{"id":166,"date":"2009-07-20T11:21:42","date_gmt":"2009-07-20T09:21:42","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost:8888\/wordpress\/?p=166"},"modified":"2009-10-21T15:21:33","modified_gmt":"2009-10-21T13:21:33","slug":"wandel-der-buroarbeit-wandel-der-beleuchtung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/?p=166","title":{"rendered":"Wandel der B\u00fcroarbeit &#8211; Wandel der Beleuchtung"},"content":{"rendered":"<h3>Autor:<\/h3>\n<h2>Sylke Neumann<\/h2>\n<h3>Kurzfassung<\/h3>\n<p>Bedeutung der ganzheitlichen, systematischen Vorgehensweise bei der Planung der Beleuchtung, insbesondere hinsichtlich der Entwicklung der Bildschirmtechnologie, der Arbeitsfl\u00e4chen und neuer Tischfl\u00e4chenformen, der Ausrichtung der Bildschirme und der Anordnung der Arbeitspl\u00e4tze im Raum sowie neuer Raumkonzepte und Organisationsformen f\u00fcr die B\u00fcroarbeit.<\/p>\n<p>Folien der Referentin als pdf <a href=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/vortrag-neumann.pdf\">vortrag neumann<\/a><\/p>\n<h3>Beitrag<\/h3>\n<p>Seit der Einf\u00fchrung der Computertechnik in den letzten Jahrzehnten haben sich die Bedingungen f\u00fcr die B\u00fcroarbeit st\u00e4ndig gewandelt. Die Computertechnik selbst, Soft- und Hardware, wird st\u00e4ndig weiterentwickelt.<\/p>\n<p>Die Dienstleistungsgesellschaft, in der wir uns befinden, verlangt eine hohe Flexibilit\u00e4t und Kreativit\u00e4t bei der Erledigung der Arbeitsaufgaben. F\u00fcr die Mitarbeiter m\u00fcssen Arbeitsmittel, Arbeitspl\u00e4tze und Arbeitsumgebung sowie die Arbeitsorganisation an diese Anforderungen angepasst werden. Die M\u00f6glichkeit des Datenaustausches, der Kommunikation und Information \u00fcber Intra- und Internet per E-Mail erlauben es, die B\u00fcroarbeit sowohl zeitlich als auch \u00f6rtlich flexibel auszuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Aus diesen Gesichtspunkten heraus sind in den letzten Jahren neue Organisationsformen f\u00fcr die B\u00fcroarbeit entstanden, die durch neuartige Raumkonzepte erg\u00e4nzt werden. Auch die M\u00f6blierung der B\u00fcror\u00e4ume hat auf diese Entwicklung R\u00fccksicht genommen.<br \/>\nUm Beleuchtungsanlagen zu planen, die beim Betreiber und bei den Mitarbeitern eine hohe Akzeptanz erzielen, m\u00fcssen diese Tendenzen ber\u00fccksichtigt werden. In diesem Vortrag werden die Aspekte vorgestellt; die f\u00fcr die Beleuchtungsplanung am wichtigsten sind.<\/p>\n<p><strong>Soft- und Hardware<\/strong><\/p>\n<p>Reflexionen auf dem Bildschirm, hervorgerufen durch Fenster, Leuchten oder andere Fl\u00e4chen mit hohen Leuchtdichten, k\u00f6nnen die Lesbarkeit der Bildschirmanzeige verschlechtern und beim Mitarbeiter zu gesundheitlichen (asthenopischen) Beschwerden wie Kopfschmerzen, Flimmern vor den Augen u.a. f\u00fchren. Daher m\u00fcssen die Anzeigequalit\u00e4t der Bildschirme hinsichtlich Reflexionen und die Beleuchtung aufeinander abgestimmt werden.<\/p>\n<p>Die noch relativ neue international g\u00fcltige Norm DIN EN ISO 9241-7 [1] legt ein Verfahren fest, nach dem die Bildschirme hinsichtlich ihrer Entspiegelungsg\u00fcte in Positivdarstellung (schwarze Zeichen auf hellem Untergrund) und Negativdarstellung (wei\u00dfe Zeichen auf schwarzem Hintergrund) zur Vergabe von GS- und BG-PR\u00dcFZERT-Zeichen gepr\u00fcft werden. (Herr Dr. Sch\u00e4fer wird in seinem nachfolgenden Vortrag n\u00e4her darauf eingehen).<\/p>\n<p>Entsprechend der Entspiegelungsg\u00fcte und der Darstellungsart der Bildschirmanzeige geben die BGI 650 [2] und der Entwurf der Norm DIN 5035-7 [3] Leuchtdichten f\u00fcr Fl\u00e4chen und Leuchten vor, die sich im Bildschirm spiegeln k\u00f6nnen (siehe Vortrag Herr Leibig). Die Abbildung 1 zeigt drei unterschiedlich gut entspiegelte Bildschirme. Der abgebildete LCD-Flachbildschirm weist eine sehr hohe Entspiegelungsg\u00fcte auf. Bei dem Einsatz solcher Bildschirme spielen st\u00f6rende Reflexionen keine Rolle.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/localhost:8888\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/abb1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-167\" title=\"abb1\" src=\"http:\/\/localhost:8888\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/abb1.jpg\" alt=\"abb1\" width=\"437\" height=\"211\" \/><\/a><br \/>\nAbb.1 Unterschiedlich gut entspiegelte Bildschirme<\/p>\n<p>Auch wenn heute schon sch\u00e4tzungsweise in ca. 10% der B\u00fcros Flachbildschirme verwendet werden, wird auch noch in den n\u00e4chsten Jahren f\u00fcr die Beleuchtungsplanungen von einer Ausstattung mit Bildschirmen mit Kathodenstrahlr\u00f6hren auszugehen sein, da vor allem bei hochwertigen LCD-Bildschirmen nicht mit einem starken Preisabfall zu rechnen ist.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem sind bei weitem nicht alle LCD-Bildschirme sehr gut entspiegelt; und dann ist ein weiterer wichtiger Aspekt zu ber\u00fccksichtigen:<br \/>\nUm bei der Bildschirmarbeit eine ergonomische Arbeitshaltung einnehmen zu k\u00f6nnen, bei der eine Verspannung der Schulter-Nackenmuskulatur vermieden wird, ist es g\u00fcnstig, wenn der Bildschirm bis zu 35\u00b0 nach hinten geneigt wird (Abbildung 2).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/localhost:8888\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/abb2.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-168\" title=\"abb2\" src=\"http:\/\/localhost:8888\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/abb2.gif\" alt=\"abb2\" width=\"340\" height=\"360\" \/><\/a><br \/>\nAbb.2 Entspannte Kopfhaltung bei der Bildschirmarbeit<\/p>\n<p>Aufgrund ihrer Bautiefe ist dies bei Bildschirmen mit Kathodenstrahlr\u00f6hren in der Regel nicht ohne weiteres m\u00f6glich, w\u00e4hrend die meisten LCD-Bildschirme soweit geneigt werden k\u00f6nnen (Abbildung 3). Die Gefahr der Spiegelung von Leuchten oder anderen hellen Fl\u00e4chen an der Decke ist damit wiederum h\u00f6her, was bei der Auswahl der Leuchten hinsichtlich ihrer Lichtverteilung und Blendungsbegrenzung zu ber\u00fccksichtigen ist.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/localhost:8888\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/abb3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-169\" title=\"abb3\" src=\"http:\/\/localhost:8888\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/abb3.jpg\" alt=\"abb3\" width=\"321\" height=\"360\" \/><\/a><br \/>\nAbb.3 M\u00f6glichkeit der Neigung eines Bildschirms mit Kathodenstrahlr\u00f6hren und eines LCD-Bildschirms<\/p>\n<p>Bei der Auswahl der Leuchten ist, wie schon erw\u00e4hnt, die Darstellungsart der Anzeige zu beachten. Sowohl Software als auch zeitgem\u00e4\u00dfe Hardware lassen eine flimmerfreie Bildschirmanzeige in einer Positivdarstellung zu. Bei CAD- und auch Grafikanwendungen muss jedoch damit gerechnet werden, dass die Mitarbeiter eine Negativdarstellung vorziehen, da farbige, kleine Sehdetails damit besser erkannt werden.<\/p>\n<h3>Schreibtische<\/h3>\n<p>Die Arbeitsfl\u00e4che der Schreibtische muss ausreichend gro\u00df sein, um die notwendigen Arbeitsmittel ergonomisch auf dem Arbeitstisch anordnen zu k\u00f6nnen und f\u00fcr die Erledigung der T\u00e4tigkeiten ausreichenden Platz zu bieten. Die Norm DIN 4543-1 [3] fordert eine Mindestgr\u00f6\u00dfe von 1600 mm x 800 mm bzw. 1,28 m2.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Aufstellung von Bildschirmen mit Bautiefen \u00fcber 450 mm sind tiefere Tische notwendig. Werden nur wenige Arbeitsmittel ben\u00f6tigt, z. B. bei ausschlie\u00dflicher T\u00e4tigkeit am Bildschirm, kann die Arbeitsfl\u00e4che bis auf eine Mindestgr\u00f6\u00dfe von 1200 mm x 800 mm bzw. 1,28 m2 verringert werden.<\/p>\n<p>Am Schreibtisch muss eine Benutzerfl\u00e4che von mindestens 1000 mm Tiefe vorgesehen werden, um den Mitarbeitern ausreichend Raum zum dynamischen Sitzen und zur freien Bewegung zu bieten. Arbeits- und Benutzerfl\u00e4che ergeben den Arbeitsbereich (Abbildung 4) (siehe auch Vortrag von Herrn Leibig).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/localhost:8888\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/abb4.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-170\" title=\"abb4\" src=\"http:\/\/localhost:8888\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/abb4.gif\" alt=\"abb4\" width=\"398\" height=\"301\" \/><\/a><br \/>\nAbb.4 Fl\u00e4chenma\u00dfe am B\u00fcroarbeitsplatz nach DIN 4543-1<\/p>\n<p>Schon seit geraumer Zeit haben sich in den B\u00fcros f\u00fcr Arbeitsaufgaben, die aus mehreren Teilt\u00e4tigkeiten bestehen, Schreibtische bew\u00e4hrt, die aus verketteten Elementen kombiniert werden. In den letzen Jahren sind noch Schreibtische mit sogenannten Freiformplatten dazu gekommen. In Abbildung 5 sind einige verschiedene Tischfl\u00e4chenformen in unterschiedlichen Anordnungen dargestellt.<br \/>\nVon der Gr\u00f6\u00dfe und der Form der Tischfl\u00e4chen ist es abh\u00e4ngig, wo der Bildschirm aufgestellt wird, wie die Arbeitspl\u00e4tze im Raum angeordnet werden k\u00f6nnen, wo sich verschiedene Arbeitsbereiche und Bereiche f\u00fcr Verkehrswege ergeben. Dies sind wichtige Kriterien f\u00fcr eine detaillierte, abgestimmte Beleuchtungsplanung.<\/p>\n<p>Wenn die Lage der Arbeitsbereiche im B\u00fcroraum bekannt ist, kann die Beleuchtung darauf ausgerichtet und r\u00e4umlich akzentuiert werden. Ist zudem eindeutig, wo im Arbeitsbereich Teilfl\u00e4chen mit unterschiedlichen Sehaufgaben liegen, k\u00f6nnen diese durch die Beleuchtung noch st\u00e4rker ber\u00fccksichtigt und hervorgehoben werden.<\/p>\n<p>Eine neuere Tendenz macht dies jedoch schwierig: F\u00fcr das Variable B\u00fcro &#8211; einer der neuen Organisationsformen f\u00fcr die B\u00fcroarbeit &#8211; werden Schreibtische, Container und andere Einrichtungsgegenst\u00e4nde mit Rollen ausger\u00fcstet. Dazu sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/localhost:8888\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/abb5.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-171\" title=\"abb5\" src=\"http:\/\/localhost:8888\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/abb5.gif\" alt=\"abb5\" width=\"437\" height=\"251\" \/><\/a><br \/>\nAbb.5 Schreibtische mit verschiedenen Tischfl\u00e4chenformen in unterschiedlichen Anordnungen<\/p>\n<h2>Raumkonzepte und Organisationsformen<\/h2>\n<p>Um einerseits Kosten zu sparen sowie flexibel auf die jeweiligen Wettbewerbssituationen des Marktes reagieren zu k\u00f6nnen und andererseits die Kreativit\u00e4t ihrer Mitarbeiter anzuheben, suchen die Unternehmen nach neuen Wegen, die Kapazit\u00e4t der B\u00fcrogeb\u00e4ude intensiv zu nutzen, die Kommunikation untereinander und somit die Ideenfindungen zu f\u00f6rdern und Hierarchien abzubauen. Innovative Raumkonzepte und moderne Organisationsformen werden als m\u00f6gliche L\u00f6sungen angesehen.<\/p>\n<p>Neue Organisations- und Raumkonzepte bringen jedoch auch besonders f\u00fcr die Planung der Umgebungseinfl\u00fcsse am Arbeitsplatz &#8211; Klima, Akustik und Beleuchtung &#8211; erh\u00f6hte Anforderungen mit sich. Die jeweiligen Besonderheiten m\u00fcssen in ihrer wechselseitigen Wirkung im Arbeitssystem von der ersten Planungsphase an beachtet werden, um abgestimmte L\u00f6sungen zu finden und gute Arbeitsbedingungen zu schaffen. Dazu sollen einige Hinweise gegeben werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Mit dem Raumkonzept Kombib\u00fcro sollen die Vorteile von Einzel- und Gruppenb\u00fcros zusammengefasst werden. In den Zellenb\u00fcros k\u00f6nnen die Mitarbeiter konzentriert arbeiten; die angrenzende Raumzone wird gemeinsam genutzt. Sie unterst\u00fctzt den zuf\u00e4lligen, informellen Austausch zwischen den Mitarbeitern. In der Gemeinschaftszone werden auch Besprechungsbereiche vorgesehen.<\/li>\n<li>Die Beleuchtung in den einheitlich, feststehend m\u00f6blierten Einzelb\u00fcros kann exakt auf den Arbeitsbereich (Tisch und Bewegungsfl\u00e4che) abgestimmt und zus\u00e4tzlich f\u00fcr die unterschiedlichen Teilfl\u00e4chen ausgelegt werden.<\/li>\n<li>In der Gemeinschaftszone sollte auch durch die Beleuchtung die Kommunikation gef\u00f6rdert werden. Zus\u00e4tzlich muss hier die Beleuchtungsl\u00f6sung die lichttechnischen Anforderungen f\u00fcr die einzelnen funktionalen Bereiche, z. B. Aktenablage, Kopieren usw., erf\u00fcllen. Wegen der Transparenz zwischen Einzelb\u00fcros und Gemeinschaftszone gilt es, die Beleuchtungskonzeptionen hinsichtlich ihrer lichttechnischen und gestalterischen Eigenschaften aufeinander abzustimmen.<\/li>\n<li>Mit dem Konzept Variables B\u00fcro k\u00f6nnen in gr\u00f6\u00dferen R\u00e4umen Arbeitspl\u00e4tze und Stellw\u00e4nde durch Rollen an den M\u00f6beln und Raumgliederungselementen so angeordnet werden, dass f\u00fcr aktuell anstehende Arbeiten, z. B. Arbeiten in Projektgruppen oder Arbeiten konzentriert allein, eine g\u00fcnstige Gruppierung entsteht. Die Beleuchtung muss daf\u00fcr im gesamten Raum gleich gute Bedingungen liefern. Mit den Arbeitspl\u00e4tzen mitf\u00fchrbare Leuchten k\u00f6nnen eine Grundbeleuchtung des Raumes erg\u00e4nzen.<\/li>\n<li>M\u00f6belhersteller bieten f\u00fcr die schnelle Umstrukturierung der B\u00fcrolandschaft und auch f\u00fcr die Einrichtung gro\u00dfer, hallenartiger R\u00e4ume Raum-in-Raum-Systeme an. B\u00fcroraumzellen k\u00f6nnen aus schnell montierbaren und demontierbaren meist transparenten Einheiten universell aufgebaut und mit mobilen M\u00f6beln ausgestattet werden. Dieses Konzept ist vor allem dann kritisch zu sehen, wenn eine Sichtverbindung nach au\u00dfen f\u00fcr die Mitarbeiter nicht mehr gegeben ist. Zudem sind eine akzeptable akustische Gestaltung, Klimatisierung und auch Beleuchtung schwierig oder gar nicht realisierbar.<\/li>\n<li>Call Center werden in zunehmenden Ma\u00dfe in Unternehmen eingerichtet, die f\u00fcr ihre Kunden einen Telefonservice meist \u00fcber eine lange Zeit des Tages oder rund um die Uhr anbieten. Call Center k\u00f6nnen auch eigenst\u00e4ndige Unternehmen sein, die diese Kundenkontakte im Auftrag abwickeln. Andere Call Center werden t\u00e4tig, um Kunden zu gewinnen, Befragungen oder Telefonverkauf durchzuf\u00fchren.<\/li>\n<li>Obwohl dies technisch nicht notwendig und f\u00fcr die ergonomische Gestaltung der Arbeitspl\u00e4tze schwierig ist, werden Call-Center-Arbeitspl\u00e4tze meist in gr\u00f6\u00dferen R\u00e4umen eingerichtet, um ein sogenanntes Monitoring (Hilfestellung, Beratung aber auch \u00dcberwachung der Agenten durch einen Super-Agent) durchzuf\u00fchren. Die Arbeitspl\u00e4tze k\u00f6nnen linear oder ring- bzw. sternf\u00f6rmig in Gruppen angeordnet sein. Diese Arbeitsplatzgruppen k\u00f6nnen zu Arbeitsbereichen, f\u00fcr die die Beleuchtung jeweils ausgerichtet wird, zusammengefasst werden.<\/li>\n<li>Ebenso sind in den meisten Call-Center-B\u00fcros die Bereiche f\u00fcr die Verkehrswege fest vorgesehen, sodass eigens daf\u00fcr die Beleuchtung geplant werden kann. In Call Centern wird oft im Schichtbetrieb gearbeitet. Durch z. B. individuell zuschaltbare oder dimmbare Leuchten kann den Mitarbeitern die Chance gegeben werden, das Licht auf ihre sich im Tagesverlauf \u00e4ndernden Bed\u00fcrfnissen anzupassen. Auch Lichtmanagementsysteme sind denkbar.<\/li>\n<li>Die heutigen M\u00f6glichkeiten des Datenaustausches werden genutzt, um f\u00fcr die Mitarbeiter die T\u00e4tigkeit unabh\u00e4ngig vom Standort des B\u00fcros vorzusehen, z. B. im B\u00fcro zu Hause (Teleheimarbeitsplatz). F\u00fcr Teleheimarbeitspl\u00e4tze gelten die gleichen sicherheitstechnischen und ergonomischen Anforderungen, wie f\u00fcr die Arbeitspl\u00e4tze im firmeneigenen B\u00fcro. Auch die lichttechnischen Festlegungen m\u00fcssen eingehalten werden. Daf\u00fcr ist der Unternehmer verantwortlich.<\/li>\n<li>Bei der Planung der Beleuchtung sollte besonders auf die Bed\u00fcrfnisse des Mitarbeiters eingegangen werden, indem die Anlage dem h\u00e4uslichen Charakter des Raumes nicht entgegensteht und der Mitarbeiter soweit wie m\u00f6glich bei der Auswahl der Leuchten einbezogen wird.<\/li>\n<li>Um f\u00fcr den Mitarbeiter zu Hause die Verbindung zum Unternehmen und den Kollegen sowie eine zeitweise Zusammenarbeit zu gew\u00e4hrleisten, sollten im B\u00fcro des Unternehmens Arbeitspl\u00e4tze f\u00fcr die &#8222;Telearbeiter&#8220; zur Verf\u00fcgung stehen. Eine L\u00f6sung hierf\u00fcr oder auch f\u00fcr Bereiche, in denen die Mitarbeiter h\u00e4ufig im Au\u00dfendienst t\u00e4tig sind, kann das Desk Sharing bieten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Beim Desk Sharing sind f\u00fcr die Mitarbeiter in den B\u00fcros des Unternehmens eine geringere Anzahl von Arbeitstischen vorhanden, die sie bei Anwesenheit nutzen k\u00f6nnen. Die Arbeitspl\u00e4tze sind nicht mehr an einen Mitarbeiter gebunden. Unterst\u00fctzt wird diese Organisationsform h\u00e4ufig durch mobile Container f\u00fcr die pers\u00f6nlichen Unterlagen der Mitarbeiter, die an nicht besetzte Arbeitstische mitgenommen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Da f\u00fcr Desk Sharing jede Raumkonzeption infrage kommen kann, sollten f\u00fcr die Beleuchtungsplanungen die jeweiligen Randbedingungen ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p>Folien der Referentin als pdf\u00a0<a href=\"http:\/\/localhost:8888\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/vortrag-neumann.pdf\">vortrag neumann<\/a><\/p>\n<h3>Normen, BG-Informationen<\/h3>\n<p>[1]\u00a0\u00a0 \u00a0DIN EN ISO 9241-7 Ergonomische Anforderungen f\u00fcr B\u00fcrot\u00e4tigkeiten mit Bildschirmger\u00e4ten; Anforderungen an visuelle Anzeigen bez\u00fcglich Reflexionen<br \/>\n[2]\u00a0\u00a0 \u00a0BGI 650 Bildschirm- und B\u00fcroarbeitspl\u00e4tze &#8211; Leitfaden f\u00fcr die Gestaltung; BG-Information der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft, SP 2.1<br \/>\n[3]\u00a0\u00a0 \u00a0DIN 4543-1 B\u00fcroarbeitspl\u00e4tze &#8211; Fl\u00e4chen f\u00fcr die Aufstellung und Benutzung von B\u00fcrom\u00f6beln &#8211; Sicherheitstechnische Anforderungen &#8211; Pr\u00fcfung &#8211;<\/p>\n<p>eingestellt in CyberLux in 2001 (Folien) und 2003 (Artikel in der vorliegenden Form<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor: Sylke Neumann Kurzfassung Bedeutung der ganzheitlichen, systematischen Vorgehensweise bei der Planung der Beleuchtung, insbesondere hinsichtlich der Entwicklung der Bildschirmtechnologie, der Arbeitsfl\u00e4chen und neuer Tischfl\u00e4chenformen, der Ausrichtung der Bildschirme und der Anordnung der Arbeitspl\u00e4tze im Raum sowie neuer Raumkonzepte und Organisationsformen <a href=\"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/?p=166\"> Read more&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[142,42],"tags":[98,102,104,105,107,113,118,119,120],"class_list":["post-166","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-licht-und-arbeit","category-wandel-der-buroarbeit","tag-arbeit","tag-cen","tag-cyberlux","tag-din-5035","tag-ges","tag-licht","tag-normen","tag-sehaufgabe","tag-sicherheit"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/166","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=166"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/166\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":778,"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/166\/revisions\/778"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=166"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=166"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.lichtundgesundheit.de\/cyberlux\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=166"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}