung der Reflexblendung In diesem Abschnitt wird im wesentlichen die Reflexblendung auf der Bildschirmoberfl\u00e4che behandelt. Die leuchtenden Fl\u00e4chen im Raum beeinflussen in engem Zusammenhang mit<\/p>\n<ul>\n<li>den Reflexionseigenschaften der Bildschirmoberfl\u00e4che,<\/li>\n<li>der Bildschirmpolarit\u00e4t,<\/li>\n<li>dem Bildschirmkr\u00fcmmungsradius<\/li>\n<\/ul>\n<p>die visuelle Informationsaufnahme.<\/p>\n<p>Durch Entspiegelungsmassnahmen der Bildschirmoberfl\u00e4che k\u00f6nnen h\u00f6here Leuchtdichten von Fl\u00e4chen, die sich auf dem Bildschirm spiegeln, zugelassen werden. In Abh\u00e4ngigkeit von der Bildschirmklasse und Bildschirmpolarit\u00e4t d\u00fcrfen die Leuchtdichten von Leuchten und von denjenigen Fl\u00e4chen im Raum, die sich auf dem Bildschirm spiegeln, z.B. W\u00e4nde, Einrichtungsgegenst\u00e4nde, Stellw\u00e4nde, Fenster und Oberlichter, die in E DIN 5035-7 angegebenen Grenzwerte der mittleren Leuchtdichte nicht \u00fcberschreiten.<\/p>\n<p>Durch den Kr\u00fcmmungsradius der Bildschirme wird der Raumwinkelbereich, aus dem st\u00f6rende Spiegelungen auftreten k\u00f6nnen, begrenzt. Je geringer die Bildschirmoberfl\u00e4che gekr\u00fcmmt ist (grosse Bildschirmradien), um so geringer ist dieser Raumwinkelbereich. Daher m\u00fcssen die in Tabelle 1 angegebenen Grenzwerte der mittleren Leuchtdichte von Leuchten bei den heutigen Bildschirmen erst ab einem Ausstrahlungswinkel ? = 65\u00b0 rund um die Leuchte, eingehalten werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/localhost:8888\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/Tabelle1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-211\" style=\"margin-top: 5px; margin-bottom: 5px;\" title=\"Tabelle1\" src=\"http:\/\/localhost:8888\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/Tabelle1-1024x525.jpg\" alt=\"Tabelle1\" width=\"640\" height=\"328\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Tabelle 1 Zul\u00e4ssige Leuchtdichtewerte von Leuchten und Raumfl\u00e4chen, die sich f\u00fcr den Nutzer \u00a0auf dem Bildschirm spiegeln, in Abh\u00e4ngigkeit von der Bildschirmg\u00fcte bez\u00fcglich \u00a0Entspiegelung und Sichtbarkeit sowie von der Polarit\u00e4t des Bildschirms. Planung der Beleuchtung In diesem Abschnitt wird in bezug auf die Planung von Beleuchtungsanlagen dem Tageslicht eine besondere Bedeutung zugewiesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<h3>Ber\u00fccksichtigung des Tageslichtes<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die lichttechnische Gestaltung von R\u00e4umen mit Bildschirmarbeitspl\u00e4tzen sollte nicht nur die k\u00fcnstliche Beleuchtung, sondern grunds\u00e4tzlich auch das Tageslicht ber\u00fccksichtigen. Die ausschliessliche Nutzung von k\u00fcnstlichem Licht sollte beschr\u00e4nkt werden auf die Dunkelstunden und auf Arbeitsst\u00e4tten, die aus betriebstechnischen Gr\u00fcnden auf Tageslicht verzichten m\u00fcssen. Um positive biologisch-physiologische und psychologische Wirkungen in bezug auf das subjektive Wohlbefinden zu erzielen, k\u00f6nnen wesentlich h\u00f6here Beleuchtungsst\u00e4rken zweckm\u00e4ssig sein, als in dieser Norm angegeben. Bei der Anordnung von Arbeitspl\u00e4tzen in Fenstern\u00e4he k\u00f6nnen solche Beleuchtungsniveaus erreicht werden. Dies kann jedoch bei der Arbeit am Bildschirm zu Beeintr\u00e4chtigungen der Sichtbarkeit der Bildschirminformation f\u00fchren. Deshalb m\u00fcssen nach der Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV) Fenster in R\u00e4umen mit Bildschirmarbeitspl\u00e4tzen mit einer geeigneten verstellbaren Lichtschutzvorrichtung ausgestattet sein.<\/p>\n<h3>Planung der k\u00fcnstlichen Beleuchtung<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die Planung der k\u00fcnstlichen Beleuchtung ist eine Reihe grundlegender Kriterien zu ber\u00fccksichtigen, um eine ergonomisch richtige, \u00e4sthetisch befriedigende und akzeptanzfindende Beleuchtung zu erreichen. Um die in der heutigen Zeit gew\u00fcnschte Freiheit bei der Gestaltung von B\u00fcror\u00e4umen sinnvoll ausf\u00fcllen zu k\u00f6nnen, empfiehlt E DIN 5035-7 drei unterschiedliche Beleuchtungskonzepte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<h4>Beleuchtungskonzepte<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Je nach Aufgabenstellung lassen sich die drei empfohlenen Beleuchtungskonzepte mit Beleuchtungssystemen gestalten, die in bzw. an der Decke, an der Wand, am M\u00f6bel, auf dem Fussboden installiert oder frei aufstellbar sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Raumbezogene Beleuchtung:<\/strong> Unter dem Beleuchtungskonzept \u201eRaumbezogene Beleuchtung\u201c wird eine gleichm\u00e4ssige Beleuchtung des Raumes oder von Raumzonen verstanden, die an allen Stellen etwa gleiche Sehbedingungen schafft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Arbeitsbereichbezogene Beleuchtung:<\/strong> Bei diesem Konzept kann die k\u00fcnstliche Beleuchtung an die jeweiligen Arbeitsbereiche angepasst werden. Durch die unterschiedlichen Helligkeitsniveaus der einzelnen Arbeitsbereiche und des Umgebungsbereiches werden Lichtzonen geschaffen, die die Atmosph\u00e4re des Raumes positiv beeinflussen k\u00f6nnen. Werden mobile Beleuchtungssysteme eingesetzt, eignet sich dieses Beleuchtungskonzept auch f\u00fcr R\u00e4ume, in denen die Anordnung der Arbeitsbereiche in der Planungsphase nicht bekannt ist bzw. eine flexible Anordnung vorgesehen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Teilfl\u00e4chenbezogene Beleuchtung<\/strong>: Unter dem Beleuchtungskonzept \u201eTeilfl\u00e4chenbezogene Beleuchtung\u201c wird eine Beleuchtung des Raumes verstanden, die die einzelnen Arbeitsbereiche und den Umgebungsbereich gesondert beleuchtet, wobei innerhalb des Arbeitsbereiches \u201eBildschirmarbeit\u201c eine Teilfl\u00e4che von mindestens 600 x 600 mm durch eine Arbeitsplatzleuchte beleuchtet wird. Diese \u00a0Teilfl\u00e4che ist f\u00fcr bestimmte Sehaufgaben vorgesehen, z.B. f\u00fcr Lesen und Schreiben von Texten sowie f\u00fcr Betrachten von graphischen Darstellungen auf Papier. Werden mobile Beleuchtungssysteme eingesetzt, eignet sich dieses Beleuchtungskonzept auch f\u00fcr R\u00e4ume, in denen die Anordnung der Arbeitsbereiche in der Planungsphase nicht bekannt ist bzw. eine flexible Anordnung vorgesehen ist. Die mittlere horizontale Beleuchtungsst\u00e4rke sollte sich auf der Teilfl\u00e4che deutlich von der auf der verbleibenden Fl\u00e4che des Arbeitsbereiches \u201eBildschirmarbeit\u201c abheben und mindestens 750 lx betragen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<h3>Beleuchtungsarten<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Sehbedingungen am Arbeitsplatz werden in starkem Ma\u00dfe von der Lichtst\u00e4rkeverteilung und der Anordnung der Leuchten in bezug zum Arbeitsplatz beeinflu\u00dft. Die Beleuchtungsarten werden nach der Art der Lichtst\u00e4rkeverteilung der Leuchten definiert zu:<\/p>\n<ul>\n<li> Direktbeleuchtung,<\/li>\n<li>Indirektbeleuchtung,<\/li>\n<li> Direkt-\/Indirektbeleuchtung.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Vor- und Nachteile dieser Beleuchtungsarten werden beschrieben, Anwendungshinweise f\u00fcr die Anordnung der entsprechenden Leuchten werden gegeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<h3>Beleuchtung einzelner Bildschirmarbeitspl\u00e4tze<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Arbeitsr\u00e4umen, die prim\u00e4r nicht f\u00fcr Bildschirmarbeit ausgelegt sind, z.B. Schalterhallen, im Fertigungs- und Lagerbereich sowie in \u00e4hnlichen Arbeitsst\u00e4tten, kann es neben den Arbeitspl\u00e4tzen, an denen nicht am Bildschirm gearbeitet wird, auch einzelne Bildschirmarbeitspl\u00e4tze geben. F\u00fcr solche Arbeitspl\u00e4tze wird in diesem Abschnitt eine Reihe von Hinweisen gegeben.<\/p>\n<h3>Wartungsfaktor<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">In diesem Abschnitt wird darauf hingewiesen, dass durch den Einsatz geeigneter Lampen, Betriebsger\u00e4te und Leuchten sowie durch die Wahl zweckm\u00e4ssiger Reflexionsgrade der Raumbegrenzungsfl\u00e4chen und der M\u00f6blierung der Wartungsfaktor, die Wartungsintervalle und damit auch die Investitions- und Betriebskosten optimiert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>Zusammenfassung<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem Entwurf E DIN 5035-7\/10.2001 wurde unserer Meinung nach ein Hilfsmittel geschaffen, das<\/p>\n<ul>\n<li> dem Nutzer eine ad\u00e4quate Beleuchtung zum st\u00f6rungsfreien, humanen Arbeiten am und mit dem Bildschirm gew\u00e4hrleistet,<\/li>\n<li> dem Betreiber die Gewi\u00dfheit gibt, mit einer nach dieser Norm geplanten Beleuchtungsanlage zukunftssicher zu sein,<\/li>\n<li> dem Planer einerseits die Freiheit gibt, unterschiedliche Beleuchtungsl\u00f6sungen vorzuschlagen (die u.a. auch die Belange der Architektur besser ber\u00fccksichtigen), andererseits der fortschrittlichen Bildschirmtechnik sowie den ge\u00e4nderten Arbeits-organisationen und Arbeitsformen Rechnung zu tragen.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist unser Bestreben, E DIN 5035-7 so schnell wie m\u00f6glich als Norm zu verabschieden, um die zur Zeit vorherrschende Verunsicherung zu beseitigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a9 2002 Dipl.-Ing. Joachim Leibig<\/p>\n<div>\n<h1><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: x-small;\"><br \/>\n<\/span><\/span><\/h1>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor Joachim Leibig Kurzfassung Der Normentwurf E DIN 5035 Teil 7\/10.2001 \u201eBeleuchtung von R\u00e4umen mit Bildschirmarbeitspl\u00e4tzen\u201c der Normenreihe \u201eBeleuchtung mit k\u00fcnstlichem Licht\u201c stellt f\u00fcr R\u00e4ume mit Bildschirmarbeitspl\u00e4tzen eine ganzheitliche Betrachtung der Beleuchtung auf der Basis von Tageslicht und k\u00fcnstlicher Beleuchtung dar. <a href=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/?p=205\"> Read more&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[61,150],"tags":[98,99,100,102,105,113,118,119,120,217],"class_list":["post-205","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-din-bap","category-din-5035-7","tag-arbeit","tag-arbeitsplatzleuchte","tag-architektur","tag-cen","tag-din-5035","tag-licht","tag-normen","tag-sehaufgabe","tag-sicherheit","tag-daylight"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/205","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=205"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/205\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=205"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=205"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=205"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}